Mit Smart­phone-Hüllen ist es immer so eine Sache. Die einen Besitzer wollen ihr Smart­phone vor allen erdenk­lichen Unfällen schützen und verwenden eine Silikon- oder Kunst­stoff-Hülle, die das ansonsten flache Smart­phone ordentlich aufpumpen. Wiederum andere verweisen darauf, dass man sich ein Smart­phone auch wegen des Designs kauft und dass es sich dabei irgendwo noch immer um einen Gebrauchs­ge­gen­stand handelt – folglich nutzen sie ihr Smart­phone grund­sätzlich ohne irgendeine Hülle. Ich habe mich bislang immer zur Gruppe der Zweiten gezählt und habe meine Geräte eigentlich immer ohne einen Schutz verwendet – ohne jemals mit Display­rissen, größeren Kratzern oder Dellen konfron­tiert zu sein. 

Dennoch habe ich mich mal wieder ein wenig umgesehen und bin hierbei auf das Chimpcase aus München gestoßen. Eine ultra­dünne Hülle für das iPhone 6(s) (Plus), die in Sachen Schutz irgendwo zwischen den beiden genannten Gruppen einzu­ordnen ist.

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Bei dem Chimpcase handelt es sich um eine nur 0,35 Milli­meter dicke Hülle, die in drei unter­schied­lichen Farben verfügbar ist: Schwarz, Weiß und Gold. Sämtliche Farben sind dabei leicht milchig und trans­parent und verstärken die „Werks­farbe“ eures iPhones noch etwas. Ich persönlich habe mich für die weiße Hülle entschieden, da diese die sicherlich am neutralsten ist und die iPhone-eigene Farbe am wenigsten verändert: Sowohl bei dem iPhone in Silber, als auch im neuen Roségold bleiben die Farben und auch die Details auf der Rückseite erhalten und weiterhin sichtbar – auch aufgrund dessen, dass man beim Chimpcase auf ein Branding auf der Rückseite verzichtet. 

Das Case selbst ist wie gesagt aus Kunst­stoff und extrem dünn, was man vor allem beim Anbringen und Entfernen des Covers merkt. Ich jeden­falls hatte bei beiden Schritten immer wieder ein klein wenig die Angst, dass vor allem die feinen Ausspa­rungen für die seitlichen Buttons die Schwach­stelle des Covers darstellen und brechen würden. Aller­dings scheinen die 0,35 Milli­meter gleich­zeitig auch ein großer Vorteil zu sein, denn das Cover ist so flexibel, dass es mir auch bei mehrma­ligem Anbringen und Abnehmen nicht gelingen wollte, dem Chimpcase irgend­einen Schaden zuzufügen.

Einmal am iPhone befestigt, fällt dieses höchstens in den ersten Minuten auf. Es liegt wirklich hauteng am Unibody-Gehäuse, dass man am Übergang von der Front zu den Seiten hin eigentlich keinerlei Kante spüren kann – bei dem kürzlich veröf­fent­lichten 2015er-Modell ist auch die Unter­seite nicht mehr komplett ausge­spart, was das Case nochmals etwas besser wirken lässt. Wer einen kleinen Eindruck von der „Dicke“ des Chimpcase bekommen möchte: Ohne die kleine Erhöhung um die Kamera und den LED-Blitz würde selbst die Kamera ein gutes Stückchen heraus schauen, das Chimpcase schließt seitlich fast auf einer Ebene mit den Buttons ab. 

Dies wäre auch ein kleiner Nachteil, denn die Buttons lassen sich so etwas schwerer erfühlen, wobei man sich auch daran recht schnell gewöhnt hat und nach wenigen Tagen keinen Unter­schied mehr merkt. Die Ausspa­rungen sind jeden­falls sauber ausge­fräst worden und mit seinen geringen sechs Gramm macht das Chimpcase das iPhone auch nicht spürbar schwerer – ist ja auch nicht gerade unwichtig. Man vergisst das Case bereits nach einer Hand voll Stunden, da es den Formfaktor des iPhones eben so gut wie gar nicht verändert. Übrigens, noch ein kleiner Vorteil: Die Rückseite des Covers ist minimal angeraut, wodurch das Gerät deutlich weniger rutsch­ge­fährdet ist. 

Fazit zum Chimpcase? Für mich persönlich der perfekte Kompromiss. Klar, dürfte die Hülle das Gerät bei einem Sturz kaum bis gar nicht schützen. Das aber ist auch nicht das Ziel des Chimpcase, statt­dessen möchte man euer iPhone vor Kratzern und Schmutz schützen. Dafür bietet man euch eine Hülle, die weder den Formfaktor, noch die Ästhetik des Gerätes stark spürbar verändern – ganz im Gegenteil, denn auch ich als Anti-Hüllen-Fanboy habe mich inzwi­schen mit dem Chimpcase angefreundet und belasse es für’s erste auf meinem iPhone 6s. 

Das Chimpcase gibt es wie erwähnt in den drei Farben Weiß, Schwarz und Gold – wahlweise über den Hersteller-eigenen Online-Shop oder über Amazon (aber auch im Hersteller-Shop wird via Amazon verschickt, soviel dazu ). Kosten­punkt: Etwa 15 Euro zuzüglich Versand­kosten. Für ein Stück Plastik nicht gerade ein Schnäppchen, dafür aber eben derart dünn, dass man Konkur­renz­pro­dukte wirklich noch mühsam suchen muss. Notiz zum Ende: Das neue 2015er-Modell des Chimpcase gibt es nicht nur für die neueren iPhone 6s (Plus), sondern auch für die entspre­chenden Vorgänger-Modelle.