Cyberduck 6.0 ist da: OneDrive- und Cryptomator-Integration an Bord

Marcel Am 10.05.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:57 Minuten

Mal wieder etwas aus der Open-Source-Kiste, genauer gesagt Cyberduck. Ein kostenloser und ursprünglich nur für macOS entwickelter FTP-Client, bereits seit einigen Jahren aber auch für Windows zu haben. Eine der großen Stärken und Punkte für die Beliebtheit dürfte sicherlich die große Anzahl an unterstützten Verbindungen und Diensten darstellen, denn Cyberduck versteht sich nicht nur auf Protokolle wie FTP, FTP/TLS, SFTP und WebDav, sondern kann sich darüber hinaus auch mit verschiedenen Cloud-Diensten verständigen, unter anderem sind Amazon S3, Google Cloud Storage, Rackspace Cloud Files, Backblaze B2, OpenStack Swift, Google Drive und Dropbox. Nun haben die Entwickler David Kocher und Yves Langisch Version 6.0 der Cyber-Ente nachgelegt und ein paar interessante Neuerungen einfließen lassen.

Zu den kleineren Neuerungen gehört zum Beispiel die Möglichkeit, dass sich mit Cyberduck ab sofort auch der Cloudspeicher OneDrive aus dem Hause Microsoft ansprechen lässt und bezüglich Google Drive und Dropbox gibt es eine verbesserte Suche, die Dateien ohne eine vorherige, rekursive Auflistung aller Verzeichnisse auffinden kann. Die aber wohl größte und vielversprechendste Neuerung ist die native Unterstützung von Dateitresoren, die via Cryptomator erstellt wurden. Nativ bedeutet in diesem Falle, dass Cyberduck auch ohne installiertes Cryptomator in der Lage ist, Cryptomator-Archive erstellen und lesen zu können, egal welches Protokoll ihr nutzt – was natürlich auch für bereits mit Cryptomator erstellte Tresore gilt.

Wer das Open-Source-Tool Cryptomator bisher noch nicht kennen sollte: Hierbei handelt es sich um ein Open-Source-Tool, das einen universellen Datenschutz in der Cloud gewährleistet. Dazu lassen sich Archive (genannt Tresore) erstellen, die mittels AES256 verschlüsselt werden. In diesen Tresoren könnt ihr dann eure gewünschten Dateien ablegen, ist also TrueCrypt und erst recht BoxCryptor nicht ganz unähnlich. Und eben jene Tresor können dann eben bei Dropbox und Co. gespeichert werden, sodass ihr eure Daten dennoch von unterwegs verfügbar habt, diese aber ausreichend sicher verschlüsselt sind. Cryptomator verschlüsselt Dateiinhalte und -namen , das Passwort wird durch scrypt gegen Angriffe geschützt und auch Pfadstrukturen werden verschleiert.

Zwei erfolgreiche Open-Source-Tools, die sich zusammentun – kann ja eigentlich nur von Vorteil sein, würde ich gerne mal öfters sehen. Cyberduck ist für macOS und Windows kostenlos zu haben, lässt allerdings nach einem Update gerne mal ein kleines Spenden-Popup aufpoppen, dass sich aber ohne Funktionsverluste aus dem Weg klicken lässt. Alternativ zum Standard-Download lässt sich Cyberduck auch im Mac App Store beziehungsweise im Windows Store herunterladen, hier schlagen die beiden Entwickler aber direkt ein Preisschild in Höhe von etwa 25 Euro an. Tipp: Sofern ihr den Entwicklern etwas Gutes tun wollt, geht den Weg über den Standalone-Download, Apple und Microsoft kassieren ja auch noch etwas mit.

Cyberduck
Cyberduck
Entwickler: iterate
Preis: 23,79 €
Cyberduck
Cyberduck
Entwickler: David Kocher
Preis: 26,99 €

Quelle Cryptomator Cyberduck

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