Cryptomator 1.3.0 bringt Auto-Unlock für verschlüsselte Ordner mit

Marcel Am 03.07.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:51 Minuten

Das Open Source-Verschlüsselungstool Cryptomator zur sicheren Ablage von Daten bei Cloud-Diensten ist jüngst in Version 1.3.0 veröffentlicht worden und bringt unter anderem einen Auto-Unlock für verschlüsselte Ordner mit.

Cloud-Dienste wie Dropbox, Google Drive, dem Apple iDrive und Co. sind eine praktische Sache, aber nicht jeder möchte sensiblere Daten unverschlüsselt auf fremde Server ablegen. Das Open Source-Tool Cryptomator bietet sich hierbei als Lösung (und Alternative zu beispielsweise BoxCryptor) an, indem es Dateien in einem Ordner mittels Scrypt und AES-256 verschlüsselt. Hierbei werden die Dateien einzeln verschlüsselt, inklusive dem Dateinamen und Pfadstrukturen. Auf diese Weise lassen sich Dateien verschlüsselt auf den Servern der Cloud-Anbieter ablegen, ohne Sorge um seine Daten haben zu müssen. Für den Zugriff werden die entschlüsselten Ordner als virtuelles WebDAV-Laufwerk eingebunden, Anwendungen stehen für Windows, macOS, Linux, für iPhone und iPad und in einer Beta-Version auch für Android zur Verfügung.

Nun sind seit dem ersten Release vor etwas mehr als einem Jahr ein paar Updates verteilt worden, mit der kürzlich veröffentlichten Version 1.3.0 ist aber ein Feature implementiert worden, dass sich die Nutzer häufig gewünscht haben: Eine automatische Entsperrung eines Tresors. So könnt ihr in den Tresor-Optionen festlegen, dass das Passwort gespeichert und der Tresor beim Start der App automatisch entschlüsselt und/oder eingebunden werden soll. Das Passwort wird hierbei nur auf dem System selbst gespeichert, daher bleiben eure Daten in der Cloud weiterhin sicher. Man darf eben nicht den Fehler machen und Cryptomator mit TrueCrypt/VeraCrypt verwechseln, auch wenn das Konzept ähnlich ist – und im Zweifel nutzt man die automatische Passwort-Speicherung eben nicht. Für mich jedenfalls eine angenehme Sache, da ich so nicht erst aktiv werden muss, wenn ich meine Dropbox-Tresore öffnen möchte.

Des Weiteren hat man mit der Version 1.3 auch das Tresor-Format 6 eingeführt und die Zusammenarbeit mit macOS Sierra verbessert – unter anderem wird nun nicht mehr nach einem Nutzernamen und Passwort für „localhost“ abgefragt, war sehr nervig. Insgesamt hat man mit dieser Version aber eine ganze Reihe an Verbesserungen und Optimierungen vorgenommen, eine Liste mit allen abgehakten Problemen findet ihr im Issue-Tracker auf GitHub. Einen deutlich größeren Schritt nach vorne wird es dann nochmal mit der Implementierung von FUSE geben, dies ist für die Version 1.4.0 geplant. Für mich eines der Pflichttools für alle Cloud-Nutzer, zumindest wenn auch ein wenig sensiblere Daten Platz in der Cloud finden sollen. Die Desktop-Anwendungen werden als Pay-what-you-want vertrieben (Entwickler freuen sich immer über Spenden), die iOS-Version schlägt mit 5,49 € zu Buche und die Android-App ist aktuell nur als Beta zu haben.

Projektseite von Cryptomator ansurfen

Cryptomator
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Quelle Cryptomator

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