Datenleck: BKA findet 500 Mio. Datensätze – sind auch eure Daten betroffen?

Marcel Am 08.07.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:12 Minuten

Mal ein kleiner Service-Artikel munter in die Runde, denn wie das Bundeskriminalamt kürzlich mitgeteilt hat, ist man in einer Underground-Economy-Plattform auf eine riesige Sammlung Datensätze gestoßen. Genau geht man auf die Herkunft des Datenarchivs zwar nicht ein, man gibt aber Auskunft darüber, dass es rund 500 Millionen E-Mail-Adressen mitsamt den dazugehörigen Passwörtern beinhaltet. Rund zehn Prozent, also knapp 50 Millionen, dieser Mail-Adressen sind mit deiner .de-Domain versehen. Laut Vermutungen seitens des BKA sind diese Daten aus verschiedenen Hacking-Angriffen und über einen längeren Zeitraum zusammengetragen worden, die aktuellsten Daten stammen wahrscheinlich dem Dezember 2016.

Wer wissen möchte, ob auch seine Daten kompromittiert sind: Das BKA hat die gefundenen E-Mail-Adressen und Passwörter in den Identity Leak Checker des Hasso-Plattner-Instituts eingepflegt, wo diese abgefragt werden können. Ist eine ganz schnelle Sache: Online-Tool ansurfen, Mail-Adresse eingeben und hoffen, dass keine Datensätze vorhanden sind. Falls doch sollten diese logischerweise geändert werden. Und dass bei allen Diensten, bei denen diese Kombination aus Mail-Adresse und Passwort genutzt wird. Ist ja leider noch häufig der Fall, dass Nutzer mehrere Passwörter für verschiedene Dienste nutzen und diese Passwörter nichtmal wirklich komplex ausfallen.

In Zeiten von Passwort-Managern wie 1Password oder Enpass gibt es für Mehrfachverwendungen und einfache Passwörter definitiv keine Rechtfertigungen mehr. Noch dazu ist es auch ohne der Passwort-Tools eigentlich recht simpel, sichere Passwörter zu generieren, die sich auch noch einfach merken und eingeben lassen. Darüber hinaus bieten inzwischen zahlreiche Dienste eine Two-factor Authentication, mit denen das pure Wissen über eine Mail-Passwort-Kombination keinen erfolgreichen Login herbeiführt. Sollte für jeden Dienst, der es unterstützt, aktiviert werden – eine Übersicht der Dienste gibt es auf dieser Seite.

Quelle BKA via Heise Bild ShutterStock

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