eM Client: Finale Apps für iOS und Android gehen an den Start

Marcel Am 24.03.2024 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:37 Minuten

Die Entwickler von eM Client haben ihre Mail-Apps für iOS und Android nach knapp einjähriger Testphase nun in finalen Versionen veröffentlicht – mit dem vom Desktop bekannten Mail-Funktionsumfang.

Der alternative Mail-Client eM Client erfreut sich bei Windows- und Mac-Nutzern einer größer werdenden Fangemeinde. Ein All-in-One-Programm á la Outlook, welches sich also nicht nur um Mails kümmert, sondern auch Kontakte verwalten, Kalender im Blick behalten und Notizen ablegen kann. Dazu gesellen sich viele kleinere, nützliche Features wie eine integrierte PGP-Verschlüsselung, Textbausteine, Mail-Versand nach Planung, Zurückstellen von Mails und derlei Dinge. Für private Nutzer mit maximal zwei Konten und mit einem leicht zurückgefahrenem Funktionsumfang (beispielsweise fehlt Snooze, Send Later und Auto-Translate) ist die Sache kostenlos, für die kommerzielle Nutzung werden 40 Euro je Major-Version oder rund 70 Euro für „lebenslang“ für die Pro-Version fällig. Seit dem letzten Jahr haben die tschechischen Entwickler aber auch mobile Versionen ihres eM Client für iOS und Android in der Test-Pipeline, die nun als finale Versionen in die Freiheit – oder besser gesagt in den App- und Play Store – entlassen wurden.

Die Apps wirkten zum damaligen Zeitpunkt noch recht grob, in den letzten Monaten hat das Entwicklerteam aber ordentlich geschraubt. Optisch macht der mobile eM Client inzwischen einiges her. Funktionell wurde der Fokus darauf gelegt, dass die mobilen Apps die gleiche technische Basis besitzen wie ihre Desktop-Versionen. Dadurch stehen in den mobilen Apps alle Dienste und Protokolle (u.a. IMAP, POP, Exchange) zur Verfügung, die auch auf dem Desktop genutzt werden können. Darüber hinaus bringen sie auch einen erweiterten Funktionsumfang wie eine Nachrichtenverschlüsselung (PGP und S/MIME), eine Mailübersetzung, Push-Benachrichtigungen (ja, auch hier die Diskussion rund um die Sicherheit), Schutz gegen Mail-Tracking und einheitliche Ordner für die mehrere Konten mit. Weiterführend ist auch das Zurückstellen, Nachverfolgen und Zurückrufen von E-Mails an Bord; selbiges gilt für die Thread-Ansicht, Etiketten, Textbausteine und Vorlagen.

Wer bereits die Desktop-Apps nutzt, der kann mithilfe eines QR-Codes alle Kontoeinstellungen, Vorlagen, Signaturen, QuickTexte, Zertifikate, Etiketten und dergleichen schnell und einfach in die mobile App importieren. Wichtig hierbei zu erwähnen: Die Daten des Desktop-Client werden dabei mittels 256-Bit-AES-Algorithmus symmetrisch mit einem zufälligen Schlüssel verschlüsselt und auf den Server der Entwickler hochgeladen. Der QR-Code enthält dann wiederum den Download-Link und den Schlüssel, sodass die Daten innerhalb von 30 Minuten importiert und entschlüsselt werden können. Das ganze Prozedere und weitere Hintergrundinformationen liefert das Team recht transparent auf der dazugehörigen Hilfeseite. Wer dem nicht vertraut, der kann die mobilen Apps aber auch autark einrichten. Bei der Einrichtung von Mail-Konten unterstützt euch eM Client, indem es die wichtigsten Dienste erkennt und die richtigen Einstellungen bereits hinterlegt, sodass oft nur noch der Benutzername und das Passwort eingegeben werden müssen.

Was mir persönlich gefällt: Die mobilen Apps sind reine Mail-Apps. Auf dem Desktop finde ich PIM-Tools ganz nett, mobil setze ich aber gerne verschiedene Anwendungen ein. Aber: Das wird nicht immer so bleiben, denn die Entwickler wollen mittel- bis langfristig natürlich auch Kalender, Kontakte und weitere Funktionen in die mobilen Anwendungen implementieren. Da hoffe ich persönlich mal, dass sich diese Komponenten wie zum Beispiel beim Vivaldi Browser abwählen lassen – auch wenn das All-in-One der eigentliche Kern von eM Client ist. Die Desktop-Anwendungen sind wie eingangs erwähnt nur für private Nutzer kostenlos nutzbar, die mobilen eM Client-Apps aber sind für alle Nutzer ohne funktionelle Einschränkungen kostenfrei. Eine Abkehr dessen ist aktuell auch nicht geplant, sodass man die mobilen Apps sicherlich als zusätzliches Futter bieten möchte. Falls ihr also mit eurem mobilen Mail-Client nicht wirklich zufrieden seid oder mal über den Tellerrand schauen wollt: Tut euch keinen Zwang an, es kann sich lohnen.

‎eM Client
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Entwickler: eM Client
Preis: Kostenlos
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eM Client - Secure Email App
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Entwickler: eM Client
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Quelle eM Client

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