Facebook Messenger: Kurz-URLs und scanbare Messenger Codes für einfache Kontakt­auf­nahme

Am 07.04.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:34 Minuten

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Facebook hat ganz aktuell zwei neue Features für seinen Messenger vorge­stellt, mit denen ihr Kontakte über QR-Code-artige Gebilde hinzu­fügen und mittels Direktlink erreichen könnt.

900 Millionen Nutzer nutzen den Facebook-eigenen Messenger-Dienst pro Monat – eine statt­liche Zahl, die nur vom ebenfalls zu Facebook gehörenden und inzwi­schen verschlüs­selten WhatsApp übertroffen wird. Während WhatsApp aktuell aber noch eher eine reine Consumer-Geschichte ist, ist Facebook fleissig dabei, den Messenger auch für Geschäfts­nutzer inter­essant zu machen. So gibt es in den US of America bereits Koope­ra­tionen mit dem Fahrdienst Uber oder der Flugge­sell­schaft KLM, sodass sich zum Beispiel Uber-Fahrer suchen oder unter anderem Buchungs- und Check-in-Bestä­ti­gungen über den Messenger erhalten kann. Diese Kommu­ni­kation zwischen Anbieter und Kunden soll im Laufe des Jahres noch weiter ausgebaut werden, wozu Facebook bereits jetzt zwei kleinere Bausteine imple­men­tiert und vorge­stellt hat. 

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So besitzt nun jeder Messenger-Nutzer mit Facebook-Profil eine eigene Kurz-URL nach dem Muster m.me/benutzername, die andere einfach im Browser eingeben müssen, woraufhin sich die eigene Messenger.com-Seite öffnet und direkt ein Chatfenster mit eben diesem Kontakt geladen wird. Ebenfalls neu sind die so genannten Messenger Codes, die auch Snapchat oder der Kik-Messenger nutzt: kleine, QR-Code-ähnliche Grafiken, die sich innerhalb der Messenger-App scannen lassen und dann ebenfalls direkt eine Verbindung zum gescannten Kontakt aufbauen. Die Kurz-URLs funktio­nieren bereits (euer Benut­zername ist eure Vanity URL), die Messenger Codes werden zeitnah mit App-Updates für iOS und Android ausge­rollt.

Beides macht für eine reine Kommu­ni­kation mit jenen Nutzern, die sich eh schon auf Facebook befinden, nur vergleichs­weise wenig Sinn. Relevanter wird es aller­dings, wenn man bedenkt, dass Facebook den Messenger zukünftig stärker als Kommu­ni­ka­tions- und Support­plattform zwischen Kunden und Unter­nehmen positio­nieren möchte. So könnte zum Beispiel in Handbü­chern oder Zeitschriften einen scanbaren Messenger Code abgedruckt werden, sodass man ganz leicht eine Support­an­frage einreichen oder Feedback abgegeben kann. Sofern viele Unter­nehmen darauf setzen und es dann auch mal hinbe­kommen, über Facebook und anderen Netzwerken ordent­lichen und anstän­digen Support auf die Beine zu stellen (die Telekom ist diesbe­züglich als sehr positives Beispiel zu nennen), sicherlich eine spannende und inter­es­sante Sache. 

Messenger
Entwickler: Facebook, Inc.
Preis: Kostenlos
Messenger
Entwickler: Facebook
Preis: Kostenlos

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Quelle David Marcus via Verge