FeedPress: Die lebendige Alternative zum FeedBurner von Google

Marcel Am 19.08.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:41 Minuten

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Was das Verteilen von RSS Feeds angeht, so setzen sehr viele Blogger auf FeedBurner, welches nun schon seit rund sechs Jahren zu Google gehört. Jenes Google, welches RSS als tot ansieht und erst vor wenigen Monaten den Google Reader eingestellt hat. Und FeedBurner? Er läuft, ich persönlich würde aber dennoch sagen, dass er dem Tod näher ist als dem Leben: Seit Jahren gab es keine Updates mehr für den Feed Aggregator, seit Jahren dümpelt er auf diesem langweiligen Design hin, der Counter besitzt seit Jahren die gleichen Macken, AdSense für Feeds hat man eingestellt und zuletzt hat Google auch die Programmierschnittstelle eingestellt. Bis Google auch FeedBurner den Hahn abdreht, dürfte es wohl nur eine Frage der Zeit sein. Was aber gibt es, neben der nativen Feedausgabe von WordPress, für Alternativen? Kurz und knapp: FeedPress.

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Im Grunde macht FeedPress nichts anderes als FeedBurner: der Dienst greift euren Feed ab und verteilt diesen an die interessierte Leserschaft – inklusive einiger Features, von denen einige von FeedBurner bekannt sind, andere von Google aber nicht angeboten werden. So gibt es zum Beispiel Statistiken bezüglich der Anzahl an Abonnements, inklusive Verlauf in der Vergangenheit und einer Aufschlüsselung nach Feedreadern – wobei FeedPress hier irgendwo spinnt, bei mir werden jedoch aktuell noch immer Leser mit dem Google Reader angezeigt, wobei das natürlich auch Feedly sein könnte. Ebenfalls mit an Bord: Counter für die Webseite, Newsletter, automatisches Teilen via Facebook, Twitter und App.net.

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Allerdings hat FeedPress auch einen kleinen Haken: So gibt es einmal den kostenlosen Account, zum anderen aber auch ein Premium-Account, welcher mit 30 US-Dollar im Jahr zu Buche schlägt – oder alternativ auch 3 US-Dollar pro Monat. Im Gegensatz zum Premium-Account besitzt der kostenlose Account natürlich ein paar Beschränkungen: So gibt es nur eine tägliche Analyse eurer Daten, Newsletter können an maximal 5.000 Leser verschickt werden, Artikel können nur in einem Netzwerk geteilt werden und der Feed wird lediglich einmal in der Stunde via Push aktualisiert. Der Premium-Account hingegen aktualisiert den Feed (auch ohne Push) alle 20 Minuten, ebenso ist die Zahl an sozialen Netzwerken offen und neben dem Tracking von Klicks und Podcasts gibt es auch einen automatischen Dropbox-Export der Feed-Statistiken. Alle Features und Unterschiede der beiden Accounts inklusive einem Vergleich mit FeedBurner findet ihr unter diesem Link.

Für WordPress-Betreiber ganz praktisch, dass FeedPress auch direkt ein WordPress-Plugin mitliefert, mit dem euer Feed automatisch zu FeedPress umgeleitet wird – gibt es zwar auch für FeedBurner, kommt hier aber direkt von den FeedPress-Machern. Der Vorteil: Eure Leser können eure reguläre Feed-URL nutzen (www.euerblog.de/feed) und sind so unabhängig davon, wie ihr euren Feed ausliefert. Daneben gibt es für Premium-Nutzer auch noch die Möglichkeit, eine Änderung des DNS-Hostnames auf eurer Domain vorzunehmen und so ohne Umleitung den Feed via FeedPress auszuliefern – die Nutzer bleiben hierbei auf eurer Domain, der Feed ebenso. Das aber ist natürlich von eurem Webhoster abhängig und sicherlich auch nicht für jeden ein „must have“.

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Ich habe FeedPress nun schon seit ein paar Tagen hier eingerichtet und am laufen – die wenigsten dürften davon etwas mitbekommen haben. Läuft bislang alles fehlerfrei, auch die Statistiken rund um den Feed und die Zahl der Abonnenten scheint genauer zu sein, als es bei FeedBurner der Fall ist. Nachdem ich nun also von FeedBurner auf die native WordPress-Funktion umgestiegen bin, nun eben der Wechsel zu FeedPress, welches mich bislang überzeugt hat – und alles weitere wird die Zukunft zeigen. Aber bis dahin: Daumen hoch, solltet ihr euch einmal anschauen. Alleine schon, weil FeedPress wesentlich moderner daherkommt und aktiv am Leben teil nimmt.

Hinweis, für alle, die es nicht selbst bemerkt haben: Die Screenshots bezüglich der Statistiken habe ich mir mal vom FeedPress-Support (welcher übrigens absolut klasse ist) geborgt – bezüglich meines Accounts gibt es noch keine aussagekräftigen Daten über mehrere Wochen.

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