Flume: Optisch gelun­gener Instagram-Client für den Mac

Am 19.10.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:46 Minuten

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Wer Instagram vom Mac aus nutzen möchte, hat bereits ein paar Möglich­keiten – zum Beispiel das kürzlich vorge­stellte Photoflow. Eine ebenfalls gelungene Alter­native gibt es nun mit Flume.

Flume kommt mit einem sehr schicken Design und einem schmalen, platz­spa­renden Layout daher: Der Fokus liegt klar auf den geteilten Bildern, Overlays sind mit einem leichten Trans­parenz-Effekt versehen – gefällt mir sehr gut. Die einzelnen hochge­la­denen Bilder in eurem Stream werden wie auch auf dem Smart­phone vertikal chrono­lo­gisch sortiert und angezeigt, wahlweise in einer Raster-Ansicht oder aber schlicht unter­ein­ander. Fahrt ihr mit der Maus über den unteren Fensterrand, so wird eine kleine Menüleiste einge­blendet, in der ihr zwischen Timeline, markierten Posts, Uploads zu eurem Standort, einer Suche (nach Schlag­worten, Orten und Nutzern), Benach­rich­ti­gungen und eurem eigenen Profil wechseln könnt. 

Hochge­ladene Bilder und Videos lassen sich natürlich auch kommen­tieren und markieren, per Leertaste in vollster Auflösung betrachten und mittels Drag’n’Drop könnt ihr diese sogar direkt auf den Desktop ziehen und speichern (wird Instagram sicherlich eher weniger gefallen). Auch das Folgen und Entflogen von Accounts ist möglich, ebenso könnt ihr Anfragen annehmen und dergleichen. Eigentlich bietet Flume also alles, was auch die Instagram-Apps für iOS und Android können – mit einem recht dicken Haken: Dank der privaten API von Instagram, ist es Dritt­ent­wicklern nicht gestattet, Bilder oder Fotos hochzu­laden. Doof, aber ist eben so. Aller­dings gut für Nutzer, mit mehreren Accounts: Flume ermög­licht den schnellen Wechsel zwischen unter­schied­lichen Profilen. 

Alles in allem trotz der API-Beschränkung eine recht runde Sache, vor allem optisch kann Flume durchaus Punkte sammeln. Im Vergleich mit dem ebenfalls rund fünf Euro teurem Photoflow gibt es in meinen Augen aller­dings ein kleines Patt: Während Flume in Sachen Optik ein Fleiß­sternchen erhält, macht Photoflow gefühlt einen deutlich flotteren Eindruck, vor allem was die Ladezeiten anbelangt. Falls ihr also auch auf dem Mac gerne einen Blick auf euren Stream haben wollt und dazu eine native App nutzen möchtet: Ich persönlich würde mich für Flume entscheiden, aber das ist wie gesagt reine Geschmack­sache.

Flume für Instagram
Entwickler: Rafif Yalda
Preis: Kostenlos+

Zu guter Letzt: Flume steht auch in Form einer (kosten­losen) Browser-Erwei­terung für Safari und Chrome zur Verfügung. Hierbei handelt es sich aber nicht um einen nahezu vollstän­digen Client für Instagram, sondern lediglich um eine „New Tab Page“, die euch in jedem neuen Tab ein populäres Bild aus dem Instagram-Netzwerk präsen­tiert.