#FYI: So sieht ein Instagram-Bild nach 90 wieder­holten Uploads aus

Am 19.03.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:00 Minuten

Lucier2-grid

Egal ob Facebook, Twitter, Instagram oder ein anderes Netzwerk – allen gemein ist die Tatsache, dass hochge­ladene Bilder server­seitig kompri­miert werden um den anfal­lenden eigenen Daten­traffic so gering wie möglich zu halten. Der Künstler Pete Ashton hat in einer Art Selbst­versuch getestet, wie sich die Bilder in wieder­holten Durch­gängen durch die Kompression verändern. Dazu hat er unter anderem ein Porträt des Kompo­nisten Alvin Lucier (und drei weitere Motive) hochge­laden, davon einen Screenshot gemacht, diesen erneut hochge­laden und so weiter und so fort. Insgesamt 90 Durch­gänge hat er so vollbracht und während die Effekte der Kompri­mierung bei den ersten zwei, drei Reposts mit bloßem Auge noch schwer zu erkennen sind, sinkt die Bildqua­lität danach propor­tional bis man das ursprüng­liche Motiv nach allen Durch­läufen nur noch schwer erahnen kann. 

Sein Experiment namens „I Am Sitting In Stagram“ ist übrigens nicht nur namentlich an einen Versuch gegen Ende der 60er Jahre angelehnt: Dort hatte US-Komponist und -Klang­künstler Alvin Lucier in einem Experiment mit dem Namen „I Am Sitting In A Room“ (Video) seine Stimme auf ein Tonband aufge­nommen und von diesem wiederum in demselben Raum eine erneute Aufnahme gemacht – auch diesen Vorgang wieder­holte er so lange, bis die Stimme der Aufnahme nicht mehr zu verstehen war. Das ganze gibt es übrigens auch mit Kopien einer VHS-Kassette. Wissta bescheid.

Quelle Art Pete via VICE