InLine Qi-Plate Powerbank – Geräte und Powerbank kabellos laden (mit einem großen Haken)

Marcel Am 30.11.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:07 Minuten

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Über die Vor- und Nachteile einer Powerbank brauche ich hier wohl gar nicht mehr viel sinnieren – spätestens seit Pokémon GO sind die externen Ladegeräte auch in der breiten Masse der Nutzer angekommen und weniger als Nerd-Zubehör verschrieen. Auch ich habe schon die ein oder andere Powerbank hier im Blog vorgestellt, zuletzt eine Choetec Powerbank mit Lightning-Anschluss. Was ich nur immer als nervig empfinde, ist das zusätzliche Aufladen des externen Akkus und es kommt nicht selten vor, dass ich es schlichtweg mal vergesse.

Und irgendwann kam mir dann ein Gedanke: Wäre doch toll, wenn man die Powerbank einfach aus dem Rucksack und direkt auf die kabellose Qi-Ladestation legen könnte. Problem: Powerbanks, die Smartphones mittels Qi-Standard mit Strom befeuern gibt es viele. Sucht man aber mal nach Geräten, die sich auch mittels Qi selbst beladen lassen, sieht es schon Mau aus. Eine der wenigen verfügbaren Modellen ist zum Beispiel die Qi-Plate aus dem Hause InLine, die ich in den letzten Tagen und Wochen einmal ausprobieren konnte.

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Mit ihren Abmessungen von etwa 13,1 x 8,4 x 1,8 Zentimetern fällt die Powerbank nicht gerade klein aus, aber auch nicht zu groß – auch wenn ich schon Powerbanks in den Händen hatte, die durchaus kompakter waren, zumeist aber auch ein wenig höher. Aber: Geht meiner Meinung nach noch in Ordnung. Leider muss man auch ein paar Abstriche bei den Materialien und der Verarbeitung machen, denn schon bei leichterem Druck auf das Gehäuse knarzt es und die Oberseite lässt sich minimal eindrücken. Die Anthrazitfarbene Klavierlack ähnliche Oberfläche? Geschmacksache, ich würde immer matt bevorzugen.

Die Powerbank besitzt an der Front einen Ein-/Aus-Button, sowie eine kleine LED für die Anzeige der Restkapazität und für den Betriebsstatus der Powerbank. Auf der gegenüberliegenden Seite finden sich der USB-Ausgang (5V/2A) und der microUSB-Eingang wieder. Die Anschlüsse sind ohne große Mängel, die jeweiligen Stecker lassen sich ohne Probleme einstöpseln und sitzen dann auch fest und wackeln nicht unnötig herum – habe ich nach der ersten kleinen Kritik an der Verarbeitung nicht ganz so erwartet.

Etwas zu den technischen Daten der Powerbank: Sowohl die Eingangs- als auch die Ausgangsspannung liegen bei maximalen 2 Ampere und 5 Volt, die Ausgangsleistung der Qi-Ladefunktion bringt maximal 1 Ampere bei 5 Volt aus. Die maximale Kapazität des Lithium-Polymer-Akkus liegt bei 7.000 mAh. Rein rechnerisch lassen sich damit die gängigen Smartphones ein paar Mal laden, allerdings muss man bedenken, dass eine Powerbank auch immer ein wenig Verlust mitbringt, da sie sich selbst auch mit Strom versorgen muss – außerdem ist die Effizienz beim kabellosen Laden noch deutlich niedriger, der Verlust höher.

Die InLine Qi-Plate lässt sich auf den verschiedensten Wegen nutzen: Erst einmal kann diese wie gewöhnlich mittels USB-Kabel geladen werden, aber auch der Akku selbst lässt sich über den Qi-Standard kabellos mit frischem Strom versorgen. Das Aufladen anderer Geräte kann ebenfalls wahlweise per MicroUSB-Kabel oder kabellos geschehen – auch gleichzeitig, sprich ein Gerät über Kabel und eines über die Qi-Spule. Ebenfalls möglich: Die Powerbank mittels USB-Kabel ans Stromnnetz hängen und ein weiteres Gerät mittels Induktion laden. Die Qi-Plate ist also portable Powerbank und stationäre Qi-Ladestation in einem.

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Erst einmal: Wird die Powerbank mittels USB-Kabel neu geladen, benötigt diese etwa 4½ Stunden, bis die volle Kapazität wiederhergestellt ist. Nutzt man die Qi-Ladefunktion, erhöht sich die benötigte Zeit logischerweise, hier waren es vergleichsweise satte 7-8 Stunden. Ich habe einmal verschiedene Geräte an die Powerbank angeschlossen – allesamt über USB, das Lumia 650 mittels Adapters auch kabellos. Nach einer Stunde an der Powerbank konnten die folgenden Steigerungen der Akkustände in Prozenten festgestellt werden:

  • iPhone 7 (1.960 mAh): +47 Prozent (von 8% auf 55%), etwa 2-3 Ladungen
  • iPhone 6s (1.700 mAh): +56 Prozent (von 22% auf 78%), etwa 2-3½ Ladungen
  • iPad mini 4 (5.142 mAh): +18 Prozent (von 75% auf 93%), etwa 1-1½ Ladungen
  • Lumia 650 (2.000 mAh)
    • über USB: +49 Prozent (von 34% auf 83%), etwa 2-3 Ladungen
    • kabellos: +23 Prozent (von 11% auf 34%), etwa 1-2 Ladungen

Wie man sehen kann: kabellos ist die Verlustleistung in beide Richtungen erwartungsgemäß um einiges höher – dafür aber hat man eben auch einen (wie ich finde) großen Komfortgewinn. Es ist eben wie ich finde ganz angenehm, wenn man die Powerbank selbst einfach nur aus dem Rucksack nehmen muss und statt an ein Kabel anzustöpseln einfach auf die Qi-Ladestation werfen kann. Die zur Ladung benötigte Zeit ist zwar höher, dafür aber kann sie ja auch die Nacht über auf der Ladestation liegen, geht daher für mich in noch Ordnung.

Nun aber zu einem Punkt, der neben der langen Ladedauer einen großen Minuspunkt bildet: Mir war es nicht möglich, mit der Qi Plate und einem entsprechenden Kabel mein Nexus 5X aufzuladen. Dieses besitzt einen USB-Type-C-Anschluss und Unterstützt Fast Charging, irgendwie wollte dies aber nicht. Der Ladevorgang springt kurz an, bricht aber nach einer Sekunde wieder ab und die Powerbank schaltet sich ab. Woran es nun genau liegt – ob es an der Spannung von USB-C liegt oder an der erhöhten möglichen Spannung für Fast Charging – kann ich nicht sagen, auch der Support half hier nicht wirklich weiter.

Und so werden eigentlich alle Vorteile der Inline QiPlate, nämlich das einfache, kabellose Laden der Powerbank selbst, über den Haufen geworfen. Mit den angeschlagenen 50+ Euro gehört sie nicht zu den günstigsten ihrer Wert, weswegen schon einmal die Verarbeitung und auch die Wahl der Materialen hätte besser ausfallen müssen. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist bei der der Konkurrenz rund um Anker, Choetech und Co. einfach höher, inklusive einer wertigeren Verarbeitung und Materialienwahl. Und so wäre das kabellose Aufladen des externen Akkus das einzig verbliebene Alleinstellungsmerkmal. Diesem aber stehen die Probleme mit dem Nexus 5X gegenüber, die ich mir nicht erklären kann – immerhin die erste Powerbank, die hier Probleme machte. Und da USB-C eben die Zukunft ist: Die QiPlate ist es leider nicht…

Dieser Artikel wurde mir vom Hersteller als Testmuster zur Verfügung gestellt. Mehr Infos

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