Keystroke Pro 2 visualisiert Tastatureingaben auf dem Mac

Marcel Am 13.07.2021 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:39 Minuten

Die Mac-App Keystroke Pro könnte dem ein oder anderen Mac-Nutzer bereits ein Begriff sein. Die App von Martin Lexow macht sämtliche Tastatureingaben auf dem Bildschirm sichtbar – egal ob ihr diese nur kurz betätigt oder gedrückt haltet. Dies kann praktisch sein, wenn ihr beispielsweise digitale Workshops abhaltet, egal ob nun in Echtzeit per Teams, Zoom und Co. oder aber als Video. Nachdem Martin vor knapp zwei Monaten den Cursor Pro in Version 2 veröffentlicht hat, mit dem sich selbiges auch für den Mauszeiger bewerkstelligen lässt, hat er nun auch Keystroke Pro von Kern auf runderneuert. Und dies ist tatsächlich der Fall: Während die erste Version auf die Accessibility-Features von macOS zugegriffen und hat es daher nie in den Mac App Store geschafft hat, setzt die Version 2 auf neue Schnittstellen und wurde daher von den App-Store-Türstehern durchgewunken.

Keystroke Pro setzt dabei auf eine hohe Anpassungsmöglichkeit. Zum Beispiel könnt ihr bei der Darstellung der Tastaturanschläge aus drei Designs wählen und diese zusätzlich farblich nach Belieben anpassen. Ebenso lassen sich die Größe, Dauer und Position der Anzeige auf dem Bildschirm festlegen – wer mehrere Bildschirme verwendet, der kann die Visualisierung der Tasten wahlweise auf einem, auf allen oder ausgewählten Bildschirmen einblenden lassen. Von Haus aus zeigt Keystroke Pro sämtliche Tastenanschläge an, also auch simple Tippereien. Ist dies nicht von euch gewünscht, lassen sich auch nur Tastenkombinationen mit Modifiern (sprich Command, Option, Control und Shift) anzeigen. Kommt letztlich darauf an, was ihr so visualisieren wollt – in Photoshop beispielsweise reicht ein Buchstabe bereits aus, um das ausgewählte Werkzeug zu wechseln.

Alles in allem ein gelungenes Tool, welches wie von Martin gewohnt einen großen Wert auf Privatsphäre liegt. Keystroke Pro baut zu keiner Zeit eine Verbindung zu einem Server auf und Tastatureingaben werden auch auf dem lokalen Rechner weder analysiert oder gespeichert. Solltet ihr einmal ein Passwort mit aktiviertem Keystroke Pro eingeben, werden die Eingaben nicht auf dem Bildschirm angezeigt. Falls ihr also zur Zielgruppe der Videocall- und Video-Erklärbären gehören solltet, dann kann ein Blick auf Keystroke Pro 2 und auch den Maus-Pendant Cursor Pro 2 nicht schaden. Gerade bei regelmäßiger (semi-professioneller) Nutzung sind die angeschlagenen 15 Euro in meinen Augen gut angelegt – denn oftmals besitzen die verfügbaren und aktiv gepflegten Alternativen wie zum Beispiel das Open-Source-Tool KeyCastr nur die rudimentäreren Funktionen.

‎Keystroke Pro
‎Keystroke Pro
Entwickler: IXEAU
Preis: Kostenlos

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