Mac-Backups: Carbon Copy Cloner in Version 5 erschienen

Marcel Am 26.08.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:51 Minuten

Die meisten Nutzer dürften sich bezüglich der hoffentlich vorhandenen Datensicherung sicherlich auf Apples Time Machine verlassen. Ist immerhin eine der einfachsten Lösungen: Server (oder Laufwerk) verbinden, den Rest erledigt das System. Auch das Wiederherstellen von einzelnen Dateien oder ganzen Mac-Einrichtungen ist derart unproblematisch. Wer aber etwas mehr konfigurieren möchte, der wird früher oder später auf Carbon Copy Cloner stoßen; eine Backup-Software aus dem Hause Bombich, die ich bereits 2012 das erste mal vorgestellt habe. Carbon Copy Cloner besitzt zahlreiche Zusatzfeatures, mit denen sich Backupaufgaben planen lassen.

Besonders interessant ist für viele aber die Möglichkeit, Festplatten 1:1 klonen zu können, sodass man im Fall des Falles direkt von der Backupplatte den Mac starten kann. Nun haben die Entwickler eine runderneuerte Version 5 veröffentlicht, nachdem man die Beta knapp einen Monat lang getestet haben. Die wohl wichtigste Änderung: Carbon Copy Cloner 5 kann nun auch bootfähige Kopien von Festplatten anfertigen, auf denen das neue Apple-Dateisystem AFPS läuft, welches mit dem kommenden macOS High Sierra veröffentlicht wird. Darüber hinaus werden Mountain Lion und Mavericks nicht mehr unterstützt, macOS Yosemite stellt nun die Mindestvoraussetzung dar.

Aber auch abseits des neuen Dateisystems und der sichtlich überarbeiteten und verfeinerten Oberfläche gibt es verschiedene Neuerungen. Einsteiger werden dank der neuen „Cleaning Guides“ durch den Prozess des Anlegen von Backups und die Wiederherstellung von Installationen geleitet und es lassen sich UI-Tips einblenden, um die einzelnen Funktionen der Oberfläche kurz erläutert zu bekommen. Über die Gruppenpläne lassen sich unterschiedliche Backup-Aufgaben zur gleichen Zeit durchführen und Backup-Tasks lassen sich nun exportieren und wieder importieren.

Die neue „Preview Total Data to be Copied“-Funktion in Kombination mit den umfangreichen Filteroptionen für auszuschließende Dateien und Ordner zeigt bereits vor dem Kopiervorgang an, welche Dateien kopiert werden und der ebenfalls neue „Simple Mode“ bietet eine flotte Möglichkeit, eine Datensicherung zu erstellen: Lediglich Quell- und Zielplatte auswählen, fertig. Des Weiteren lassen sich Aufgaben nun auch schnell über die neu entwickelte Menübar-App starten und deren Fortschritt betrachten.

Wie gesagt: Wer mehr Kontrolle über seine Backups haben oder „echte“ Datensicherungen durchführen möchte, der kommt an Carbon Copy Cloner meiner Meinung nach nicht vorbei. Preislich gibt es eine private Lizenz für rund 35 Euro, diese darf auf allen Macs im Haushalt eingesetzt werden – die Pro-Lizenz für die gewerbliche Nutzung liegt bei etwa 90 Euro. Wer bereits eine der Vorgängerversionen nutzt, der bekommt das Update mit einem Rabatt in Höhe von 50 Prozent, eine faire Sache. Und wer nicht die Katze im Sack kaufen möchte, der schaut sich zuvor die Testversion an, die sich 30 Tage lang uneingeschränkt nutzen lässt.

Zur Webseite des Carbon Copy Cloner

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