Mac: Produktiv-App Alfred 5 mit neuem Workflow-Editor und mehr veröffentlicht

Marcel Am 14.07.2022 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:31 Minuten

Das Produktivwerkzeug Alfred dürfte sicherlich einigen Mac-Nutzern ein Begriff sein, insbesondere wenn man möglichst viele Workflows flott mit der Tastatur und automatisiert erledigen möchte. Wirkt auf den ersten Blick wie das in macOS Integrierte Spotlight, der Vergleich hinkt aber: Denn das Starten und Anwendungen oder simple Rechenaufgaben oder ähnliches ist eine der leichtesten Übungen von Alfred. Vielmehr ist neben der Erstellung von Workflows mit nacheinander ablaufende Aufgaben die Erweiterbarkeit eine der großen Stärken des Tools, die zu einer fast grenzenlose anmutenden Zahl an Möglichkeiten führen. Muss man sich definitiv einarbeiten und eingewöhnen und auch wenn es inzwischen zahlreiche ähnlich gestrickte Lösungen gibt, schwören nicht wenige Nutzer wohl auch zurecht weiterhin auf Alfred. Nun hat Entwickler Andrew Pepperrell rund drei Jahre nach dem letzten großen Release Alfred 5 an den Start gebracht.

Die größte Neuerung stellt der von Grund auf neugeschriebene Workflow-Editor dar, der nun leistungsfähiger, effizienter, benutzerfreundlicher und zugänglicher sein soll. So wurden unter anderem Tastaturkürzel zum Suchen und Einfügen von Workflow-Objekten, neue Mausinteraktionen und eine anpassbare, durchsuchbare Auswahl von Workflow-Elementen implementiert. Aus den Workflow-Paletten heraus lassen sich Objekte durchsuchen und direkt in die Arbeitsfläche ziehen, per ⌥ können auch automatisch Verbindungen zu anderen ausgewählten Objekten hergestellt werden. Häufig verwendete Objekte können in eine Favoritenliste verfrachtet werden und wer mag, der kann zwischen eine vollständigen und kompakten Seitenleiste wählen oder sie dynamisch ein- und ausblenden lassen.

Ebenfalls neu sind die so genannten Workflow Prefabs, mit denen sich vorkonfigurierte Objekte oder Gruppen von verbundenen Objekten in der Workflow-Palette sichern lassen und so schnell und einfach in anderen Workflows wiederverwendet werden. Jene Prefabs sollen sich mit zukünftigen Updates dann auch exportieren und mit anderen Nutzern teilen lassen. Apropos Teilen: Wer Workflows erstellt mit dem klaren Ziel, diese anschließend zu teilen, der kann von Version 5 an benutzerseitige Einstellungen hinzufügen, damit diese für Benutzer einfacher zu installieren und einzurichten sind. Hierzu unterstützt die Readme-Datei für Workflows nun Teile des Markdown-Syntax und Konfigurationselemente können mit Standardwerten versehen oder als erforderlich markiert werden. So ist sichergestellt, dass der interessierte Benutzer den Workflow ordentlich konfiguriert hat.

Die neue Automation Task-Sammlung bietet eine wachsende Sammlung vorkonfigurierter Aktionen, die sich ohne Code-Teile direkt in Workflows übernehmen lassen. Dies kann zum Beispiel die Größenänderung von Bildern, das Verschieben von Dateien oder auch der Aktivierung des dunklen Modus von macOS. Geht ein wenig in die Richtung von der Speicherung und Wiederverwendung erstellter Objekte in der Workflow-Palette, ist aber deutlich simpler, da die Aktionen eben schon komplett fertig sind. Dennoch richtet sich die Sammlung laut Entwickler sowohl an Nicht-Entwickler als auch an fortgeschrittene Workflow-Ersteller. Letztere bekommen in Zukunft noch ein neues Spielzeug an die Hand: Das Tool zur Aufgabenentwicklung soll veröffentlicht werden, sodass die nicht kleine Alfred-Community eigene Aufgabenaktionen erstellen und teilen kann.

Die oben genannten Punkte stellen aber lediglich die größten Neuerungen dar. Ebenfalls ist es nun möglich, macOS-Shortcuts in Workflows ausführen zu können, die VoiceOver- und Barrierefreiheitsfunktionen von macOS wurden besser in Alfred integriert und due Suche wurde weiter verbessert. Sämtliche Änderungen könnt ihr bei Interesse an dieser Stelle einsehen, das Changelog ist alles andere als kurz geraten. Preislich hat sich an Alfred nichts geändert: Die Basisversion lässt sich kostenlos nutzen, um aber alle Produktivitätsfeatures (vor allem die Workflows) nutzen zu können, muss das Powerpack erworben werden. Dieses schlägt mit umgerechnet rund 40 Euro für eine Version oder 70 Euro für lebenslange Updates zu Buche. Wer bereits eine Lizenz besitzt, der kann diese kostenlos (von Version 4) oder zu einem rabattierten Preis auf die aktuellste Version aktualisieren.

Quelle Alfred

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