macOS: AutoMounter bindet (verschiedene) Netzlauf­werke automa­tisch ein

Am 18.10.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:31 Minuten

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Wem es vielleicht schon aufge­fallen ist: mit macOS Sierra hat Apple die Möglichkeit entfernt, Netzlauf­werke nach einem System­start automa­tisch mounten zu können. Mussten die Anmel­de­daten für NAS und Co. vormals nur einmal einge­geben werden, erfordert Sierra nun nach jedem Neustart und Login eine Bestä­tigung der Anmel­de­daten – erst dann werden die Netzlauf­werke in macOS einge­bunden. Apple verweist zwar auf die System-Sicherheit, ist dennoch mehr als nervig. Diese Probleme aber lassen sich mit einer kleinen App mit dem Namen AutoMounter besei­tigen, auch wenn der eigent­liche Sinn der App etwas anderer Natur ist. 

Was macht AutoMounter? Im Grunde das, was der Name sugge­riert: Er bindet automa­tisch Netzlauf­werke via SMB, AFP und NFS in macOS ein. Ist nicht nur unter macOS Sierra eine kleine Notlösung zum oben beschrie­benen „Problem“, ursprünglich ist AutoMounter aber für jene Nutzer entwi­ckelt worden, die ihr MacBook zum Beispiel Zuhause und auf der Arbeit nutzen und so unter­schied­liche Server in den Finder einbinden. Bekanntlich hatte macOS schon immer Probleme damit, bekannte Netzlauf­werke nach einem Wechsel des Netzwerks automa­tisch erneut einzu­binden.

AutoMounter
Entwickler: Andrew Hamer-Adams
Preis: 6,99 €
  • AutoMounter Screenshot
  • AutoMounter Screenshot
  • AutoMounter Screenshot

Zuerst einmal müsst ihr die gewünschten Server in der Menübar-App hinter­legen, wobei AutoMounter die meisten Server bereits beim kurzen Scan aufspürt und euch dann auch zur Auswahl anbietet. Hier könnt ihr auch festlegen, dass der Versuch der Verbindung zu diesem Server nur dann durch­ge­führt werden soll, wenn ihr euch in einem bestimmten WiFi-Netzwerk aufhaltet – spart unter Umständen Akku. Im nächsten Schritt müsst ihr dann noch die gewünschte Freigabe hinzu­fügen, also den jewei­ligen Pfad auf dem Server – ihr könnt auch mehrere Ordner als eigen­ständige Freigaben hinzu­fügen.

Funktio­nierte ohne Probleme und „fixt“ zwei nervige Mac-Probleme. Einziger kleiner Haken: Mit den angeschla­genen 9,99 Euro ist AutoMounter alles andere als günstig, ganz im Gegenteil empfinde ich den Preis ehrlich gesagt als etwas hoch gegriffen – was inzwi­schen aber leider ja auch keine Seltenheit mehr darstellt. Wer aller­dings das geänderte Verhalten von macOS Sierra als nervig empfindet oder eben wirklich an unter­schied­lichen Orten verschiedene Netzlauf­werke in seinen Finder einbindet, der sollte sich die kleine App unbedingt einmal ins Auge fassen.