Nostalgiegflüster: Die Vorstellung der CD im Jahre 1982 im US-Fernsehen

Marcel Am 30.07.2022 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:50 Minuten

In diesem Jahr wird die gute alte Compact Disc – kurz CD – bereits 40 Jahre alt. Gut, nicht ganz, denn die Vorstellung des durch Philips, Sony und Bayer entwickelten ersten digitalen Tonträgers fand bereits im Jahr 1981 auf der Funkausstellung in Berlin statt. Aber ohne Abspielgerät wenig nutzbar und so erfolgte der offizielle Marktstart zusammen mit dem ersten von Sony in Serie produzierten CD-Player CDP-101 erst im Herbst 1982. Was dann folgte, dürfte jedem bekannt sein: Innerhalb weniger Jahre wurde die CD DAS optische Speichermedium. Vinyl-Platten und Kassetten erwischte es als erstes, etwas später mit preislich für den Massenmarkt tauglichen CD-Brennern auch die ehrwürdige VHS, die aber erst mit der Weiterentwicklung zur DVD wirklich ausgedient hatte. Weitere digtale-optische Speichermedien folgten, aber keines konnte den Erfolg der CD wiederholen – sieht man von besagter DVD und der abermaligen Weiterentwicklung namens BluRay ab.

Heute dominiert natürlich der Streaming-Markt, sowohl für Musik als auch für Videos. Hier und da gibt es noch ein paar Sammler und Liebhaber, dennoch sind die CD und ihre fortschrittlicheren Ableger weitestgehend verschwunden – und dann sind eher die noch älteren Vinyl-Platten und Audio-Kassetten das Objekt der Begierde. Ob man sich das im Jahre 1982 so ausgemalt hätte? Da nämlich wurde die CD noch als gigantische Neuheit gepriesen – unter anderem im unten eingebetteten Archiv-Ausschnitt aus der ABC-Sendung „Towards 2000„. Es wird sicherlich auch damals kluge Köpfe gegeben haben, die die CD lediglich als weiteres Puzzleteil des technischen Fortschritts gesehen haben – glaube aber auch, dass man sich einen Fortschritt zur CD nur schwer vorstellen konnte. Zumindest schwieriger, als in heutiger Zeit, die so schnelllebig geworden ist, dass es ein „Mehr geht nicht“ eigentlich kaum noch über die Lippen kommen dürfte.

Und zum Ende noch ein paar unnütze Fakten für die nächste Klugscheiß-Runde: Die ursprüngliche Kapazität von 74 Minuten (entspricht einem Datensatz von 650 MB) einer CD geht darauf zurück, dass der damalige Sony-Vizepräsident und Opernsänger unbedingt Beethovens letzte vollendete Sinfonie – richtig, die 9. Sinfonie in d-Moll op. 125 –  auf einem einzigen Tonträger haben wollte und sich die Techniker dafür an der längsten Fassung orientiert haben. Ob es nun wirklich so war oder der Fakt in den Reich der Mythen gehört, lässt sich heute nicht mehr sichre sagen. Als eines der ersten Alben wurde ABBAs „The Visitors“ im November 1982 auf CD veröffentlicht – in den USA dauerte der Wechsel noch etwas länger, dort war „Born in the USA“ von Bruce Springsteen das erste auf CD veröffentlichte Album. Und ganz nerdig: Will man zehn CDs in einem Regal auf unterschiedliche Arten arrangieren, hat man dazu 3.628.800 Möglichkeiten…

Quelle Reddit via Langweildichnet

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