Bildbearbeitung: Photomator für den Mac ist da – mit wenig Liebe für Bestandsnutzer

Marcel Am 16.05.2023 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:57 Minuten

Die Bildbearbeitung Photomator ist ab sofort auch für macOS verfügbar. Die Mac-App kann parallel zum iOS-Abo genutzt werden, ältere Bestandsnutzer schauen in die sprichwörtliche Röhre.

Sofern ihr auf dem iPhone oder iPad häufiger mal Fotos bearbeiten müsst und dabei mehr Werkzeuge an die Hand bekommen wollt, als die hauseigene Fotos.app von iOS bietet, seid ihr sicherlich auch mal an Photomator (bis April diesen Jahres noch Pixelmator Photo) gestoßen. Eine klasse Bildbearbeitung á la Lightroom, die neben etlichen manuellen Werkzeugen auch eine Reihe an KI-Tools mitliefert, die Bilder und Fotos mit wenigen Klicks interessanter aussehen lassen. In meinen Augen zählt Photomator zu den besten mobilen Bildbearbeitungs-Apps, der damalige Preis von 7,99 Euro hat sich definitiv gelohnt. Leider ist man inzwischen mit einem Abo-Modell unterwegs – und die 5,49 Euro pro Monat würde ich genauso wenig auf den Tisch legen, wie die 99 Euro für die lebenslange Einmalkauf-Lizenz. Aber gut, war bislang auch kein Thema für mich, denn als Bestandsnutzer hatte man bisher keinerlei Einschränkungen. Bis jetzt, denn ab sofort ist die bereits im August 2022 angekündigte Mac-Version von Photomator final veröffentlicht.

Die Mac-Version bringt eigentlich alle Funktionen mit, die man auch von den mobilen Anwendungen fürs iPhone und iPad kennteinschließlich des erwähnten KI-Werkzeugkastens, der Stapelbearbeitungsfunktion, nicht-destruktive Ebenenbearbeitung, Klon- und Reparaturwerkzeuge und etliches mehr. Auch optisch fühlt man sich schnell in gewohnten Gefilden. Im Grunde hat man die iPad-App hergenommen und kleinere Anpassungen an die Mac-Bedienung mit Tastatur und Maus und dem Mehr an zur Verfügung stehendem Platz vorgenommen. Dies ist aber auf keinen Fall als negativer Kritikpunkt zu verstehen, denn abgesehen vom ähnlichen Aufbau handelt es sich bei der Mac-Version um keine lieblose Catalyst-Portierung, sondern um eine von Grund auf nativ für macOS entwickelte App. Dies soll laut Entwicklern zu einer flüssigen und schnellen Reaktion führen, selbst beim Bearbeiten, Zoomen und Scrollen großer Bilder.

In Sachen Preis gibt es keine Abkehr vom Status Quo, auch Photomator für Mac wird wahlweise per Abo (5,49 €/Monat oder 54,99 €/Jahr) und Einmalkauf in Höhe von 99 Euro angeboten (aktuell für 69,99 Euro). Wer bereits ein Abonnement unter iOS abgeschlossen hat, der bekommt auch die Mac-Version oben drauf. Spannender war im Vorfeld die Frage, ob und wie man Bestandsnutzer berücksichtigt. Und das tut man, irgendwie zumindest. Denn wer Photomator gekauft hat, bekommt auch die Mac-Version als Dreingabe. Aber nur, wenn ihr die App nach dem 22. August 2022 gekauft habt, sprich für einen Hunni – dürfte wohl die Minderheit sein. Wer Photomator vor Einführung des Abos gekauft hat, dem bleibt neben dem teuren Einmalkauf nur das Abo und bekommt per App einmalige 50% Rabatt aufs erste Jahr. Aus wirtschaftlicher Sicht natürlich nachvollziehbar, dennoch bin ich gespannt, ob man sich nicht doch noch getötigt fühlt, nachzulegen…

‎Photomator by Pixelmator Team
‎Photomator by Pixelmator Team
Entwickler: Pixelmator Team
Preis: Kostenlos+

Quelle Pixelmator

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