[Quickie] Lumsing 5-Port-USB-Ladegerät im kurzen Test

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Inzwi­schen finden sich im Haushalt immer mehr Geräte, die sich mit einem simplen USB-Netzteil und -Kabel mit Strom befeuern lassen: Smart­phone und Tablet, Power­banks, Smart­watches und andere Wearables, Kameras, Bluetooth-Lautsprecher und was es sonst noch so gibt – je nach Haushalt auch noch in doppelter Ausführung. Nun hat man zwei Möglich­keiten: Entweder man hängt eine Mehrfach­steckdose an die Steckdose und nutzt so für jedes Gerät einen einzelnen Netzstecker – oder aber man nutzt ein Ladegerät, welches gleich mehrere USB-Ports vereint. Und ein solches ist zum Beispiel das Lumsing Wandla­de­gerät mit 5 USB-Buchsen.

Optisch muss man eigentlich gar nicht viel zu dem Wandla­de­gerät sagen, ganz zweck­mäßig und ohne besondere Akzente – die Oberfläche ist übrigens leicht „sandstein­ähnlich“ angeraut. Ist in meinen Augen aber auch unwichtig, vielmehr geht es um die Qualität an sich und hier macht das Lumsing-Gerät einen sehr guten Eindruck. Stabile Materialien (wenn auch Kunst­stoff), keinerlei auffällige Spaltmaße, saubere Verar­beitung. Dies gilt sowohl für das Gehäuse an sich, als auch für den Eurostecker oder die fünf USB-Ports an der Rückseite. Sauber ausge­fräst, fest und vor allem symme­trisch verar­beitet – man muss hier nicht erst etwas den Stecker herum­schieben, wie es bei günsti­geren Geräten gerne mal der Fall ist. 

Kleiner Design-Fehler: Der Eurostecker, denn dieser ist meiner Meinung nach in der falschen Orien­tierung angebracht worden. Die meisten Steck­dosen dürften so verbaut sein, dass sich die beiden Öffnungen (haben die eigentlich eine bestimmte Bezeichnung?) horizontal auf einer Linie befinden – oder wie man es auch beschreiben möchte. Dann aber steckt das Wandla­de­gerät quasi quer in der Steckdose. Hält dennoch sicher und ohne groß zu wackeln. Dennoch sieht das ganze ein wenig merkwürdig aus, eine um 90 Grad gedrehte Montage des Euroste­ckers wäre irgendwie logischer gewesen, aber nun ja.

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Das Ladegerät besitzt vier reguläre USB-Ports, die jeweils 2,4 Ampere liefern können. Bei dem fünften orange­far­benen USB-Port handelt es sich um einen Quick-Charge-2.0-Port, der einen Ladestrom von 8A/5V, 1,67A/9V und 1A/12V besitzt. Aller­dings sind die Angaben ein wenig irreführend, denn die maximale Ausgangs­leistung aller USB-Ports zusammen beträgt lediglich 6 Ampere. Heißt also: Sind fünf Geräte angeschlossen, gibt es maximal 1,2 Ampere. Dies ist noch genug Saft, um alle angeschlos­senen Geräte laden zu können – es dauert dann aber eben länger. Sollte ein Gerät weniger Ampere benötigen, steht für die anderen mehr zur Verfügung. 

Ich habe mal aus „Spaß an der Freud“ (und für einen flotten Praxis-Test) ein paar Geräte angeschlossen: Das iPhone 7, das iPhone 6s, einen Teufel BAMSTER, ein iPad mini 4 und das Nexus 5X am Quick-Charge-Port (auch wenn das 5X nur „Fast Charge“ unter­stützt). Nach rund einer Stunde habe ich dann mal geschaut, um wieviel Prozent die Akkus so geladen wurden. Die Ergeb­nisse sehen dabei wie folgt aus: 

  • iPhone 7: plus 71 Prozent (1391 mAh, von 12% auf 83%)
  • iPhone 6s: plus 61 Prozent (1046 mAh, von 9% auf 70%)
  • Teufel BAMSTER: plus 60+ Prozent (1440 mAh, von 40% auf 100%)
  • iPad mini 4: plus 33 Prozent (1690 mAh, von 48% auf 81%)
  • Nexus 5X: plus 53 Prozent (1431 mAh, von 31% auf 84%)

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Die Werte sind also in Ordnung. Unter Umständen nicht mit der Einzel­ladung zu vergleichen – dafür aber sind eben auch bis fünf Geräte angeschlossen, die dann im Schnitt nach etwa 2 Stunden geladen sein dürften. Was mir hierbei aufge­fallen ist: Steckt man das Ladegerät ohne angeschlossene Geräte in die Steckdose, ist ein leises Summge­räusch zu vernehmen. Nicht laut, aber in absolut ruhigen Räumen wie zum Beispiel im Schlaf­zimmer doch für einige störend. Ist nun ein Gerät angeschlossen, verschwindet das Geräusch wieder, sobald der Ladestrom eine bestimmte Höhe erreicht – beim iPhone war dies der Fall, während das Fitbit und die Apple Watch das Ladegerät weiterhin summen ließen. 

Dieses Summen wäre aber auch (neben dem „Design­fehlers“ des Steckers) der einzige wirkliche Kritik­punkt, denn der Rest des Ladege­rätes hinter­lässt einen absolut soliden Eindruck. Für rund 20 Euro bekommt ihr mit dem Lumsing 5-Port-Lader ein gut verar­bei­tetes Wandla­de­gerät, dessen Leistung im Vergleich zu hochprei­sigen Modellen sicherlich verbes­se­rungs­fähig ist, gleich­zeitig aber eben auch nur eine einzige Steckdose in Beschlag nimmt – gerade in Hotel­zimmern oder Apart­ments mit wenig erreich­baren Steck­dosen ein „must have“, mit dem sich der „Ladestress“ verringern lässt.