Sharp Corner R: Konzept-Smart­phone mit abgerun­deten Ecken. Shut up and take my money.

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Es gibt häufiger mal Konzept-Render­gra­fiken von Martin Hajek und Co., in der die (Hobby-)Designer ihre Smart­phone-Ideen präsen­tieren. Die Mockups sind oftmals zwar ästhe­tisch äußerst gelungen, nicht weniger häufig fehlt es aber an entspre­chender (bezahl­baren) techni­schen Entwick­lungen. Anders sieht es hingegen bei einem aktuellen Konzept des Display-Produ­zenten Sharp aus, seines Zeichens inzwi­schen zum chine­si­schen Auftrags­fer­tiger Foxconn gehörender, ehema­liger Markt­führer für LCD-Panels. Diese haben nun im Rahmen der Ceatec-Messe in Japan mit dem Sharp Corner R ein Konzept-Smart­phone präsen­tiert, welches sich vor allem durch eine recht spekta­kuläre Display-Front auszeichnet. 

Fast rahmenlose Smart­phones sind inzwi­schen machbar, wie Samsung mit ihrer Edge-Reihe eindrucksvoll gezeigt hat. Sharp ist nun noch einen Schritt weiter gegangen und hat mit dem Corner R ein Konzept vorge­stellt, bei dem die hauseigene Free-Form-Display-Techno­logie zum Einsatz kommt, mit der sich Displays in nahezu belie­biger Form produ­zieren lassen. Im Falle des Corner R handelt es sich um ein 5,2 Zoll großes FullHD-Display, welches nicht nur einen minimalen Rahmen besitzt, sondern vor allem auch bis in die „runden Kanten“ hineingeht. Sieht äußerst beein­dru­ckend aus und toppt in meinen Augen das gebogene Display der Edge-Smart­phones.

Aller­dings werden wir das Smart­phone so nicht in die Hände bekommen, es handelt sich eben wie gesagt um eine reine Tech-Demo des aktuell machbaren. Aufgrund der bereits bestehenden Partner­schaft zwischen Apple und der Konzern­mutter Foxconn liegt eine Nutzung in einem wohl 2018 kommenden iPhone 8 sicherlich nahe – aller­dings baut Foxconn bekanntlich auch für duzende andere Hersteller Smart­phones, Tablets und andere mobile Geräte (unter anderem auch für Nintendo, Sony und Microsoft) und diese sind oftmals bei experi­men­tellen Neuerungen ein wenig flotter als Cupertino.

Aber egal, ob das Gerät dann mit iOS oder Android laufen würde, die Oberfläche muss auf jedenfall angepasst werden, denn immerhin „verliert“ man einen kleinen sicht­baren Display-Teil, demnach müsste die Status­leiste an die runden Ecken angepasst werden. Ist aber sicherlich das kleinere Problem – ebenso wie ein eventuell schlech­terer Bedien­komfort, den man mit einer Handflä­chen­er­kennung in den Griff bekommen dürfte. Meiner­seits stellt sich vielmehr die Frage, wo man in einem vollflä­chigem Display die Front­kamera und die Ohrmu­schel unter­bringen sollte… 

Quelle The Verge via mobiFlip