Sharp Corner R: Konzept-Smartphone mit abgerundeten Ecken. Shut up and take my money.

Marcel Am 08.10.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:32 Minuten

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Es gibt häufiger mal Konzept-Rendergrafiken von Martin Hajek und Co., in der die (Hobby-)Designer ihre Smartphone-Ideen präsentieren. Die Mockups sind oftmals zwar ästhetisch äußerst gelungen, nicht weniger häufig fehlt es aber an entsprechender (bezahlbaren) technischen Entwicklungen. Anders sieht es hingegen bei einem aktuellen Konzept des Display-Produzenten Sharp aus, seines Zeichens inzwischen zum chinesischen Auftragsfertiger Foxconn gehörender, ehemaliger Marktführer für LCD-Panels. Diese haben nun im Rahmen der Ceatec-Messe in Japan mit dem Sharp Corner R ein Konzept-Smartphone präsentiert, welches sich vor allem durch eine recht spektakuläre Display-Front auszeichnet.

Fast rahmenlose Smartphones sind inzwischen machbar, wie Samsung mit ihrer Edge-Reihe eindrucksvoll gezeigt hat. Sharp ist nun noch einen Schritt weiter gegangen und hat mit dem Corner R ein Konzept vorgestellt, bei dem die hauseigene Free-Form-Display-Technologie zum Einsatz kommt, mit der sich Displays in nahezu beliebiger Form produzieren lassen. Im Falle des Corner R handelt es sich um ein 5,2 Zoll großes FullHD-Display, welches nicht nur einen minimalen Rahmen besitzt, sondern vor allem auch bis in die „runden Kanten“ hineingeht. Sieht äußerst beeindruckend aus und toppt in meinen Augen das gebogene Display der Edge-Smartphones.

Allerdings werden wir das Smartphone so nicht in die Hände bekommen, es handelt sich eben wie gesagt um eine reine Tech-Demo des aktuell machbaren. Aufgrund der bereits bestehenden Partnerschaft zwischen Apple und der Konzernmutter Foxconn liegt eine Nutzung in einem wohl 2018 kommenden iPhone 8 sicherlich nahe – allerdings baut Foxconn bekanntlich auch für duzende andere Hersteller Smartphones, Tablets und andere mobile Geräte (unter anderem auch für Nintendo, Sony und Microsoft) und diese sind oftmals bei experimentellen Neuerungen ein wenig flotter als Cupertino.

Aber egal, ob das Gerät dann mit iOS oder Android laufen würde, die Oberfläche muss auf jedenfall angepasst werden, denn immerhin „verliert“ man einen kleinen sichtbaren Display-Teil, demnach müsste die Statusleiste an die runden Ecken angepasst werden. Ist aber sicherlich das kleinere Problem – ebenso wie ein eventuell schlechterer Bedienkomfort, den man mit einer Handflächenerkennung in den Griff bekommen dürfte. Meinerseits stellt sich vielmehr die Frage, wo man in einem vollflächigem Display die Frontkamera und die Ohrmuschel unterbringen sollte…

Quelle The Verge via mobiFlip

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