Sodastream Crystal: Wassersprudler ausprobiert

Marcel Am 05.02.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:40 Minuten
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Mal wieder etwas, was sicherlich etwas abseits der üblichen Technik wie Smartphones und Co. liegt, mir aber dennoch ein kurzer Artikel wert war: der Sodastream Crystal. Sodastream kennen die meisten sicherlich noch aus den späten 90ern oder den frühen 2000er Jahren, der Hochzeit von Sodastream. Auch ich besaß damals einen derartigen Wassersprudler, allerdings fiel dieser irgendwann der Vergessenheit zum Opfer, denn das Kunststoff-Gehäuse und die Kunststoff-Flaschen waren nicht gerade langlebig und auf die Nutzung vieler Jahre ausgelegt. Doch als ich nun auf das neuste Modell der Reihe gestoßen bin – dem Sodastream Crystal – keimte das Thema mal wieder auf. Bevor ich meine Gedanken und Beweggründe zum Sodastream beschreibe, beschäftigen wir uns aber erst einmal mit Gerät und Co. an sich.

Statt einem billiges Plaste-Gerät und noch billiger anmutenden PET-Flaschen kommt der Crystal in einem doch recht ansehnlichen, dunkel gehaltenen Alu-Look daher und auch die Plastik-Flaschen hat man gegen bauchige Glas-Karaffen mit Riffelung an der Außenseite ausgetauscht. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass sie deutlich schicker aussehen, sondern sie lassen sich auch ohne Probleme in der Spülmaschine reinigen. Letzteres war mit den üblichen PET-Flaschen nicht möglich, daher waren sie auch gerne mal als Keimschleuder verschrieen – noch dazu dürften die Glasflaschen deutlich langlebiger sein. Einziger kleiner Nachteil der Flaschen: In Sachen Bruchsicherheit siegen die PET-Flaschen, des Weiteren beträgt die Füllmenge nur noch 0,6 Liter, statt bis zu einem Liter. Aber: damit kann ich leben, für den Sport oder die Uni fülle in dann eben in andere Flaschen um.

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Der Sodastream Crystal selbst ist ebenfalls deutlich moderner geworden und macht sich in der Küche deutlich besser. Zwar besteht auch hier der Großteil des Gehäuses aus Kunststoff die Verarbeitung ist allerdings sehr gut und die einzelnen Teile machen einen stabilen Eindruck. Die Verschleissteile, wie zum Beispiel der Verschluss des Flaschenbehälters, ist aus Metall gefertigt, dürfte also ein paar Jahre durchhalten. Ansonsten? Jau, gefällt mir wie gesagt optisch sehr gut und sieht um Lichtjahre besser aus, als die ersten Sodastream-Modelle aus weißer Plaste.

sodastream-crystal-5Bevor man aber loslegt, muss der Sprudler mit einem Kohlensäure-Zylinder gefüttert werden. 60 Liter, reichen je nach Vorliebe für etwa 60 Liter aus, danach muss dieser ausgetauscht werden. Zu haben sind die Zylinder in fast jedem Getränkemarkt und auch viele Supermärkte tauschen leere Zylinder gegen volle aus, Kostenpunkt etwa 5-6 Euro für den Tausch (bei neuen Zylindern kommt noch ein Batzen Pfand hinzu). Allerdings empfiehlt es sich, sich einen zusätzlichen Zylinder anzuschaffen, sodass man nicht auf dem Trockenen sitzt, wenn der Zylinder leer geht. Zum Einsetzen wird einfach die Rückabdeckung entfernt, der Zylinder eingeschraubt, fertig. Easy peasy.

Noch einfacher ist das Besprudeln der Flaschen. Die Flaschen bis zur Markierung mit Wasser füllen, in den Behälter stellen und diesen Verschließen. Geht ganz einfach von der Hand, es ist also kein umständliches Einschrauben der Flaschen mehr notwendig. Ist alles verschlossen, drückt man nun ein bis drei oder vier Mal kurz auf den oberen Knopf, woraufhin das Wasser mit Kohlensäure angereichert wird. Je häufiger man drückt, umso mehr Kohlensäure – müsst ihr also ausprobieren, wie viel ihr drin haben wollt, ich bevorzuge drei oder vier Schübe. Danach wird die Verriegelung wieder geöffnet, der Behälter kippt automatisch leicht nach vorne und das war es dann auch schon. Wirklich: Bedienung für doofe.

Joa und schon hat man sein Wasser. Nun bin ich kein großer Freund von Wasser, aber auch dafür gibt es natürlich etwas: die Sirups. Im Grunde lässt sich jedes Sirup ins Wasser geben, Sodastream selbst hat aber rund 30 verschiedene Sorten im Angebot – mit Zucker, ohne Zucker, Bio-Qualität… Von Klassikern wie Cola, Orange, Mandarine und Co. gibt es neuerdings auch Sorten wie Energy, Ginger Ale, Isodrink (Grapefruit), „Natural“ für Fruchtsorten und etliches mehr. Tipp: Media Markt und Saturn verkaufen diese für rund vier Euro (zum Beispiel auf eBay), einen günstigeren Preis habe ich auf meiner Suche nicht auffinden können.

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Geschmack der Sirups? Ist natürlich ganz subjektiv und kommt vor allem darauf an, wie viel Sirup ihr ins Wasser gebt. Gerade bei Cola und Energy hat man gerne mal die „großen“ Hersteller im Hinterkopf, an diesen Geschmack werdet ihr mit Sirup aber sicher nicht herankommen. Wer aber auf die Eigenmarken der Discounter setzt, der bekommt diesen Geschmack ohne Weiteres hin. Ich mische Cola gerne mit etwas Wasser (dann nicht so süß), nach einiger Zeit hatte ich dann auch die Mischung mit dem Sirup raus. Empfehlung? Energy und Ginger Ale haben mich persönlich vollends überzeugt, gerade ersteres war eine dicke positive Überraschung. Wer es natürlicher mag: Man kann auch direkt etwas Minze oder Limette ins Wasser geben und mitsprudeln – schmeckt auch nicht schlecht, auch wenn es nur bedingt mein Geschmack ist.

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Nun stellt sich natürlich die Frage: Wieso einen Sodastream? Betrachten wir mal die Preise für den Liter Wasser, so dürfte sich ein Wassersprudler heutzutage nicht mehr wirklich rechnen. Leicht erhöhter Wasserverbrauch, die Kosten für die Kohlensäure-Zylinder und eventuell die Sirups. Vor 10-15 Jahren konnte man den Preis noch als Argument nehmen, damals™ war die 1,5l-Flasche Discount-Wasser für 19 Cent aber auch noch nicht denkbar. Man spart unter Umständen vielleicht ein paar Cents im Jahr, wirklich relevant ist dies aber heutzutage nicht mehr.

Stattdessen steht für mich eher der Komfort und der Umweltschutz an erster Stelle. Ich muss keine Getränke mehr die Treppe hinauftragen und beim Einkaufen daran denken, auch das Lagern und Wegbringen des Leerguts entfällt. Aber auch der Umwelt tut man etwas Gutes. Klar gibt es Wasser in Glasflaschen, der Großteil aber dürfte sicherlich auf Plastikflaschen setzen. Diese werden zum Teil recycled, zum Teil wandern sie nach dem Schreddern aber auch in den Müll. Schaut euch mal an, was so im Ozean herum schwimmt, da wird einem noch echt bange. Ich verzichte seit Monaten bereits auf jegliche Plastiktüten beim Einkaufen und nun kommen da noch die Plastikflaschen hinzu. Nur ein milliardstel weniger auf der Welt, aber irgendwo muss man ja mal anfangen.

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Das nur einmal kurz, wieso ich mich für den Sodastream entschieden habe. Ich habe den Crystal nun schon einige Wochen im Einsatz und kann sagen: bislang habe ich den Kauf nicht bereut. Die Anschaffungskosten sind am Anfang zwar nicht unerheblich, danach aber spart man aber eben immer etwas und muss keine Kisten oder Sixpacks mehr schleppen. Für rund 105 Euro gibt es das Gerät mit zwei Flaschen und einem Zylinder, für 125 Euro gibt es noch eine dritte Flasche hinzu. Ich habe mir außerdem noch direkt einen zweiten Zylinder und eine weitere Doppelpackung Glasflaschen dazu bestellt – passt soweit, aufrüsten kann man später immer noch.

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