Smarter Playlists: Spotify-Playlists automa­tisch per komplexem Editor erzeugen

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Spotify-Playlists sind eigentlich weit davon entfernt, kompli­ziert zu sein. Aller­dings gibt es nicht selten zwei Probleme: In den geteilten Playlists findet sich oft auch eine ganze Menge Schrott, den man eigentlich nicht hören möchte – im Gegensatz dazu kann es zeitauf­wendig und leicht nervig sein, wenn man sich passende Playlists zusam­men­stellen möchte. Ein recht komplexer, aber dennoch inter­es­santer Ansatz verfolgt ein neues Web-Tool der Musik-Blogger von Playlist Machinery, dass auf den Namen Smarter Playlists hört. Mit Hilfe der kleinen Web-App lassen sich Spotify-Playlists schnell und einfach zusammen klicken – vom Grundsatz her nach dem Prinzip „Nimm dies und mach das“. 

Dies erfordert aber gerade zu Beginn ein wenig Einge­wöhnung und einen Überblick darüber, was man mit der Web-App überhaupt so alles anstellen kann. Im Playlist-Editor gibt es eine ganze Reihe an verschie­denen Quellen und Faktoren, die man dann im Stile einer Prozess­dar­stellung mitein­ander verknüpfen kann. So könnt ihr zum Beispiel bestimmte Spotify-Playlists abgreifen, ganze Inter­preten oder Alben, Künstler- und Genre-Radios, die eigenen Top-Tracks und viele mehr. Außerdem bekommt ihr verschiedene Sortier-Optionen, Auswahl-Möglich­keiten, Filter und weitere Tags an die Hand, mit denen ihr die gewünschten Tracks weiter definieren könnt. 

Anwen­dungs­zwecke? Diese sind schier unendlich und eigentlich nur eurer Phantasie unter­worfen. Am einfachsten: Ihr könnt zum Beispiel zwei (oder mehrere) Playlists nehmen und diese kombi­niert in einer Playlist ablegen – und dabei doppelte Songs entfernen. Etwas komplexer ist dann schon folgendes Szenario: Nehme die aktuellen Top-Hits des Tages, lösche aus diesen alle Tracks aus den Playlists „Teen Party“ und „Teen Pop“ und mische diese entstandene Playlist durch. Oder noch ein drittes Beispiel: Nehme die Tracks aus der Playlist „Gothic Metal“, nehme von dieser die ersten 20 Tracks und füge die Top-Tracks der Band „Revenscry“ hinzu. 

Wie gesagt: Extrem umfang­reiche Geschichte, die aber eben genau deswegen so mächtig ist und mit ein wenig Erstaufwand regel­mäßig (die erstellten Filter lassen sich immer wieder neu ausführen) frische und ordent­liche Playlists generieren kann. Auf den ersten Blick mag das ganze noch recht wirr werden, hat man sich aber ein paar Minuten einge­ar­beitet, wird einem das Prinzip und die Bedienung recht schnell klar und man kann so richtig loslegen. Am besten einfach mal ein kleines „Projekt“ ausdenken, learning by doing dürfte hier noch am besten sein. Hilfreich können auch die Entwickler-Beispiele, Abläufe anderer Nutzer und die Dokumen­tation sein. 

Smarter Playlists im Browser ansurfen

via Product Hunt