Synology DiskStation: Das NAS als iTunes-Server nutzen

Marcel Am 29.12.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:18 Minuten

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Vor recht kurzer Zeit habe ich darüber geschrieben, wie man seine Musik über die Audio Station einer DiskStation aus dem Hause Synology zentral ablegen und an die verschiedensten AirPlay- und DLNA-Empfänger senden kann. Ist soweit eine nette Sache, für viele aber bietet sich hier unter Umständen auch ein iTunes-Server an. Somit könntet ihr eure Musik zwar auf dem NAS speichern, könnt aber zeitgleich auch eure Musik über iTunes abspielen – gerade dann praktisch, wenn man vielleicht mehrere Rechner mit iTunes zuhause rumstehen hat. Um den iTunes-Server auf der DiskStation zu nutzen, müssen wir diese erst einmal installieren, was aber über das Paket-Zentrum recht einfach funktioniert – sollte inzwischen ja jeder hinbekommen.

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Ist der Server dann installiert, dürften wir im Hauptmenü unserer DiskStation ein neues Icon für eben diesen zu Gesicht bekommen und können ihn darüber starten:

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Bis hier hin ist alles noch ganz easy – die Audio Station wird übrigens nicht zur Nutzung des iTunes-Servers vorausgesetzt, das mal so zur Info. Nach dem ersten Start könnt ihr einen Namen für euren iTunes-Server angeben, ebenso könnt ihr ein Passwort vergeben, ohne dass ihr keinen Zugriff auf den Server bekommt – sicherlich auch ganz praktisch, auch wenn es natürlich nur eine Art „Kindersicherung“ ist.

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Wer in diesem Fenster einmal aufmerksam liest, der bekommt die Information, dass lediglich Medien in den Standard-Ordnern „music“ und „video“ indiziert und über den iTunes-Server zur Verfügung gestellt werden – ihr seht aber zeitgleich auch einen Link, über den ihr weitere Ordner für Audio und Video hinzufügen könnt. Solltet ihr also einen eigenen, anderen Ordner nutzen (wollen), so müsst ihr diesen zuerst in den Medienindizierungsinformationen anlegen:

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Aber zurück zu unserem Fenster des iTunes-Servers: Hier können wir noch etliche „Smart Playlists“ anlegen – also Wiedergabelisten über automatische Filterregeln, wie man es inzwischen aus nahezu jedem Musikplayer her kennt. Diese werden euch später ebenfalls angezeigt und sind die einzige Möglichkeit, ein wenig Ordnung in die Listen eures iTunes-Servers zu bringen:

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Habt ihr dann eure Listen angelegt und das ganze gespeichert, so könnt ihr unmittelbar danach einen Blick in euer iTunes werfen – hier sollte der Server recht zügig erkannt und in der Seitenleiste angezeigt werden. Sollte dies nicht der Fall sein, dann solltet ihr einmal überprüfen, ob sich euer Rechner und das NAS im gleichen WiFi-Netzwerk befinden. Aber eigentlich macht der iTunes-Server sonst keinerlei Probleme:

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Und das war’s auch schon mit der Einrichtung – geht eben recht flott von der Hand. Allerdings gibt es auch einen etwas größeren Haken an der Sache: Mehr als abspielen geht nicht. Wer also meint, er könne so seine Musik auf dem NAS ablegen und dennoch diese über iTunes mit seinem iDevice synchronisieren – möp, geht nicht, da die Geräte nur Musik synchronisieren können, welche lokal vorliegen. Aber auch dazu gäbe es eine Möglichkeit, indem man den iTunes-Ordner auf’s NAS verschiebt und diesen eben in den iTunes-Einstellungen ändern würde. Dennoch macht so ein iTunes-Server vielleicht ja für den ein oder anderen Sinn – kommt eben immer auf den Anwendungszweck an, schön wäre hierbei natürlich eine Verknüpfung mit der Audio Station, sodass Playlisten und Co. aus dieser auch im iTunes-Server angezeigt werden…

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