Synology DiskStation und der Cloud Sync: Verschlüs­selte Daten mit dem Cloud Sync Decryption Tool entschlüsselt

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Zuletzt habe ich einmal einen kurzen Einblick in den überar­beitete Cloud Sync des DiskStation Managers 6.0 gegeben. Kurzer Umriss: Mit Hilfe des Synology-Tools auf dem NAS ist es euch möglich, Ordner auf dem NAS mit einem oder mehrere Cloud-Anbieter wie Dropbox, Google Drive, OneDrive und Co. abzugleichen. Stichwort: Daten­si­cherung. Besonders inter­essant ist diese Möglichkeit auch in Kombi­nation mit der neuen Backup-Lösung, sodass man Ordner eben vom Rechner aufs NAS sichern kann und die Daten von hier aus nochmals auf einen oder mehrere Cloud-Dienst verteilen kann. Sollte sich dann mal das NAS verab­schieden, sind die Daten eben nicht verloren, sondern lagern „sicher“ auf den Servern der Anbieter. 

Da man aber nicht unbedingt alle privaten Daten „offen“ zu Dropbox und Co. hochladen möchte, bietet es sich hierbei natürlich an, die Daten nur verschlüsselt in die Cloud zu pusten. Dabei bleiben eure Daten auf der DiskStation selbst unver­schlüsselt, werden aller­dings nur verschlüsselt in die Cloud hochge­laden. Dient eben weniger der „Überall­ver­füg­barkeit“ euerer Daten, sondern geht wie gesagt eher in die Richtung eines „sicheren“ Offsite-Backups. Dies führt aber unter Umständen zu einem Problem – nämlich dann, wenn die Festplatten des NAS abrauchen oder die Daten aus anderen belie­bigen Gründen verloren sind: Ihr habt zwar Zugriff auf die Daten in der Cloud, könnt mit den verschlüs­selten Dateien aber erst einmal wenig bis gar nichts anfangen. 

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Für diesen Zwecke hat Synology das Cloud Sync Decryption Tool entwi­ckelt, denn damit lassen sich die verschlüs­selten Daten auch ohne NAS entschlüsseln. Zum jetzigen Zeitpunkt steht das Tool aller­dings nur für Windows und Linux zur Verfügung – Mac-Nutzer müssen sich diesbe­züglich also mit einem andere Notebook oder einer virtu­ellen Maschine behelfen. Zuerst einmal müsst ihr euch das Tool eben von den Synology-Servern herun­ter­laden, des Weiteren braucht ihr natürlich die verschlüs­selten Daten aus der Cloud (sofern nicht eh schon herun­ter­ge­laden), danach kann es dann auch schon losgehen. War das Decryption Tool zuvor nur als Komman­do­zeilen-Tool existent, gibt es seit einiger Zeit auch eine grafische Benut­zer­ober­fläche.

Ist eigentlich selbst­er­klärend. Passwort eingeben oder die Schlüs­sel­datei auswählen, die gewünschte Datei oder Ordner (geht eben auch in einem Rutsch) auswählen, dazu noch den Ausgabe-Ordner, fertig ist das ganze. Das Entschlüsseln geht recht flott, wobei dies natürlich davon abhängig ist, wie viele Dateien und Ordner ihr entschlüsseln wollt – bei tausenden oder abertau­senden Dateien können schonmal ein paar Minuten verstreichen. Aber siehe da: Schon habt ihr eure entschlüs­selten Daten zurück und könnt wieder von vorne mit eurer Daten­si­cherung beginnen. Tolle Sache. 

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