TeamViewer 9 in einer ersten Beta erschienen: Die wichtigsten Neuerungen

Marcel Am 04.11.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:16 Minuten

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Wenn es um die Hilfe aus der Ferne geht, so setze ich persönlich wie auch viele andere auf TeamViewer. Einfache Fernwartung und Hilfestellungen ohne große Konfigurationsorgien – läuft halt einfach. Aktuell ist TeamViewer in einer ersten Beta in Version 9 veröffentlicht worden, welches einige Neuerungen größtenteils für Windows-Nutzer mitbringt, aber auch Mac- und Linux-Nutzer gehen nicht leer aus. Hier einmal die wichtigsten Neuerungen im Überblick.

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Überarbeitetes Design: Als erstes dürfte sicherlich das überarbeitete Design ins Auge fallen, welches in Anbetracht des Surface 2 Pro nicht nur in Sachen Touchbedienung optimiert wurde, sondern auch automatisch angepasste Schaltflächen mitbringt. Insgesamt wirkt es etwas moderner und übersichtlicher als bisher.

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Tabs für mehrere Verbindungen und Monitore: Wer häufiger mal mehrere Hilfeanfragen zur gleichen Zeit bekommt oder mehrere Kunden auf einen Schlag „abarbeiten“ möchte, der kann nun verschiedene Fernsteuerungs-Sitzungen in verschiedenen Tabs öffnen, das gleiche gilt auch für mehrere Monitore einer einzigen Verbindung. Bekommt ihr eine neue Nachricht über den Integrierten Messenger herein oder findet eine andere Aktion auf der Gegenseite statt, so blinkt der aktuelle Tab auf. Lediglich in der Windows-Version zu finden.

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Wake-On-LAN: Kurz mal von der Arbeit aus via TeamViewer auf den Rechner zu Hause zugreifen? Klappt – dafür aber muss dieser in der Regel auch laufen. Mit TeamViewer 9 gibt es nun die Möglichkeiten, den entfernten Rechner via Wake-on-LAN-Funktion aufzuwecken und somit Zugriff auf den Rechner zu bekommen. Dies läuft entweder über einen kompatiblen Router oder aber über einen anderen Rechner im lokalen Netzwerk. Mehr zur Einrichtung, welche durchaus ein wenig Kenntnisse erfordert, findet ihr in einem eigens dafür erstelltem PDF-Dokument.

Benachrichtigungscenter: Neue Kontaktanfragen? Zugewiesene Kunden-Anfragen? Sonstige Aktivitäten? All diese Meldungen werden nun in einem integrierten Benachrichtigungscenter gesammelt und dort übersichtlich nach dem Zeitpunkt des Eintreffens sortiert. Zur Zeit jedoch nur in der Windows-Version verfügbar.

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Verbindungsaufbau per Verknüpfung: Für jeden entfernten Rechner lässt sich nun eine Verknüpfung auf dem Desktop, in der Superbar oder im Dock erstellen, über die sich per Doppelklick schnell und ohne erst ins Hauptfenster zu müssen eine Fernsteuerungssitzung starten lässt. Praktisch, wenn man häufiger auf ein- und denselben Rechner zugreifen möchte.

Copy & Paste für Bilder, Texte und Dateien: Möchte man zum Beispiel Texte, Bilder oder andere Dateien zwischen den beiden Rechnern austauschen, so gelingt dies nun auch einfach über die Zwischenablage. So reicht es zum Beispiel aus, auf dem Host einen Text in die Zwischenablage zu kopieren und schon kann man diesen einfach über Copy & Paste auf den Zielrechner bringen. Quasi wie auf dem lokalen Rechner. Funktionierte bei mir jedoch ebenso nur von Windows zu Windows.

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Two-Factor-Authentication: Bislang benötigte man für das TeamViewer-Konto lediglich seinen Benutzernamen und das entsprechende Passwort – in Zukunft steht einem dabei auch die Two-Factor-Authentication zur Verfügung. Dabei müsst ihr neben Benutzerkennung und Passwort zusätzlich einen per Authentification-App wie zum Beispiel den Google Authenticator einen Einmalcode generieren und eingeben – wer das Prinzip noch nicht kennen sollte, der sollte sich mal diesen Artikel zu Herzen nehmen, dort findet ihr alle Informationen die ihr benötigt. Die Two-Factor-Authentication für TeamViewer kann über die Weboberfläche eingerichtet werden.

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Dateiübertragung ohne aktive Verbindung: Möchte man nur kurz eine oder mehrere Dateien auf den entfernten Rechner bringen, so kann man über TeamViewer beziehungsweise der Kontaktliste Dateien einfach hin- und herschicken, ohne dabei eine aktive Sitzung starten zu müssen.

Sonstige Neuerungen? TeamViewer 9 ist nun auch für Windows 8.1 und OS X Mavericks optimiert, ebenso wurde auch ein wenig an der Übertragung von Videos geschraubt, welche nun wesentlich schneller von Statten gehen soll. Ebenso richtet sich auch ein großer Teil der Neuerungen an professionelle Support-Teams, so gibt es zum Beispiel eine Service-Warteschlange, welche man im Team mit anderen Supportmitgliedern abarbeiten kann und Anfragen zuweisen kann. Über die neue TeamViewer-API lässt sich TeamViewer auch in eigene Helpdesk-, Ticket- oder CRM-Systeme einzugliedern. Dürfte aber für Privatnutzer wohl irrelevant sein, sollte man aber dennoch einmal erwähnen – immerhin wird TeamViewer auch bei Supportteams gerne eingesetzt.

Insgesamt ein sehr rundes Updates, welches auch für den Privatanwender sicherlich die ein oder andere praktische Funktion bereithält – größtenteils zielt man mit dem Update aber natürlich auf den kommerziellen Bereich ab, vor allem in Sachen TeamViewer-API und Supportmanagement. TeamViewer 9 ist natürlich wie gehabt weiterhin für private Anwender kostenlos, zugegriffen werden kann auf alle vorherigen Versionen – umgekehrt ist es jedoch nicht möglich, mit einer älteren Version auf Version 9 zuzugreifen. Wer sich die aktuelle Beta einmal anschauen möchte: Hier geht’s lang. Alle anderen warten auf die finale Version, welche sicherlich auch die mobilen Apps kompatibel machen wird.

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