WordPress 5.9 veröffentlicht: Weitere Schritte zum Full Site Editing und neues Standard-Theme

Marcel Am 26.01.2022 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:36 Minuten

Ursprünglich als Software für Weblogs entwickelt, wurde WordPress in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt und ist inzwischen auch abseits klassischer Blogs das weltweit am häufigsten eingesetzten Content Management System – mit etwa 65 Prozent Anteil sogar recht deutlich. Nun ist Version 5.9 veröffentlicht worden, die den Codenamen Josephine trägt, benannt nach der Jazz-Sängerin Joséphine Baker. Die ursprünglich schon für September 2021 geplante Version bezeichnen die Entwickler selbst als „bahnbrechend“ und „wegweisend“, was vor allem an dem ausgebauten Full Site Editing liegen dürfte, dass bereits mit WordPress 5.8 in kleinerer Portion eingeführt wurde. Kurz gesagt: Anstatt auf fertige Themes zu setzen, sollen sich via FSE alle Bereiche einer Webseite ohne Code-Kenntnisse gestalten lassen. Quasi eine Zusammenführung von Editor und Theme-Customizer  – also kein eigenständiges Feature, vielmehr eine Sammlung an vielen Funktionen.

Nachdem Version 5.8 bereits den alten Widget-Bereich auf Blöcke mit Gutenberg umgestellt hat, macht sich die jüngste Version an die Navigation, sodass sich die Hauptnavigation nun ebenfalls per Blöcken gestalten lässt. Damit dies möglich ist, mussten natürlich neue Blöcke implementiert werden, die an die bisherige Menügestaltung erinnern: Blöcke für Beiträge, Seiten, Schlagworte, Kategorien und natürlich individuelle Links, sowie Blöcke wie Such- und Webseite-Icons. Das ganze bezieht sich nicht nur auf die Hauptnavigation, sondern auch Menüs für andere Platzierungen – beispielsweise für den Header und ein Menü im Footer oder der Seitenleiste. Darüber hinaus gibt es beispielsweise mit Blöcken wie Navigation, Template Part, Header, Footer, Post Author, Post Comments und weiteren auch neue Theme-Blöcke – natürlich nur, sofern das von euch genutzte Theme FSE bereits untersützt.

Blöcke beziehen sich jedoch eher auf den Inhalt beziehungsweise die Platzierung des Inhaltes, für das Aussehen ist die neue Styles-Oberfläche zuständig. Diese ermöglicht euch die Interaktion mit Blöcken und Elementen direkt in der WordPress-Admin-Oberfläche. Eine Design-Schnittstelle, die nahezu jegliche Designänderungen – von Typografie bis hin zu Farbpaletten – ohne Code-Änderungen oder Theme-Wechsel ermöglicht. Damit einhergehend wurde auch die mit WordPress 5.8 eingeführte theme.json überarbeitet, um Funktionen und Standardstile für deine Website und deren Blöcke zu aktivieren. Mit Version 5.9 unterstützt die themes.json nun Child-Themes und die Duotone-Methode, sowie neue CSS-Angaben zu Rahmen, Flex-Layouts und Schrifteinstellungen.

Weitere Änderungen am sichtbaren Teil: Bilder des Blocks Galerie lassen sich genauso bearbeiten wie ein einzelnen Block-Bild, inklusive Inline-Zuschnitt und Änderung des Layouts per Drag’n’Drop. Der neue Fokusmodus zeigt euch bei der Erstellung von Template-Teilen nur den Teil an, den ihr zwecks Bearbeitung ausgewählt habt. Zu guter Letzt bringt WordPress 5.9 mit dem neuen Standard-Theme „Twenty Twenty-Two“ auch das erste Standard-Block-Theme mit, welches sich natürlich die neuen Funktionen rund um das Full Site Editing zu Nutze macht und sich aus der Admin-Oberfläche heraus vollumfänglich anpassen lässt. Unter der Haube finden sich nicht weniger Änderungen und Fehlerkorrekturen, unter anderem hat man das  bereits mit Version 5.7 eingeführte Lazy-Loading nochmals optimiert.

Die Neuerungen der Version 5.9 bringen für Entwickler natürlich allein durch ihre Anwesenheit eine große Spielwiese mit, es gibt aber unter der Haube auch noch etwas unabhängigere Neuerungen und Änderungen. So unterstützt die WordPress Core PHP Test Suite nun PHPUnit 8.x via PHPUnit Polyfills, es gibt neue Capability Queries, neue Funktionen und Books in Bezug auf Posts, Post Types und Taxonomies und einen Sprachwechsler für den Login-Bildschirm. Wer auf seinem Webserver bereits PHP 8.0 oder 8.1 im Einsatz hat, dem geben die Entwickler hin Hinweis mit, dass WordPress auch weiterhin nicht vollständig kompatibel mit den beiden aktuellsten PHP-Versionen ist – unter anderem werden Named Parameters noch nicht unterstützt. Alle Notizen und Änderungen diesbezüglich haben die Entwickler an dieser Stelle recht ausführlich zusammengefasst.

Quelle WordPress

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