WordPress 6.5 “Regina” veröffentlicht

Marcel Am 03.04.2024 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:42 Minuten

WordPress 6.5 wurde veröffentlicht und damit gibt es mal wieder eine Fülle an neuen Funktionen und Verbesserungen, die die Benutzererfahrung und die Leistung des quelloffenen CMS steigern sollen.

Zunächst das obligatorische Hintergrundwissen, denn wie üblich kommt auch die neue Version 6.5 mit einem Codenamen daher: Regina, genauer gesagt der preisgekrönten Violin-Künstlerin und renommierte Jazzpädagogin Regina Carter. Mit dem Update bringt das Entwicklungsteam von WordPress eine Reihe an neuen und verbesserten Möglichkeiten zur Feinabstimmung und Verbesserung der Nutzererfahrung mit. So gibt es zusammengefasst neue Möglichkeiten zur Verwaltung der genutzten Schriften auf der Webseite, eine Reihe von Aktualisierungen des Site-Editors und natürlich die obligatorischen Leistungsverbesserungen, die eure WordPress-Installation insgesamt etwas fixer werden lassen sollen. Ebenso gibt es eine Vielzahl an neuen Entwickler-Tools, wie die Interactivity- und Block-Bindings-API, für dynamische Verbindungen zwischen (Gutenberg-)Blöcken und Daten.

Die neue Schriftartenbibliothek sollte bereits mit WordPress 6.4 an den Start gehen, wurde aber aufgrund zu lösender Problemchen verschoben und hat nun mit dem Release der Version 6.5 ihren Platz gefunden. Mit der Schriftartenbibliothek lassen sich alle auf der Webseite genutzten Schriftarten verwalten. Wie in der Medienbibliothek lassen sich Schriftarten schnell und einfach Installieren, Löschen und (De-)Aktivieren und das unabhängig vom genutzten Theme. Hierbei werden nicht nur lokale Schriftarten berücksichtigt, sondern auch eingebundene Webfonts. Darüber hinaus wurde die Übersicht der Revisionen ausgebaut und bieten Details wie Zeitstempel, kurze Zusammenfassungen und eine seitenweise Liste aller Revisionen – und nun auch für Template und Template-Teile. Die neu implementierte Synchronisation von Mustern ermöglicht weiterführend die Vereinheitlichung von Layout und Stil über mehrere Muster hinweg.

Natürlich hat aber auch der Gutenberg-Editor wieder zahlreiche Änderungen spendiert bekommen, die den Editor immer weiter aufblähen ausbauen. So gibt es mehr Werkzeuge für Hintergrundbilder in Gruppenblöcken wie Größe, Wiederholung und Fokuspunkt. Für Bilder in Cover-Blöcken kann nun das Seitenverhältnis definiert und Farb-Overlays hinzugefügt werden, wobei letztgenannte auch automatisch die Farbe des gewählten Bildes übernehmen können. Außerdem können Blöcke nun mit einem Box-Schatten versehen werden um mehr visuelle Tiefe zu erreichen, der Link-Editor bekommt eine optimierte Benutzeroberfläche und einen Shortcuts zum Kopieren von Links und insgesamt soll sich das Drag’n’Drop flüssiger anfühlen. Die Datenansicht für Seiten, Templates, Vorlagen und Template-Teile besitzt nun eine Tabellen- und Rasteransicht und kann Felder nach Bedarf und Wunsch ein- und ausblenden und auch Mehrfachänderungen durchführen.

Haben die WordPress-Entwickler mit den letzten Versionen die neuen Block-Themes immer weiter ausgebaut, gibt es nun aber auch etwas für klassische Themes. Denn diese können nun auf globale Einstellungen für Abstände, Ränder, Typografie und Farboptionen zurückgreifen – auch ohne die bei den Block-Themes zum Einsatz kommende theme.json. Die Entwickler möchten damit klar aufzeigen, dass auch klassische Themes „zum modernen WordPress gehören“. Insgesamt hat man für Entwickler aber ein paar spannende Neuerungen in petto: So können Plugin-Entwickler nun Plugin-Abhängigkeiten definieren, sprich angeben, dass ein Plugin weitere Plugins für den Betrieb benötigt. Die neue Interactivity-API bietet eine standardisierte Methode zur Erstellung interaktiver Frontend-Elemente innerhalb Blöcken; die Block-Bindings-API wiederum kann Blöcke mit dynamischen Inhalten verknüpfen, hierzu kommen benutzerdefinierte Block-Felder zum Einsatz.

Insgesamt ein doch recht gefälliges Update, wenngleich mir die Themen rund um Gutenberg und den Site-Editor schnuppe sind. Neben den genannten Änderungen gibt es aber noch eine Vielzahl an weiteren Neuerungen, Optimierungen und Fehlerkorrekturen – insgesamt wurden annähernd 350 Tickets rund um neue Features, Fehlerkorrekturen und Co. geschlossen. Wichtig zu wissen: Mit dem Update auf die Version 6.5 wird die MySQL-Mindestversion aus Sicherheitsgründen auf die Version 5.5.5 angehoben, da die bisherige Mindestversion 5.0 schon seit 2012 nicht mehr gewartet wird. Eine vollständige Liste mit allen Änderungen findet ihr im Field Guide zur Version 6.5, welches wie gewohnt recht technisch zugeht. In diesem Sinne bleibt euch nur ein erfolgreiches Update zu wünschen – und im Zweifel der Hinweis, dass ein vorheriges Backup nie schaden kann.

Quelle WordPress

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