AirParrot 3 veröffentlicht: Bessere Performance, HomePod-Support und mehr

Marcel Am 27.05.2020 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:56 Minuten

Die Entwickler von Airsquirrels haben Version 3.0 ihrer Streaming-App AirParrot für Mac und Windows veröffentlicht. Diese bringt unter anderem eine HomePod-Unterstützung und Desktop-Erweiterung unter Windows mit.

Für die, die AirParrot bis dato nicht kennen sollten ein kurzer Abholer: Die Software ist so etwas wie die Eierlegende Wollmilchsau in Sachen Streaming. So lässt sich beispielsweise der Bildschirm eures Desktop-Rechners auf einen unterstützten Empfänger spiegeln oder erweitern, wahlweise ist auch die Spiegelung einer explizit ausgewählten Anwendung möglich. Ebenfalls lassen sich Audio- und Videoinhalte per Drag’n’Drop auf einem Empfangsgerät wiedergeben oder die reine Audioausgabe eures Rechners umleiten. Quasi das, was das AirPlay-Protokoll von macOS erlaubt, aber deutlich umfassender: Als Empfänger können ein Apple TV, Chromecast oder Geräte mit installierter Reflector-App herhalten, die bei Bedarf auch gleichzeitig angesteuert werden können.

Die bis gestern aktuellste Version 2.0 ist bereits im Jahre 2014 veröffentlicht worden, seitdem gab es so einige kleinere und mittelgroße Updates. Nun haben die Entwickler Version 3.0 veröffentlicht, die laut Entwicklern eine deutlich bessere Performance mit sich bringt. So wurde die Latenzzeit für Bildschirmspiegelung und Streaming auf 16 ms bei 60 Bildern pro Sekunde verringert und die App verbraucht durch eine Auslagerung der Videoverarbeitung an die GPU rund 50% weniger CPU-Leistung. Letzteres soll vor allem für einen geringeren Strombedarf und eine bessere Performance auf älteren und damit schwächer ausgestatteten Rechnern sorgen. Außerdem kann AirParrot 3 nun 4K-Videoinhalte und Surround-Sound übertragen – natürlich vorausgesetzt, ihr könnt ein solide ausgebautes WiFi-Netzwerk vorweisen.

Wirklich neue, sichtbare Features suchen Mac-Nutzer vergeblich, die beiden größten Neuerungen treffen vornehmlich Windows-Nutzer. Hierzu gehört beispielsweise die Unterstützung des Audiostreaming an einen Apple HomePod, die Mac-Nutzer bereits seit der Version 2.8 von AirParrot nutzen können. Ebenfalls neu für Windows-Nutzer ist die Möglichkeit, den Bildschirm nicht nur auf einen kompatiblen Empfänger spiegeln zu können, sondern diesen auch zu erweitern. Auf diese Weise wird euer Fernseher oder ein anderes Gerät zu eurem Zweit- oder Drittmonitor. Auch dieses Feature ist der Mac-Version bereits seit geraumer Zeit bekannt. Auf beiden Plattformen mehr oder weniger neu ist die Oberfläche, die ein wenig aufgefrischt und unter anderem mit neuen Icons versehen wurden.

Bei AirParrot 3 erfordert es sich nach all den Jahren mal wieder einen erneuten Kauf. Man verzichtet hierbei, im Gegensatz zu vielen anderen Entwicklern, auf ein Abonnement und setzt stattdessen auf den gewohnten Einmalkauf. Dieser ist in meinen Augen mit umgerechnet 17,71 Euro für Windows und Mac oder 22,13 Euro für beide Plattformen auch nicht all zu hochpreisig; bestehende AirParrot 2-Nutzer erhalten in der Anwendung einen vergünstigten Upgrade-Preis, den dazugehörigen Coupon-Code könnt ihr über „Einstellungen → Check for Updates → Buy“ abrufen und dann im hauseigenen Store während der Kaufabwicklung hinterlegen. Wenn man nur im Apple-Ökosystem zuhause ist, dann ist vieles sicherlich etwas redundant. Für Cross-Plattform-Nutzer aber mit entsprechendem Mehrwert.

Quelle Airsquirrels

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