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Booyah für iOS & Android: Video-Chats für WhatsApp mit bis zu 12 Leuten

Am 02.03.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:45 Minuten

WhatsApp ist zwar ohne Frage der am meisten genutzte Messenger, die Entwicklung des Dienstes geht aber mehr als schleppend und nur äußerst langsam voran. Alleine für eher kleinere Updates mit neuen System-Funktionen von iOS und Android benötigen die Entwickler des milli­ar­den­schweren und zu Facebook gehörenden Unter­nehmens schon gefühlte Monate – von neuen Funktionen des Messenger mal ganz zu schweigen, hier hängt man den Konkur­renten von Telegram, Threema und Co. meilenweit hinterher und aufgrund des lahmenden Entwick­lungs­tempos dürfte sich das auf absehbare Zeit auch nicht ändern. Und so springen hier und da mal Third-Party-Apps in die Bresche, wie aktuell die App Booyah: eine Videochat-App, die auf WhatsApp-Nutzer abzielt und einen einfachen Videochat mit bis zu 12 Leuten ermög­licht.

booyah-ios-android-whatsapp-5Im Grunde ist die Sache mehr als simpel und erfordert auch keine großen Zugriffe auf WhatsApp. Einmal die App starten, einen neuen Videochat-Channel starten und die Einladung dann per WhatsApp an den gewünschten Kontakt verschicken. Zwar öffnet die App selbst nur den Sharing-Dialog zu WhatsApp, durch ein Kopieren des Links lässt sich dieser auch natürlich auch in jedem anderen Messenger verschicken und starten, woraufhin sich die Booyah-App auf dem Smart­phone öffnet und sich ebenfalls in den Videochat einklinkt. Schade, dass man das ganze nicht etwas mehr „universell“ gemacht hat – auch wenn man natürlich irgendwo verstehen kann, wieso man sich auf WhatsApp fokus­siert hat. Ich habe einmal ein paar Kontakte angehauen und kann sagen: jau, funktio­niert einwandfrei und ist schnell und vor allem simpel. 

Einzig und allein die Frage nach der Finan­zierung steht im Raum, denn immerhin sind sowohl die Apps selbst, als auch die Videochats komplett kostenlos und die Entwickler betonen, dass keine Anmeldung notwendig ist und das keinerlei Benut­zer­daten gespei­chert werden. Heißt also: Entweder man möchte den Dienst (oder den „Haupt­dienst“ namens Round) zukünftig aufwerten und weitere Features gegen In-App-Käufe an den Nutzer bringen. Oder – und das wäre meine Theorie – man hofft schlicht darauf, dass sich mittel­fristig ein großes Unter­nehmen findet, welches den ganzen Laden für die ein oder andere Milli­arden übernimmt – wäre ja auch keine Seltenheit, ich glaube viele Entwickler versuchen es auf diese Art und Weise. 

Wie dem aber auch sei: Wer eine einfache Möglichkeit sucht, einen Videochat mit seinen Kontakten durch­führen zu können, ohne dabei auf einen weiteren Dienst wie Skype oder ähnliches zu setzen – gerne anschauen.

via Product Hunt