Crypto­mator: Cloud-Verschlüs­selung nun auch für Android (Beta)

Am 03.11.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:59 Minuten

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Immer mehr Daten werden in Cloud-Dienste wie Dropbox, iCloud und Co. gelagert. Ist natürlich auch komfor­tabel, sind die Daten so ohne irgend­welche Port-Einrich­tungs­orgien auch von unterwegs auch über andere Geräte immer verfügbar. Aber nicht gerade wenige Nutzer bekommen – sicherlich auch irgendwo zurecht – tiefe Sorgen­falten im Gesicht, wenn es um das Lagern von private(re)n Daten auf Dropbox und Konsorten geht. Zwar sind die gängigen Dienste laut eigenen Aussagen „sicher“, diese Definition kann aber von Anbieter zu Anbieter unter­schiedlich ausfallen – kommen Dritte (auf welchen Wegen auch immer) in euren Account, liegen eure Daten letztlich ohne Schutz zur Betrachtung vor. 

Diesen Umstand möchte Crypto­mator besei­tigen. Hierbei handelt es sich um ein kleines Tool auf Open-Source-Basis, das einen univer­sellen Daten­schutz in der Cloud gewähr­leisten möchte. Dazu erstellt das Tool einen mit AES256 verschlüs­selten Tresor, in denen ihr dann eure gewünschten Dateien legen könnt – ist vom Prinzip her nicht unähnlich zu TrueCrypt. Und eben jene Tresor können dann eben bei Dropbox und Co. gespei­chert werden, sodass ihr eure Daten dennoch von unterwegs verfügbar habt, diese aber ausrei­chend sicher verschlüsselt sind. Crypto­mator verschlüsselt Datei­in­halte und -namen , das Passwort wird durch scrypt gegen Angriffe geschützt und auch Pfadstruk­turen werden verschleiert. 

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Soviel einmal als kleiner Rückholer zu Crypto­mator, nun zur eigent­lichen Neuerung. Bislang war die freie, quell­offene Software nur für Desktop-Systeme (Windows, macOS und Linux) und als iOS-App verfügbar. Nun aber gibt es auch eine erste frühe Beta-Version für Android, die natürlich Fehler enthalten kann – weswegen die Entwickler betonen, dass man diese für Testzwecke mit wieder­her­stell­baren Daten verwenden sollte. Außerdem ist Crypto­mator für Android bislang nur mit Dropbox kompa­tibel, eine Unter­stützung für Google Drive, OneDrive und WebDAV soll aber im Laufe der Entwicklung imple­men­tiert werden. 

Achtung

Crypto­mator für Android ist eine Beta-Software. Durch das Herun­ter­laden von Crypto­mator, stimmen Sie zu, Crypto­mator nur für Testzwecke mit wieder­her­stell­baren Daten zu verwenden. Die Entwickler von Crypto­mator haften nicht für Verluste oder Schäden an Ihren Daten. 

Der Funkti­ons­umfang ist aber mit Ausnahme der unter­stützten Dienste nahezu identisch zur mobilen App für iPhone und iPad: ihr könnt also Tresore öffnen, die Dateien einsehen und öffnen, auch das hochladen neuer Dateien vom Smart­phone in den Tresor ist natürlich möglich. Die Dateien lassen sich direkt aus Crypto­mator heraus in anderen Apps öffnen (PDF-Dateien beispiels­weise werden direkt in der Dropbox-App geöffnet, Bilder in der gewünschten Galerie), sie verbleiben aber nicht auf dem Gerät. Ist alles noch etwas träge und es fehlen optionale Features – dafür aber ist es ja auch eben eine Beta. Wer sich Cryptor­mator 0.1 für Android einmal anschauen möchte: hier geht es lang.

Cryptomator Beta (Unreleased)