DeskDock: Android-Geräte mit Tastatur und Maus des Rechners bedienen

Marcel Am 23.09.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:36 Minuten

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Es gibt inzwischen einige Tools, mit denen man den Bildschirm seines Android-Smartphone oder -Tablet auf den Rechner bugsieren und so auch steuern kann. Die App DeskDock von Florian Drasch­bacher geht jedoch einen etwas anderen Weg, denn statt die Bedienung des Smartphones oder Tablets komplett auf den Rechner zu holen, ermöglicht es die App, euren Androiden mit der an den Rechner angeschlossenen Tastatur und Maus nutzen zu können. Das ganze erinnert dabei ein wenig an die Software-Lösung Synergy, mit dem sich die angeschlossene Hardware ebenfalls an weiteren Desktop-Rechnern auf dem Schreibtisch nutzen lässt.

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Habt ihr euer Smartphone zum Beispiel links vom Bildschirm in einer Dockingstation stehen, reicht es nun einfach aus, den Mauszeiger aus dem Bildschirm des Rechner in Richtung des Androiden „heraus“ zu bewegen, schon taucht dieser auf dem Android-Bildschirm auf und auch Tastatureingaben werden dann auf dem Android-Gerät angenommen. Außerdem bietet die App auch eine Synchronisierung der Zwischenablage, Drag’n’Drop von URLs und Dateien und ein paar Keymappings, sodass ein Rechtsklick zum Beispiel den Zurückbutton eures Androiden simuliert, ein Mittelklick die Home-Taste und so weiter. Ebenso lassen sich unter anderem Multitouch, horizontales Scrollen und der Powerbutton simulieren.

Neben der eigentlichen App für Android benötigt ihr auch noch eine Server-App für euren Rechner. Diese ist zwar für Windows, macOS und Linux zu haben, hat allerdings den kleinen Schönheitsfehler, dass sie eine Java-Installation voraussetzt, ansonsten aber eher nativ daherkommt. Außerdem muss euer Androide mittels USB-Kabel mit dem Rechner verbunden werden (kabellos funktioniert es aktuell noch(?) nicht) und USB-Debugging muss in den Entwickler-Einstellungen unter Android aktiviert sein. Zu guter Letzt benötigen Windows-Rechner auch die ADB-Treiber für das jeweilige Gerät.

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Nicht gerade wenig Voraussetzungen, sind diese aber alle gegeben, funktioniert die Sache ausgezeichnet und (zumindest auf dem Mac) fast „out of the box“: USB-Kabel dran, schon wird die Verbindung hergestellt – gegebenenfalls müsst ihr lediglich noch festlegen, wo sich euer Android-Gerät befindet. Gerade dann, wenn man ein Android-Tablet in einem Dock nutzt, ist DeskDock ungemein praktisch und eine Art Erweiterung des Bildschirms. Die Basisversion von DeskDock steht kostenlos im Play Store zur Verfügung, die Pro-Version (Nutzung der Tastatur und diverse Shortcuts) schlägt mit 5,99 Euro zu Buche. Beide Daumen nach oben.

via AndroidPolice

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