DeskDock: Android-Geräte mit Tastatur und Maus des Rechners bedienen

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Es gibt inzwi­schen einige Tools, mit denen man den Bildschirm seines Android-Smart­phone oder -Tablet auf den Rechner bugsieren und so auch steuern kann. Die App DeskDock von Florian Drasch­bacher geht jedoch einen etwas anderen Weg, denn statt die Bedienung des Smart­phones oder Tablets komplett auf den Rechner zu holen, ermög­licht es die App, euren Androiden mit der an den Rechner angeschlos­senen Tastatur und Maus nutzen zu können. Das ganze erinnert dabei ein wenig an die Software-Lösung Synergy, mit dem sich die angeschlossene Hardware ebenfalls an weiteren Desktop-Rechnern auf dem Schreib­tisch nutzen lässt. 

DeskDock Free
Preis: Kostenlos
Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. #wpappbox

Links: → Store öffnen → Google-Suche

Habt ihr euer Smart­phone zum Beispiel links vom Bildschirm in einer Docking­station stehen, reicht es nun einfach aus, den Mauszeiger aus dem Bildschirm des Rechner in Richtung des Androiden „heraus“ zu bewegen, schon taucht dieser auf dem Android-Bildschirm auf und auch Tasta­tur­ein­gaben werden dann auf dem Android-Gerät angenommen. Außerdem bietet die App auch eine Synchro­ni­sierung der Zwischen­ablage, Drag’n’Drop von URLs und Dateien und ein paar Keymap­pings, sodass ein Rechtsklick zum Beispiel den Zurück­button eures Androiden simuliert, ein Mittelklick die Home-Taste und so weiter. Ebenso lassen sich unter anderem Multi­touch, horizon­tales Scrollen und der Power­button simulieren. 

Neben der eigent­lichen App für Android benötigt ihr auch noch eine Server-App für euren Rechner. Diese ist zwar für Windows, macOS und Linux zu haben, hat aller­dings den kleinen Schön­heits­fehler, dass sie eine Java-Instal­lation voraus­setzt, ansonsten aber eher nativ daher­kommt. Außerdem muss euer Androide mittels USB-Kabel mit dem Rechner verbunden werden (kabellos funktio­niert es aktuell noch(?) nicht) und USB-Debugging muss in den Entwickler-Einstel­lungen unter Android aktiviert sein. Zu guter Letzt benötigen Windows-Rechner auch die ADB-Treiber für das jeweilige Gerät. 

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Nicht gerade wenig Voraus­set­zungen, sind diese aber alle gegeben, funktio­niert die Sache ausge­zeichnet und (zumindest auf dem Mac) fast „out of the box“: USB-Kabel dran, schon wird die Verbindung herge­stellt – gegebe­nen­falls müsst ihr lediglich noch festlegen, wo sich euer Android-Gerät befindet. Gerade dann, wenn man ein Android-Tablet in einem Dock nutzt, ist DeskDock ungemein praktisch und eine Art Erwei­terung des Bildschirms. Die Basis­version von DeskDock steht kostenlos im Play Store zur Verfügung, die Pro-Version (Nutzung der Tastatur und diverse Shortcuts) schlägt mit 5,99 Euro zu Buche. Beide Daumen nach oben. 

via Andro­id­Police