Dropbox: Mobile App kann nun Dokumente scannen und mehr Neuerungen

Am 24.06.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:19 Minuten

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Der Cloud-Dienst Dropbox hat jüngst ein Update für die iOS- und Android-App veröf­fent­licht, die unter anderem eine neue Scan-Funktion für Dokumente mit sich bringt – aber es gibt noch weitere Neuerungen.

Dropbox hat eine ganze Reihe an Neuerungen für die Mobile- und Desktop-Apps vorge­stellt, die sich allesamt unter dem Oberbe­griff „Produk­ti­vität“ einordnen lassen und teils für Privat-, teils für Business-Nutzer zur Verfügung stehen. Sicherlich die markan­teste Neuerung: Die Dropbox-App für iOS und Android kann nun auch Dokumente, White­bords, Belege und Skizzen scannen. Wie üblich lassen sich auch mehrseitige Dokumente scannen und Ränder werden automa­tisch erkannt – auch bereits aufge­nommene Fotos lassen sich umwandeln. Die fertigen Scans lassen sich dann aus PNG- oder PDF-Datei in der Dropbox speichern, wobei der ganze Vorgang offline abläuft, lediglich der Upload erfordert logischer­weise eine Inter­net­ver­bindung.

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Was etwas schade ist: die für mich wichtige und äußerst relevante Texter­kennung (OCR) steht nur zahlenden Business-Nutzern von Dropbox zur Verfügung, außerdem funktio­niert diese aktuell nur in engli­scher Sprache. Also leider keine „echte“ Alter­native zu Scanner Pro, Scanbot und Co. iOS-Nutzer können des Weiteren über das neu sichtbare Pluszeichen direkt aus der Dropbox-App heraus ein neues Word-, Power­Point- oder Excel-Dokument erstellen, welches eben auch direkt in der Dropbox gespei­chert wird und sich wie gewohnt mit den mobilen Office-Apps bearbeiten lässt – Dropbox und Microsoft arbeiten diesbe­züglich ja schon seit einiger Zeit enger zusammen. 

Die letzte Änderung der mobilen Apps betrifft den automa­ti­schen Kamera-Upload. Habt ihr kein Pro-Abonnement für den Dienst, so lässt sich der Foto-Upload ab dem 22. Juli nur noch nutzen, sofern ihr auch die Desktop-App instal­liert und mit eurem Account verknüpft hat. Dropbox möchte damit verhindern, dass Nutzern des Grati­s­an­ge­botes allzu schnell der Speicher­platz ausgeht, da die Organi­sation und das Löschen mit der mobilen Apps eher umständlich ist. Manuell lassen sich Bilder und Videos aber natürlich auch weiterhin hochladen. Irgendwie ein Punkt, der nicht ganz so logisch ist – aber nun gut, ist eben eine Entscheidung des Dienstes.

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Das war es bezüglich der mobilen Apps, aber auch die Desktop-Anwen­dungen für Windows und macOS haben ein paar Neuerungen spendiert bekommen, die sich rund um das Thema Freigabe drehen. Will man eine Datei oder auf dem Ordner nun für andere Nutzer freigeben, so wird man nicht mehr auf die Webob­er­fläche weiter­ge­leitet, sondern kann alle Schritte (wie Eingabe der Personen) direkt in der aktua­li­sierten Dropbox-App vornehmen. Toll: Dateien lassen sich nun auch für Nutzer freigeben, die sich vor der Betrachtung erst anmelden müssen und es gibt für Free-Nutzer nun auch die Option, Ordner nur mit Lesezu­griff freigeben zu können – dies war bislang zahlenden Nutzern vorent­halten.

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In der Webob­er­fläche selbst gibt es nun verbes­serte Web-Previews für CSV-, Audio- und Open-Office-Dateien und es lassen sich nun Kommentare innerhalb eines Dokumentes direkt an eine Textstelle oder eines einge­bet­teten Bildes heften. Zu guter Letzt hat man auch den Versi­ons­verlauf verbessert: War es vorher eher eine Qual, die richtige Version einer Datei wieder­her­zu­stellen, so gibt es nun vor der Wieder­her­stellung eine Voran­sicht von früheren Datei­ver­sionen. Endlich. Das also einmal zu den jüngst vorge­stellten Neuerungen, ist sicherlich etwas für den ein oder anderen dabei – weitere Features sollen nach und nach imple­men­tiert werden. 

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Entwickler: Dropbox
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Entwickler: Dropbox, Inc.
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Quelle Dropbox