KeySmart auspro­biert: kompakter Schlüs­selbund im Taschen­messer-Format

Am 15.05.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:44 Minuten

Es wird mal wieder Analog hier im Blog. Vor ein paar Monaten habe ich den LEO SmartKey vorge­stellt, welcher bis zu sechs Schlüssel aufnehmen kann und diese quasi auf Knopf­druck aus dem Gehäuse fahren lässt. Nun habe ich wieder etwas zum Thema „Schlüssel“, aller­dings völlig abseits jeglicher Technik, denn bei KeySmart 2.0 handelt es sich nicht um ein Ersatz-Gadget, sondern möchte viel mehr euren Schlüs­selbund kompakter gestalten. Kennt ja sicherlich jeder, je nach Anzahl der Schlüssel am Bund ist dieses nicht nur recht dick, sondern klimpert auch in der Tasche herum und dergleichen. Im Grunde kann man KeySmart 2.0 als das Schweizer Taschen­messer für eure Schlüssel bezeichnen, trifft es jeden­falls ziemlich genau, sowohl funktionell, als auch optisch. 

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Aber beginnen wir einmal ganz von vorne. Haupt­be­standteil des KeySmart 2.0 sind zwei, etwa Kaugum­mi­pa­ckung große Metall­stücke, die mittels zweier Schrauben mitein­ander verbunden werden und zwischen die eure Schlüssel platziert werden. Die beiden Platten sind dabei aus Alumium herge­stellt und in den Farben Schwarz, Bau, Rot, Silber, Grün, Lila und Orange verfügbar – ich persönlich habe mich für eine spezielle Titan-Version entschieden. Ebenso gibt es auch in der Ausführung zwei unter­schied­liche Varianten: Die normale Version ist haupt­sächlich für kleinere Schlüssel (wie in den US of America üblich) gedacht, während man hierzu­lande auf die „Extended“-Version setzen sollte. 

Standard­mäßig kann der KeySmart 2.0 maximal vier Schlüssel aufnehmen, aller­dings gibt es Erwei­te­rungssets, quasi „Verlän­ge­rungs­schrauben“, mit denen man die Kapazität des Schlüssel-Taschen­messers erhöhen kann. Des Weiteren gibt es auch noch eine ganze Reihe an Zubehör wie zum Beispiel einen USB-Stick (der aber zwei Schlüs­sel­plätze belegt), Flaschen­öffner und noch so einiges mehr. Die Montage ist dabei eigentlich recht simpel gestaltet: Im Grunde müsst ihr eure Schlüssel nur abwech­selnd links und rechts auf den Schrauben platzieren, unter­schied­liche Schlüssel-Höhen lassen sich mittels den schwarzen Platten ausgleichen. Zu guter Letzt kommt der Deckel oben drauf, alles wird verschraubt, fertig. 

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In der Theorie ist der Zusam­menbau binnen ein, zwei Minuten erledigt. In der Praxis sieht das jedoch ganz anders aus, sodass ihr je nach Anzahl an Schlüssel schonmal einen Tag einrechnen solltet. Okay gut, so lange vielleicht nicht, aber ich zum Beispiel habe das ganze Konstrukt etliche Male wieder ausein­ander genommen um die richtige Platzierung der einzelnen Schlüssel heraus­zu­finden. Hier hakte mal ein Schlüssel, da verschwand ein kleiner Schlüssel zwischen allen anderen, hier passte es mal nicht und so weiter und so fort. Bis man die ideale Platzierung gefunden hat kann einige Zeit vergehen. Hinweis oder Tipp: Vor allem der USB-Stick brachte mich aufgrund seiner Dicke und geringen Länge hier und da mal ins Grübeln.

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Hat man das ganze aber einmal anständig montiert so macht er schon Laune. Statt einem klimpernden, dicken und sich verhed­dernden Schlüs­selbund habt ihr nun ein wohl sortiertes, handliches Element in der Hand und nach ein paar Tagen habt ihr auch den Dreh raus, sodass ihr Schlüssel nicht mehr ewig suchen müsst und diese auch sofort heraus­be­kommt. Um letzteres zu erreichen solltet ihr daran denken, die Schrauben nicht bis ins absolute Maximum zu fixieren und die Schlüs­sel­größen „intel­ligent“ zu variieren – wie gesagt werdet ihr euer Taschen­messer auch nach ein paar Tagen nochmal überar­beiten.

Wie eingangs erwähnt gibt es auch eine ganze Reihe an Zubehör, den USB-Stick seht ihr ja bereits auf den Bildern und das „Platz­halter-Modul“ mit Befes­ti­gungsöse ist standard­mäßig dabei. Der Vorteil diesem Teil: ihr könnt so auch zum Beispiel euren Autoschlüssel oder einen Anhänger an eurem Schlüssel befes­tigen, eigens dazu gibt es auch noch einen kleinen Doppel­ka­ra­biner, der sich besonders schnell vom Schlüssel lösen lassen soll. Funktio­nierte auch, störte mich aber ein wenig da er bei mir immer bei sachtem Druck bereits abgefallen ist, obwohl ich nur die Tür aufschließen wollte… Weiteres Zubehör? Flaschen­öffner, Glow-in-the-dark-Lampe, NomadKey für Lightning, Schlüssel-Platz­halter, diverse Hacken und Halte­rungen…

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Mein Fazit zum KeySmart? Ich nutze ihn aktuell mit sechs Schlüsseln und dem Flaschen­öffner, einem Quick­Connect-Karabiner und … nunja, ich möchte ihn nicht mehr missen. Klein, kompakt, praktisch, schick und eine wertige Haptik. Selbst in der Hosen­tasche bemerkt man den KeySmart 2.0 nicht mehr als eine Kaugum­mi­pa­ckung – jau, ich bin ein absoluter Fan des ganzen. Lediglich der Flaschen­öffner hat den Nachteil, dass er sich kaum verwenden lässt wenn ein Anhänger an der Öse dran ist, weil man ihn dann eben nicht anständig aufklappen kann, by the way. Auch das Kombi­nieren der Schlüssel gestaltet sich als zeitauf­wendig und etwas nervig, hat man es aber einmal geschafft möchte man ihn nicht mehr hergeben. 

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Preislich liegt man bei den einfachen Modellen übrigens bei rund 25 Euro für das Basis-Set, die Titan-Variante ist mit 60 Euro mehr als doppelt so teuer (sieht dafür aber auch schicker aus, aber ist Geschmack­sache). Die Erwei­te­rungen kosten je nach Anzahl an Schlüssel zwischen 3 und 7 Euro, das Zubehör ist erwar­tungs­gemäß preislich sehr breit gestaffelt: Den USB-Stick mit 16 GB erhält man für 22 Euro, der Quick-Connect-Karabiner und Flaschen­öffner schlagen mit 5 Euro zu Buche. Muss man eben wissen was man wirklich benötigt, für mich reicht die Grund­version mit Erwei­te­rungsset eigentlich völlig aus. Empfehlung? Aber sowas von.