Opera Browser: Zukünftig mit integriertem VPN, kostenlos und ohne Daten­limit

Am 21.04.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:10 Minuten

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Die Entwickler des Opera Browsers haben ein neues Feature vorge­stellt, welches man ab sofort im Developer Channel der Desktop-Version von Opera ausrollt: einen nativen VPN.

Opera schreibt sich seit jeher nicht nur ein schnel­leres Surfer­lebnis auf die Brust, sondern macht inzwi­schen auch viel, dass die Nutzer anonym surfen können – wie zum Beispiel mit dem zuletzt einge­führten nativen Ad-Blocker. Nun hat man ein weiteres Feature vorge­stellt, mit dem man das Surfen nochmals ein wenig sicherer und anonymer gestalten möchte, denn fortan wird man seinen Opera Browser mit einem nativen VPN-Dienst ausstatten. Im heimi­schen WiFi-Netzwerk sicherlich nur bedingt notwendig (sieht man mal davon ab, so auf nicht in Deutschland verfügbare Dienste zugreifen zu können), sobald man sich aber in einem öffent­lichen WiFi-Netzwerk befindet, ist ein VPN eigentlich Pflicht, da diese immer die Gefahr birgen, dass die Daten abgefangen werden. 

Laut Opera nutzen fast ein Drittel der 16 – 34jäh­rigen einen VPN-Dienst, die aber fast immer mit einem monat­lichen oder jährlichen Abo zu Buche schlagen. Im Hause Opera den nächsten Schritt und spendiert seinem Browser nun einen VPN, der zum einen kostenlos ist, zum anderen aber eben auch direkt in den Browser imple­men­tiert wurde und in den Einstel­lungen aktiviert werden kann. Ist der VPN aktiviert, werden eure Anfragen über einen Opera-Server geleitet, wodurch eure echte IP-Adresse „verschleiert“ und die gesamte Verbindung verschlüsselt wird. Im VPN-Menü, welches über den neuen Button in der Adress­leiste vorhanden ist, lässt sich auch der gewünschte Standort auswählen, aktuell gibt es hier Deutschland, Kanada und die US of America zur Auswahl – weitere Standorte sollen folgen. 

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Neben dieser „Anony­mi­sierung“ (Achtung: Die Server „wissen“ natürlich, wer ihr seid – nicht mit dem Tor-Netzwerk zu vergleichen) und Verschlüs­selung lassen sich auf diese Weise natürlich auch auslän­dische und nicht in Deutschland zugäng­liche Dienste nutzen – zumindest, wenn diese keinen VPN-Blocker nutzen, wie es zum Beispiel Netflix seit einigen Monaten erfolg­reich macht. Ein weiterer Nachteil wäre natürlich, dass der VPN im Gegensatz zu einer system­weiten VPN-Lösung per Software nur im Opera-Browser greift. Trotz dessen eine starke Sache die man da vorge­stellt hat, einfacher geht es eigentlich nicht – auch wenn die Zahl der „nicht affinen“ Opera-Nutzer wohl recht gering ausfallen dürfte.

Wer sich Gedanken darüber macht, wie Opera seine Dienste (gibt ja auch noch den reinen Web-Proxy zum beschleu­nigten Surfen und Opera Max) finan­zieren möchte: Laut Opera werden keine Daten angli­siert, getrackt oder gespei­chert. Statt­dessen werden derartige Dienste und die benötigte Hardware aus dem „großen Opera-Topf“ finan­ziert. Man bekommt ja nicht gerade wenig von Google (für die Festlegung als Standard­such­ma­schine) und von den Hardware-Herstellern, die im Hinter­grund auf Opera setzen – außerdem gibt es ja auch noch den Opera-eigenen Anzeigen-Dienst. 2014 hat man einen Umsatz von knapp 500 Millionen USD erwirt­schaftet. Soviel kurz dazu. 

Bislang ist der Build-in-VPN nur in der Developer-Version des Opera Browsers vorzu­finden, in den nächsten Wochen dürfte diese dann aber erst in den Beta- und dann in den Stable-Channel springen. Was haltet ihr von der Idee?

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Quelle Opera Blogs