kurztest-philips-sceneswitch-die-smarte-dimmbare-led-birne-ohne-app-wifi-und-bluetooth-2

Mit Leucht­mitteln ist das immer so eine Sache: Für den gemüt­lichen Abend ist ein warm-weißes, leicht gedämmtes Licht deutlich angenehmer, als eine kalt-weiße, hell strah­lende Beleuchtung, beim Arbeiten und Lernen aber ist es wiederum umgekehrt. Nun sind dimmbare Leucht­mittel keine Seltenheit mehr, aller­dings erfordert dies entweder eine Steckdose mit Dimmfunktion und Fernbe­dienung oder einen direkt im Licht­schalter verbauten Dummer. Alter­nativ dazu gibt es dann auch noch ganze „smarte“ Beleuch­tungen mit App- und Online-Anbindung, aber das wäre mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Philips, mit dem Hue-System feder­führend bezüglich der „smarten Beleuchtung“ hat nun mit den SceneS­witch-Leucht­mittel eine Art Zwischen­lösung geschaffen, die ohne zusätz­liche Instal­la­tionen und ohne irgendeine App-Anbindung und Bluetooth- oder WiFi-Verbindung daher­kommt.

Aktuell sind drei verschiedene LED-Birnen verfügbar: Standardform mit E27-Gewinde, Kerzenform mit E17 und einen GU10 Reflektor. Die Lampen müssen einfach nur wie gewohnt in die Lampen­fassung geschraubt werden und wie ein normales Leucht­mittel einge­setzt werden. Der Clou steckt in der integrierten Dimmfunktion der Leuchten: Schaltet ihr den Licht­schalter einmal ein, wird die Lampe mit 100% ihrer Leistung und einem warm-weißen Licht einge­schaltet. Wird der Licht­schalter nun in einem kurzen Abstand nochmals ein- und ausge­schaltet, reduziert sich die Helligkeit auf 40%, gleich­zeitig wird auch die Licht­farbe herun­ter­ge­schraubt. Ein drittes Ein- und Ausschalten über den Licht­schalter lässt die Lampen mit nur noch 10% und einem sanften Kerzen­lichtgelb erstrahlen. Folgende Daten besitzen die drei unter­schied­lichen LED-Birnen: 


philips-sceneswitch-e27Standardform (E27-Gewinde):

Strom­ver­brauch etwa 8 Watt, 

ersetzt eine 60 Watt Glühbirne 

Licht­farbe (Kelvin): 2700 → 2500 → 2200 

Helligkeit (Lumen): 806 → 320 → 80 


philips-sceneswitch-e14Kerzenform (E14-Gewinde):

Strom­ver­brauch etwa 5,5 Watt 

ersetzt eine 40 Watt Glühbirne 

Licht­farbe (Kelvin): 2700 → 2500 → 2200 

Helligkeit (Lumen): 470 → 190 → 50 


philips-sceneswitch-gu10GU10 Reflektor:

Strom­ver­brauch etwa 4,5 Watt 

ersetzt eine 50 Watt Glühbirne 

Licht­farbe (Kelvin): 2700 → 2500 → 2200 

Helligkeit (Lumen): 350 → 140 → 40 


Das Wechseln der Licht­ein­stel­lungen per Licht­schalter klappte bei mir ohne Probleme, man hat ein paar Sekunden Zeit. Dank einer integrierten Memory-Funktion merken sich die Lampen auch die zuletzt genutzte Licht­szene und schalten sich beim nächsten Mal automa­tisch mit dieser ein – weswegen man eben die Zeitbe­schränkung von 30 Minuten zum Wechsel der Licht­ein­stel­lungen entschieden hat. Wer eine Decken­leuchte oder Stehlampe mit mehreren Sockel besitzt, der kann die SceneS­witch-Leuchten auch hier verwenden, denn über den Licht­schalter werden eben auch mehrere Lampen synchro­ni­siert – sofern man dies so nennen möchte oder kann, schließlich reagieren alle Lampen gleich auf den Schalt­vorgang.

Finde ich eine sehr praktische und angenehme Sache, die eben wie erwähnt irgendwie zwischen handels­üb­lichen Leucht­mitteln und einer „smarten“ Beleuchtung á la Hue angesiedelt ist. Dimmbare Leuchten ohne Umbau, entspre­chender Lampen oder App – hat was. Preislich ruft man etwa 10 Euro pro LED-Birne auf – also ein recht spürbarer Aufschlag im Vergleich zur handels­üb­lichen LED-Birne, die es je nach Hersteller und Händler zwischen zwei bis vier Euro pro Stück gibt. Ich für meinen Teil habe es in Kauf genommen, man muss ja nicht gleich sämtliche Lampen neu ausstatten. Die durch­schnitt­liche Leucht­dauer wird von Philips auf rund 15.000 Stunden beziffert – geht also auch in Ordnung.