iOS: Musik-App Pyro verspricht nahtlose & taktgleiche Übergänge zwischen Songs

Am 12.02.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:03 Minuten

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Aus dem Hause Serato gibt es eine neue Musik-App für’s iPhone und iPad, die auf eure lokale Musik­bi­bliothek und auf Spotify zugreifen kann und nahtlose, taktgleiche Übergänge zwischen einzelnen Songs verspricht.

Eigentlich alle Musik-Apps handhaben es so, dass zwischen einzelnen Songs eine kurze Sekunde Pause herrscht, bevor zum nächsten Song überge­gangen wird. Einige Player bieten zwar die Option eines nahtlosen Übergangs, hierbei werden die Songs aber lediglich ohne Pause direkt anein­ander gehangen – wirklich große Kunst ist auch das nicht. Ganz anders möchte es hingegen die neuste iOS-App namens Pyro aus dem Hause Serato machen. Serato dürfte (semi-)professionellen DJs ein Begriff sein, immerhin gilt die DJ-Software als eine der besten auf dem Markt. Mit Pyro aller­dings richtet man sich nicht an profes­sio­nelle Platten­auf­leger, sondern eher an die Nutzer zuhause. 

Im Grunde ist es simpel: Pyro kann auf eure lokal gespei­cherte Musik zugreifen, alter­nativ dazu könnt ihr die App auch mit eurem Spotify-Account verbinden (Premium voraus­ge­setzt) und auf die dortigen Tracks zugreifen. Mit diesen erstellt ihr nun eure gewünschte Playlist, kennt man ja. Der Clou ist aber: Serato hat der App einen intel­li­genten Algorithmus spendiert, welcher die einge­reihten Songs analy­siert und so die richtige Stelle für den Übergang zum nächsten Song findet, zum Beispiel indem auch die Geschwin­digkeit für einen kurzen Moment angepasst wird. Deswegen gilt natürlich: Je ähnlicher die Beats per minute, umso besser lassen sich die Songs natürlich „cross­faden“.

Außerdem ist natürlich auch ein manueller Sprung möglich, auch hier versucht die App den Übergang möglichst „sanft“ zu vollbringen. Die Playlist lässt sich natürlich in Echtzeit bearbeiten und speichern (inklusive zuvor gespielten Songs), außerdem steht eine „Mix it“-Funktion zur Verfügung, mit der die Songs entspre­chend ihrer Analyse besser sortiert werden. Ist die Playlist abgespielt erklingt aber dennoch keine Ruhe, statt­dessen spielt die App weitere, ähnliche Songs ab. Und wer keine eigene Playlist zusam­men­stellen möchte, der kann auch auf kuratierte Themen-Playlists zurück­greifen – in diesen finden sich nur Songs und Sortie­rungen, die besonders gut zusam­men­passen.

Klingt ein wenig nach dem zuletzt integriertem Spotify Party, nur eben mit eigenen Songs. Die Idee des Cross­fa­dings ist zwar nicht neu, die wenigsten Apps bietet aber einen derar­tigen Algorithmus, mit dem sich die Übergänge feiner gestalten lassen. Und ja: ich bin durchaus positiv angetan, denn die Übergänge sind wirklich nahtlos und die Musik bleibt – zumindest während des Übergangs – im Takt. Natürlich: Japanische Kampf­hör­spiele auf Tears in Heaven kommt auch hiermit nicht sonderlich gut, sollte man aber aufgrund des Stimmungs­ab­falls sicherlich auch nicht unbedingt machen.

Ansonsten: definitiv eine App für die nächste Party, die man sich einmal anschauen kann. Immerhin ist Pyro kostenlos zu haben und bietet zu guter Letzt auch noch eine App für die Apple Watch.

via 9to5mac