Spark by Readdle: Finale Version der Mail-App für den Mac ist da

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Readdle hat seine gelun­genere Mail-App namens Spark nun auch in finaler Version für den Mac veröf­fent­licht – Download und Nutzung der App sind wie gewohnt kostenlos.

Eine der besten Software­schmieden in Zeiten von mobilen Apps? Keine Frage Readdle, deren iOS-Apps allesamt hoher Qualität und einen Blick wert – egal ob nun das kostenlose Documents oder auch PDF Expert, Scanner Pro und Co. Mit Spark hat man auch schon seit Mai 2015 eine Mail-App im Angebot, auf die ich lange Zeit gesetzt habe. Mangels verfüg­barer Mac-App und der Tatsache, dass vor allem zwecks Mail-Wieder­vorlage auf eine Plattform gesetzt werden sollte, habe ich zuletzt Airmail verwendet. Bereits im November 2015(!) wurde Spark zwar auch schon für den Mac angekündigt, aller­dings hat man erst vor wenigen Wochen den nächsten Schritt gewagt und eine Beta-Version veröf­fent­licht. Und nun? Nun steht tatsächlich die finale Version der Mail-App im Mac App Store zum Download bereit. 

Vom typische Aufbau her unter­scheidet sich Spark natürlich nicht großartig von anderen Mail-Clients: links findet man die Seiten­leiste mit allen Ordnern vor, mittig die eigent­liche Mail-Listen und rechts eben den Inhalt einer ausge­wählten Apps. Mails lassen sich durch­suchen, beant­worten, weiter­leiten – das übliche ist halt (welch Überra­schung) an Bord. Daneben aber kommt Spark auch noch mit weiteren Features daher, wie zum Beispiel die inzwi­schen bekannte Mail-Wieder­vorlage zu einem späteren Zeitpunkt, Schnell­antwort mittels Emojis, Gesten in der Mail-Auflistung (zwei Aktionen pro Richtung), Versand und Empfang von Lesebe­stä­ti­gungen und weitere Kleinig­keiten, die das Arbeiten mit einem Mail-Client effek­tiver gestalten sollen. 

Ebenfalls natürlich enthalten: der bereits aus der iOS-App bekannte „intel­li­gente Posteingang“ (aka Smart Inbox). Diese sortiert eure einge­henden Mails nach Wichtigkeit – auf Wunsch erhaltet ihr dann nur Benach­rich­ti­gungen von „wichtigen“ Mails. Funktio­niert ganz gut, zumindest Newsletter und andere Info-Mails werden zuver­lässig erkannt und verschwinden schweigsam im Posteingang. Sollte doch mal eine Mail falsch katego­ri­siert worden sein, könnt ihr den Nachrichten-Typ flott ändern – möglich ist „Privat“, „Benach­rich­ti­gungen“ und „Newsletter“. Auch bezüglich des Supports der neuen MacBook Pros mit Touch Bar hat man sich nicht lumpen lassen und bereits zur Erstver­öf­fent­li­chung eine Unter­stützung der zusätz­lichen OLED-Leiste mit (konfi­gu­rier­baren) Shortcuts imple­men­tiert.

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Ansonsten unter­stützt Spark eben sämtliche POP3- und IMAP-Konten und kommt dabei auch mit Aliasen und unter­schied­lichen Signa­turen zurecht – wer die iOS-App nutzt, der kann die Accounts und Einstel­lungen übrigens auch über die iCloud synchro­ni­sieren. Optisch gibt es hier und da zwar ein paar kleinere Details an denen man arbeiten kann (die Seiten­leiste nimmt mir zum Beispiel zu viel Platz weg und ich würde die Mailspalte gerne ausblenden können), aber im Großen und Ganzen macht Spark einen aufge­räumten und gelun­genen Eindruck. Dieser Eindruck bleibt auch bei der weiteren Nutzung, denn trotz Beta-Label arbeitete Spark um einiges zuver­läs­siger als zum Beispiel Airmail – vor allem was der Sync mit der iOS-App betrifft. Einziger kleiner Wermuts­tropfen: Die Mac-App spricht zumindest zum initialen Release leider nur Englisch – Deutsch soll aber noch folgen, wie auch die Integration anderer Dienste im Stile der iOS-App. 

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