Sylo für iOS & Mac: Musik-Player für iTunes, Spotify, YouTube & Sound­Cloud

Am 07.11.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:53 Minuten

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Musik kommt heutzutage nur noch selten aus einer einzigen Quelle, oftmals sind es gleich zwei oder gar noch mehr. Inzwi­schen ist es nicht mehr selten, dass der Großteil an Musik über Spotify gestreamt wird, hinzu kommen ein paar lokale Songs aus iTunes (oder in Spotify impor­tiert), sowie seltene Stücke, Remixes oder Mashups von Sound­Cloud oder YouTube. Und fertig ist das Wirrwarr, denn zum Abspielen von Songs auf unter­schied­lichen Platt­formen muss man immer wieder zwischen den Anwen­dungen wechseln. Die kostenlose App Sylo für iOS und macOS möchte dem ein Ende bereiten und sieht sich als „All in One“-Musik-Player, der Tracks aus iTunes, Spotify, YouTube und Sound­Cloud als ein ganzes betrachtet. 

Sylo für macOS herun­ter­laden

Sylo - Unlimited Free Music
Entwickler: Unision Inc.
Preis: Kostenlos

Erst einmal: Sylo erfordert zwingend einen Account, wer sich damit nicht arran­gieren kann, der kann es direkt sein lassen – hat aber auch ein paar Vorteile, siehe nächsten Absatz. Optisch erinnert Sylo auf dem Mac ein wenig an iTunes, auch die iOS-App ist gelungen – insgesamt wirkt die Oberfläche sehr aufge­räumt und übersichtlich und auch beim Thema Bedienung unter­scheidet sich Sylo nicht groß von anderen Musik-Playern. In der linken Seiten­leiste könnt ihr euch durch verschiedene Listen klicken, rechts findet ihr dann die entspre­chenden Songs vor, deren Sortierung sich wie gewohnt ändern lässt. Die Library enthält alle euren hinzu­ge­fügten Songs, der Discover-Tab blendet Höremp­feh­lungen von großen Musik-Blogs ein und Queue ist eben eure aktuelle Abspiel­rei­hen­folge.

Nun gibt es aber dennoch ein paar Beson­der­heiten, die Sylo überhaupt erst recht­fer­tigen. In der Seiten­leiste seht ihr schon: Ihr könnt nicht nur auf eure iTunes-Musik und -Playlists zugreifen, sondern auch euren Sound­Cloud- und Spotify-Account mit Sylo verbinden und erhaltet daraufhin Zugriff auf eure dortigen Wieder­ga­be­listen, Feeds und ähnlichem. Eine Änderung der Playlists ist aber (aktuell) nicht möglich. Aktiviert ihr oben rechts die Suche, so sucht Sylo nicht nur in eurer Sylo-Library, sondern eben auch innerhalb iTunes, Spotify, Sound­Cloud und YouTube – auf Wunsch können euch sämtliche Ergeb­nisse auch in einem gemein­samen Reiter angezeigt werden. Und natürlich lässt sich nicht nur nach Tracks suchen, sondern auch nach Künstlern, Playlists oder YouTube-Kanälen. 

Und eben dieses gemeinsame macht den Clou von Sylo aus, denn ihr könnt Tracks aus allen unter­stützen Platt­formen in eure Library packen und natürlich auch zu Wieder­ga­be­listen hinzu­fügen – die App macht hier keinerlei Unter­schied (außer vom Icon in der Track­liste), ob ein Songs nun von Spotify oder von Sound­Cloud kommt. Also im Grunde genau so, wie ich es mir von einem Musik-Dienst wünschen würde – egal ob gestreamte Musik oder lokale Dateien, ich möchte ein Nutzungs­er­lebnis haben, hat bis dato noch kein Streaming-Anbieter so wirklich auf die Reihe bekommen, am ehesten wohl Deezer. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Vorteile, dass Sylo nur mit einem Nutzer­ac­count funktio­niert: Eure Library und die Playlists werden über die Sylo-Cloud zwischen iOS und macOS synchro­ni­siert. Tracks aus Spotify, Sound­Cloud und YouTube sind dabei von jedem Gerät abruf­bereit, Musik­titel aus iTunes natürlich nur dann, wenn sie auch lokal auf dem Gerät vorliegen. Ebenso lassen sich Playlists direkt teilen, andere Nutzer können sich diese sogar direkt im Browser anhören, wobei auch hier gilt: lokale iTunes-Songs sind nicht inbegriffen. Drittes nettes Feature des Sylo-Accounts sind die so genannten „Circles“: Playlists, zu denen ihr andere Nutzer einladen könnt und in denen enthaltene Songs favori­siert und kommen­tiert werden können. 

Auch die iOS-App macht indes einen sehr gelun­genen Eindruck und Apple und Spotify können sich gerne etwas von der App anschauen: sehr übersichtlich, alle Funktionen und Optionen sind schnell gefunden und vor allem die Geschwin­digkeit während der Bedienung macht Laune. Ob Sylo nun unbedingt etwas für den täglichen Musik­konsum ist, kommt letztlich wirklich darauf an, wie eure Hörge­wohn­heiten so gelagert sind und welche Musik-Quellen ihr nutzt. Dennoch ist Sylo mal einen Blick wert, zumal die ganze Geschichte kostenlos ist – wie man sich in Zukunft finan­zieren möchte, dazu gibt es aktuell noch keine genauen Vorstel­lungen.

via Product Hunt