tado°: Thermostate mit überarbeiteter Hardware und neuen App-Funktionen

Marcel Am 31.08.2018 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:13 Minuten

tado° hat auf der IFA 2018 in Berlin eine optimierte Version ihrer smarten Heizkörper-Thermostate vorgestellt und gleichzeitig neue Funktionen für die eigene App angekündigt.

Die smarte Heizungssteuerung von tado° habe ich schon einige Male hier im Blog vorgestellt. Trotz dessen, dass ich die restlichen Teile der Wohnung über die Smart Home-Zentrale homee steuere, hatte ich bis noch keinerlei Ambitionen, auch die Heizungssteuerung in homee zu übernehmen. Denn das System der Münchener funktioniert so gut, dass ich keine Notwendigkeit sehe und eher nach dem Motto „Never change a running team“ agiere. Inzwischen sind zwei Winter vorübergezogen und nachdem ich bereits im Vorjahr eine Ersparnis von rund 1.000 Heizeinheiten hatte (hier kamen die Thermostate nur ein paar Monate zum Einsatz), kamen mit tado° nochmals ein Minus von knapp 1.500 Einheiten hinzu. Wieviel man spart hängt natürlich immer vom bisherigen Heizverhalten ab und darauf, wie penibel man auf die Heizleistung achtet.

Nun hat man auf der IFA 2018 neue Hardware in Form der V3+ Thermostate vorgestellt. Wie man anhand des Plus-Zusatzes recht zügig erkennen dürfte: hierbei handelt es sich um keine völlig neue Hardware, sondern eine neue Generation mit punktuellen Verbesserungen. So werkelt im Inneren eine verbesserte Elektronik mit einem schnelleren Chipsatz und erhöhte Speicherkapazität, die Adapter für die Thermostate wurden verstärkt, Firmware-Updates sollen flotter überspielt und installiert werden und man hat dafür gesorgt, dass die Thermostate zu noch mehr Heizkörpern kompatibel sind. Allesamt Dinge, die man als Neukunde zwar mitnimmt, die mir aber auch noch nie sonderlich negativ aufgefallen sind – ein Austausch käme für mich eher nicht in Frage.

Die spannendere Neuerung des tado°-Systems ist sogleich in der Software (genauer gesagt den Apps) zu finden sind und lässt sich daher auch mit den bisherigen V3-Thermostaten nutzen: der neue Raumluft-Komfort-Skill. Mit diesem soll das eine gesündere Innenraumluftqualität, höhere Produktivität und bessere Schlafqualität zu erreichen lassen. Beispielsweise gibt es Hinweise, wann und wie lange Nutzer die Fenster öffnen sollen, oder wie die Luftfeuchtigkeit verringert werden kann. Diese Empfehlungen basieren auf verschiedenen Daten wie zum Beispiel der Luftqualität innen und außen, wie viele Personen anwesend sind und lokalen Wettervorhersagen. Wenn zum Beispiel die Schadstoffbelastung während der Hauptverkehrszeit erhöht ist oder aktuell in der Umgebung verstärkt Pollen fliegen, liefert tado° Vorschläge, wann man die Fenster öffnen soll. Also eine weitere Ergänzung zur ortsabhängigen Steuerung, der Fenster-Offen-Erkennung, den anschaulichen Statistiken und dem Zeitplan.

Die Preise für die Bridge und Heizkörper-Thermostate sind wie gehabt: Das Smarte Thermostat Starter Kit V3+ ist zu einer UVP von rund 200 Euro zu haben. Das Smarte Heizkörper-Thermostat Starter Kit inklusive eines Smarten Heizkörper-Thermostats gibt es für 130 Euro – und natürlich sind weitere Einzel- und Multipacks vorhanden. Auch das Mietmodell gibt es weiterhin, dies halte ich aber für Mullumullu – zu teuer, zu unfair kalkuliert, wie bereits im Testbericht vor fast zwei Jahren niedergeschrieben. Ansonsten aber kann ich tado° weiterhin nur empfehlen und mache dies auch gerne – denn das System läuft hier zwei besagten zwei Jahren ohne Fehler und nahezu wartungsfrei, lediglich die Batterien müssen dann und wann mal ausgetauscht werden.

Quelle tado°

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3 Kommentare vorhanden

Also das hat mich jetzt neugierig gemacht.

Thermostate sind ja erstmal nicht so sexy wie „klassische Gadgets“, wo im schlimmsten Fall der Spieltrieb als Ausrede für den Kauf herhalten kann Aber sie können helfen Geld zu sparen, insofern finde ich das spannend.

Wärest Du so nett mir zu erklären was „Heizeinheiten“ sind bzw. lässt sich das in einen Geldwert umrechnen? Wie viele Jahre hast Du zur Amortisation eingeplant?

Danke & Grüße
Martin

    Einfach mal auf die Heiz- bzw. Betriebskostenabrechnung schauen. Ist im Grunde wie bei Strom: Pro Einheit hast du einen Betrag x, der eben mit den verbrauchten Einheiten multipliziert wird. Heizeinheiten, Einheiten, Verbrauch…

    Wir haben in den letzten drei Jahren 90, 185 und 210 € von den Nebenkosten zurückerhalten – demnach haben sich die Thermostate bereits amortisiert.

    Kommt natürlich immer darauf an wie du jetzt heizt, im Zweifel gibt es jedoch auch eine „Zufriedenheitsgarantie“ von tado°… Aber mehr dazu hier im Test: https://tchgdns.de/test-tado-smartes-heizkoerper-thermostat-ifttt-amazon-echo-apple-homekit/

    Ähm, okay die Frage klang vielleicht naiv, zugegeben hab aber tatsächlich aufgrund häufiger Umzüge, Ortswechsel und jahrelanger Untermiete schon ewig keine Heizkostenabrechnung mehr in der Hand gehabt.
    Aber nachdem ich nun endlich wieder in der „eigene Wohnung“ lebe ist das Thema wieder aktuell. Dann lese ich mir jetzt mal den anderen Artikel durch und schaue mir die Thermostate mal näher an.
    Das ging dann ja wirklich fix mit der Amortisation, verdammt gutes Kaufargument!
    Und Danke für die schnelle Antwort … und prinzipiell für Deine Arbeit hier im Blog, lese schon lange via RSS Feed mit.

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