Tempad: Hübscher und simpler Markdown-Editor mit Sync für Mac und iOS

Marcel Am 18.09.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:59 Minuten

Markdown-Editoren habe ich im Blog schon zur Genüge vorgestellt und eigentlich dürften alle Nutzeransprüche erfüllt sein. Aber Software entwickelt sich weiter – oder sollte es zumindest, denn die ein oder andere App wird nicht mehr weiterentwickelt oder verändert sich dahingehend, dass man als Nutzer nicht mehr zufrieden ist. Ulysses zum Beispiel hat mit dem Umstieg aufs Abo-Modell (glücklicherweise) noch wenig Kritik abbekommen, der Editor Bear ist direkt mit diesem an den Start gegangen. Und dann gibt es da eben noch einmalig kostenpflichtige (aber recht hochpreisige) Editoren wie der iAWriter und viele inzwischen vernachlässigte Editoren. Aus diesem Grunde sind Alternative immer gut und so soll auch Tempad eine Change bekommen.

Dabei handelt es sich um einen eigentlich simpel gehaltenen Texteditor mit Markdown-Unterstützung, Apps sind für macOS und iOS zu haben, Android soll noch folgen. Zugegeben: Tempad kann nicht sehr viel, kann aber durch seine Optik voll und ganz überzeugen. Der Aufbau ist recht klassisch gehalten: in der linken Seitenleiste findet ihr eure hinterlegten Notizen beziehungsweise Texte vor, daneben dann eben das eigentliche Dokument. Notizen lassen sich auch oben an der Sidebar anpinnen, mit einem Passwort schützen (leider ohne Unterstützung für Touch ID) und natürlich ist auch eine Suche integriert. Schade: eine iPad-App fehlt völlig, lediglich eine App fürs iPhone existiert.

Darüber hinaus bietet Tempad auch eine Auto-Speicherung und Rechtschreibprüfung an und kann eure Notizen zwischen den System hin und her synchronisieren. Hierbei setzt man allerdings nicht auf die iCloud, sondern greift auf Google Drive zurück – ein Google-Account ist demnach Pflicht. Ob man dadurch als Nutzer nun weniger eingeengt wird, wie seitens des Entwicklers vollmundig mit „No iCloud lock-in“ beworben? Ansichtssache, jedenfalls hat dies den Vorteil, dass man eben nicht auf macOS und iOS angewiesen ist. Eine Option, zwischen Google Drive und Alternativen wie iCloud und Dropbox wechseln zu können wäre dennoch von Vorteil.

Ansonsten war es das dann auch schon, Tempad setzt den Fokus eben auf wenig Spielereien. Dennoch geht die Entwicklung natürlich auch hier weiter und mit kommenden Updates sollen dann auch Zen- und Typewriter-Modus, Revisionen, lokale Backups und optische Anpassungsmöglichkeiten integriert werden. Der Zen-Modus wäre meiner Meinung nach wie auch eine iPad-Unterstützung ein klein wenig existenziell, sieht man aber mal davon ab, hat Tempad definitiv Potential. Dabei fällt der Preis mit 5,49 € für die Mac– und 0,99 € für die iOS-Version im Vergleich zu anderen Editoren vergleichsweise schmal aus.

Wer sich mit Mac- und iPhone-App zufrieden gibt, der kann sich den Editor einmal anschauen, alle anderen (und ich ebenso) sollten Tempad aber dennoch im Hinterkopf und im Blick behalten.

Tempad
Tempad
Entwickler: Pavlo Buhaievskyi
Preis: Kostenlos
Tempad
Tempad
Entwickler: Pavlo Buhaievskyi
Preis: Kostenlos
Info

Für den Mac gibt es im übrigen noch eine Lite-Version, hierbei handelt es sich aber um einen reinen Ein-Fenster-Editor á la TextEdit.

Tempad Lite
Tempad Lite
Entwickler: Pavlo Buhaievskyi
Preis: Kostenlos

via Product Hunt

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