Seit etwa zwei einhalb Jahren ist der Teufel BT BAMSTER bereits auf dem Markt, binnen dieser Zeit konnte sich der Bluetooth-Lautsprecher seinen Platz unter den belieb­testen mobilen Lautspre­chern sichern. Wie von Teufel gewohnt gab es hier hochwertige Materialien, eine saubere Verar­beitung, ein unver­spieltes Design und natürlich eine gehörige Portion Teufel-Sound. Nun hat man dem BT BAMSTER ein großes Update spendiert, gleich­zeitig ist das „BT“ wegge­fallen – aller­dings nur im Namen, denn der Teufel BAMSTER ist auch weiterhin ein gewohnter Bluetooth-Lautsprecher. Und nachdem ich bereits vor einigen Monaten den kleinsten Teufel-Lautsprecher, genauer gesagt den BAMSTER XS Probe­hören konnte, folgt nun der frisch aufge­legte BAMSTER. 

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Design und Verar­beitung

Auch bei der Neuauflage hat Teufel das Grund­design des BAMSTER nur bedingt geändert. Mit seinen Abmes­sungen von etwa 7,2 x 31,5 x 5,0 Zenti­metern und einem um etwa 35 Grad angeschrägtem Gehäuse erinnert der Teufel BAMSTER ein wenig an eine Mini-Soundbar, in Kombi­nation mit einem Gewicht von rund 730 Gramm ist der BAMSTER auf den ersten Blick alles andere als ein „Immer dabei“-Lautsprecher. Wie sich aller­dings noch heraus­stellen sollte, hat die in die Länge gezogene Front mit ihren zwei Bandbrei­ten­laut­spre­chern und Tieftönern einen akusti­schen Vorteil und auch das vergleichs­weise hohe Gewicht ist natürlich der Tatsache geschuldet, dass Teufel wie auch bei dem restlichen Lautsprecher-Portfolio nicht auf Kunst­stoff, sondern vielmehr auf hochwer­tiges Aluminium setzt. Das Design ist wie von Teufel gewohnt schnör­kelos, würde ich fast schon als zeitlos betrachten. 

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Der rustikale Aluminium-Rahmen zieht sich einmal um das komplette Gehäuse, an der Front gibt es ein feines Draht­ge­flecht, hinter dem sich die erwähnten Treiber befinden und deren rote Umrahmung leicht durch das Gitter schimmert. Akzent­punkt des Front­de­signs ist ohne Frage das Rad an der rechten Seite, mit dem sich die Wiedergabe-Lautstärke justieren lässt – aller­dings „nur“ digital. Außerdem ist hier auch eine kleine LED verbaut, die euch verschiedene Infor­ma­tionen anzeigen kann. So pulsiert die LED während der Akku geladen wird, leuchtet konstant wenn ein Quell­gerät verbunden ist, pulsiert im oberen und unteren Feld wenn der Lautsprecher stumm­ge­schaltet ist und auch der Akku-Ladestand kann durch ein Lauflicht alle 15, 5 und 2 Minuten für 25%, 10% und 5% grob abgeschätzt werden. 

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Das Rad lässt sich ohne Hakler bedienen, macht definitiv mehr Spaß als die sonst zum Einsatz kommenden Buttons. Apropos Buttons: Gibt es auch, nämlich auf der Rückseite des BAMSTER. Neben dem obliga­to­ri­schen Klinken­stecker, einem MicroUSB-Port zum Laden des Akkus und einem Ein-/Aus-Schieberegler gibt es auch den von Teufel bekannten Multi­funk­ti­ons­button. Mit diesem lässt sich der Pairing-Modus aktivieren (3 Sekunden drücken), die Wiedergabe pausieren und starten (einmal drücken) oder auch Songs überspringen (doppelt drücken). Anregung für den BAMSTER 2: Ich hätte es toll gefunden, wenn das Rad noch – ähnlich wie bei Mausrädern – einen Druck­me­cha­nismus hätte, sodass man darüber auch die Wiedergabe pausieren oder starten kann.

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Die Unter­seite ist einer leichten Gummierung versehen, die nicht nur für einen rutsch­festen Stand sorgt, sondern auch die Übertragung des Bass auf den Unter­grund ein wenig abfedert. Kurios: Obwohl nichts angekündigt ist, besitzt der BAMSTER an der Unter­seite zwei kleine Kontakte – entweder man hat hier lediglich etwas herum­ge­testet oder aber es folgt noch eine optionale Ladeschale wie sie zum Beispiel der größere BAMSTER Pro besitzt. Wäre jeden­falls etwas. Aber wie dem auch sei: Der BAMSTER ist astrein verar­beitet, könnte man kaum besser machen. Durch den Alu-Rahmen äußerst stabil, keinerlei Spaltmaße oder unsaubere Ausspa­rungen, nichts rappelt und klappert. Teufel pur.

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Bluetooth und Akkulaufzeit

Das Herstellen einer Bluetooth-Verbindung war mit allen getes­teten Geräten – egal ob iPhone, iPad, Android-Smart­phone oder auch der Mac – ohne Probleme möglich. Inzwi­schen immer häufiger anzutreffen und (natürlich) auch im BAMSTER enthalten ist die Möglichkeit, den Lautsprecher im so genannten Party Mode mit zwei Geräten verbinden zu können. So können im Garten zwei Geräte als Wieder­ga­be­quelle zum Einsatz kommen, Zuhause erspart man sich unter Umständen den Wechsel zwischen Laptop und Smart­phone. Hierbei gut zu wissen: Hat man dem BAMSTER mit dem zweiten Abspiel­gerät gekoppelt, muss man das erste Gerät noch einmal neu koppeln – dann erst sind beide Geräte parallel mit dem Lautsprecher verbunden. Die Wiedergabe ist aller­dings, wie üblich, nicht gleich­zeitig möglich, statt­dessen unter­bricht eine auf Gerät A gestartete Wiedergabe die bereits laufende Wiedergabe von Gerät B. 

Bezüglich der Akkulaufzeit des BAMSTER gibt Teufel selbst rund 12 Stunden an. Solche Werte von Herstellern sind natürlich immer mit Vorsicht zu genießen, erfah­rungs­gemäß sind die Teufel-Angaben aber immer recht zuver­lässig. In meinem Testläufen gab der BAMSTER nach erreichten zehn Stunden keinen Ton mehr von sich – aller­dings fairer­weise auch in einer Lautstärke, die über der für Hersteller-Angaben üblichen Zimmer­laut­stärke lag. Ergo: Je nach verwen­deter Lautstärke sind die 12 Stunden sicherlich machbar. Nach 20 Minuten ohne Eingangs­signal schaltet sich der BAMSTER übrigens automa­tisch in den Energie­spar­modus, nach weiteren 20 Minuten schaltet er sich dann komplett ab. Ist der Akku dann einmal entladen, muss der Lautsprecher etwa 2 bis 2½ Stunden am Strom hängen, möchte man ihn wieder vollständig einsatz­bereit machen. 

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Hören, hear, entendre

Aus rein techni­scher Sicht setzt Teufel auf zwei 40-mm-Breit­band­laut­sprecher, die jeweils von einem 65-mm-Passiv­tief­tönern unter­stützt werden. Letztlich ist die Sound­qua­lität aber abhängig vom Hörer bezie­hungs­weise der einge­setzten Medien­quellen und des favori­sierten Musik-Genre. Was man aber definitiv sagen kann: Mit anstän­diger Musik­quelle (und damit meiner ich nicht die 128 kbit/s Mp3-Rips von YouTube) erledigt der Teufel BAMSTER seine Arbeit zur vollster Zufrie­denheit, wie es so schön in Arbeits­zeug­nissen heißt. Im Bereich der Höhen und der Mitten gibt es wenig an der Wiedergabe auszu­setzen. Auch der Bass besitzt im Vergleich zum kleinen BAMSTER XS deutlich mehr Volumen und ist klar zu vernehmen, aufgrund der aber noch immer kompakten Bauweise ist aber noch immer Luft nach oben. 

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Das aber wäre Jammern auf hohem Niveau, denn für einen portablen Lautsprecher sind auch die Tiefen absolut in Ordnung. Das Klangbild im Gesamten ist recht neutral gehalten, einzelne Musik­in­stru­mente sind klar als solche erkennbar und Stimmen kommen klar rüber. Dies gilt im übrigen auch für höhere Lautstärken: Zwar sind auch hier bei maximaler Lautstärke (meine dB-App misste 91 dB(A), also in etwa mit einem Press­luft­hammer zu vergleichen) leichte Verzer­rungen zu hören, dank der Anti-Clipping-Funktion hat der BAMSTER aber weniger Probleme als vergleichbare Bluetooth-Lautsprecher. Dennoch empfand ich die Wiedergabe eine kleine Stufe unterhalb der maximalen Lautstärke (quasi die „berühmte“ 85-Prozent-Marke) als angenehmste. Keine Verzer­rungen und dennoch ein Level dass ausreicht, um einen mittel­großen Raum und eine kleine Party mit ein paar mehr Leutchen zu beschallen. 

Es ist also egal, welches Musik-Genre ihr für euch bevorzugt, der BAMSTER liefert überall eine mehr als solide Leistung, sogar Orchester-lastige Tracks wie Nightwish oder Apoca­lyptica machen Laune, was gerade bei den kleinen, kompakten Lautspre­chern häufig etwas schwierig ist. Der BAMSTER kann aber nicht nur Musik, denn auch Podcasts bezie­hungs­weise Hörspiele und sogar Filme machen eine – auf die Größe bezogen – gute Figur. Durch die breite Front und die breit unter­ge­brachten Treiber schafft es der BAMSTER sogar, einen bis auf 1-2 Meter hörbaren Stereo­effekt zu erzeugen. 

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Something more to say?

  • Der Teufel BAMSTER unter­stützt übrigens aptX, ein Audio­co­dier­ver­fahren (inzwi­schen von Qualcomm), welches eine kabellose Übertragung in CD-Qualität erlaubt. iOS bezie­hungsweise die iPhones unter­stützten diesen Codec aller­dings nicht, insgesamt gibt es nur vergleichs­weise wenig Smart­phones mit Android, die aptX unter­stützen, weswegen ich zum hörbaren Unter­schied leider nichts sagen kann.
  • Wichtig für den Einsatz am Strand und im Freien: Der BAMSTER ist weder Spritz­wasser-, noch Staub- und Sandge­schützt. Ein knapper Regen­schauer sollte dem Lautsprecher nun nicht ins Reich des Elektro­schrotts bringen, dennoch sollte man ihn notfalls in die Tasche packen. Wer also einen dedizierten Outdoor-Lautsprecher sucht, der ist mit dem Rockster XS besser bedient.
  • Wie eigentlich alle Bluetooth-Lautsprecher eignet sich natürlich auch der Teufel BAMSTER als Freisprech­ein­richtung, wobei der Multi­funk­ti­ons­button auch als Button zum Annehmen von Anrufen zum Einsatz kommt. Die Sprach­qua­lität: Sehr gut – mehr muss man denke ich gar nicht sagen. Ihr versteht euren Gesprächs­partner ohne Probleme, umgekehrt ist dies ebenfalls der Fall. Wer hätte es anders gedacht? 
  • Dem Liefer­umfang liegt neben dem Lautsprecher selbst auch ein MicroUSB-Ladekabel und ein Klinken­kabel bei. Schade: Es gibt keine Trans­port­tasche, wie zum Beispiel beim BAMSTER XS der Fall – leider auch nicht als optio­nales Zubehör. Inzwi­schen hat Teufel auch eine Trans­port­tasche namens BAM BAG im Programm.

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Fazit und tl;dr

Fassen wir die genannten Punkte doch noch einmal kurz zusammen: Das Design des Teufel BAMSTER ist schlicht und unauf­geregt, eben typisch Teufel. Die Wahl der Materialen ist mehr als geglückt, auch die Verar­beitung ist absolut ohne Mängel und lässt eigentlich keinerlei negative Kritik zu. Das Drehrad zum verstellen der Lautstärke macht schlicht Laune, in Kombi­nation mit der Status-LED gibt es hiermit dann doch noch einen etwas auffäl­li­geren Akzent­punkt. Was die Sound­qua­lität betrifft, so muss man natürlich bauart­be­dingt ein paar Abstriche bei den Tiefen in Kauf nehmen, insgesamt aber liefert der BAMSTER quer durch alle Musik-Genre ein mehr als solides Ergebnis ab. Mit 10-12 Stunden Akkulaufzeit lassen sich genug Tracks hören. 

Nun stellt sich aber natürlich die Frage, wo man den Teufel BAMSTER positio­nieren möchte. Wer lediglich einen Lautsprecher für den portablen Einsatz sucht, der bekommt mit dem BAMSTER XS zwar etwas weniger kraft­vollen Sound geboten, dafür aber spart man nochmal einen Fünfziger und bekommt dazu einen Lautsprecher, der sogar in die Hosen­tasche passt und so deutlich schneller mal mitge­nommen ist. Für den expli­ziten Outdoor-Einsatz gibt es dann noch den ROCKSTER XS, der bei mir vor allem aufgrund des markanten Designs punkten konnte und mir auch beim Bass ein wenig besser gefallen hat – aller­dings wiederum einen Fünfziger mehr kostet. 

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Dennoch hat der BAMSTER seine Daseins­be­rech­tigung – und zwar als lupen­reiner Allrounder. Ob als Lautsprecher am Rechner (vor allem die silberne Variante passt super zum iMac, #fyi), als Mini-Soundbar für den Fernseher im Schlaf- oder Gäste­zimmer oder im Hotel oder einfach als mobiler Lautsprecher für Arbeits­zimmer, Küche, Bad, Keller oder sonst wo. Die Einsatz­zwecke sind vielfältig und mitge­nommen ist der BAMSTER letztlich auch ganz flott, egal ob man ihn nun nur als Bluetooth-Lautsprecher nutzt oder zum Beispiel mit dem Rechner verkabelt. Und genau diese Varia­bi­lität ist die Stärke und der USP des Teufel BAMSTER. 

Info

Amazon oder Teufel Online-Shop? Die Frage stellen sich sicherlich viele. Der Vorteil eines Kaufs im Teufel-eignenen Online-Shop: Ihr bekommt den Lautsprecher nicht nur aus erster Hand, sondern bekommt dazu auch noch die Möglichkeit, den BAMSTER acht Wochen lang Probe­hören zu können. Aber ehrlich? Ist er einmal im Hause, wollt ihr ihn so schnell nicht wieder abgeben.