Teufel Radio 3sixty im Test: Modernes Radio mit vielen Zuspielmöglichkeiten und sattem 360 Grad-Sound

Marcel Am 08.04.2018 veröffentlicht Lesezeit etwa 12:33 Minuten

Im vergangenen Jahr hat Teufel im Rahmen der IFA eine ganze Reihe an neuen Produkten vorgestellt. Darunter befand sich unter anderem eine neue Generation des Teufel BOOMSTER, den ich mir vor einigen Wochen einmal etwas genauer ansehen konnte. Neben weiteren Produktaktualisierungen gab es aber auch ein paar Neuheiten im Portfolio, wie das Teufel Radio 3sixty. Das klassische UKW-Radio dürfte in den Haushalten inzwischen fast ausgestorben sein, dank Internetradio und DAB(+) erfreut sich das Medium aber auch in Zeiten von Spotify und Co. weiterhin einer großen Beliebtheit. Mit dem Radio 3sixty wagt Teufel den Versuch, das gute alte Prinzip des Kofferradios ins 21. Jahrhundert zu portieren. Natürlich gepaart mit aktuellen Technologien wie Bluetooth, WiFi, Musik-Streaming via Spotify und Co. Und natürlich nicht ohne den von Teufel gewohnt guten Sound, in diesem Falle den namensgebenden 360 Grad-Sound, zu bieten. Ob das Konzept aufgeht und ob das der „Weltempfänger des 21. Jahrhunderts“ überzeugen kann, lest ihr in den folgenden Zeilen. Have fun.

Das Radio 3sixty ausgepackt

Auch beim Radio 3sixty hat Teufel zumindest designtechnisch keine Experimente gewagt und bleibt der gewohnten Designsprache treu, was ohne negative Intention gemeint ist. Ich mag das unverspielte und teils kantige Teufel-Design, dass sich durch nahezu sämtliche Hardware aus dem Portfolio zieht. Das Gehäuse misst etwa 28 x 17,5 x 12,5 Zentimeter und ist damit groß genug, um ein voluminöses Klangbild zu versprechen, andererseits aber auch klein genug, dass sich in fast allen Räumen ein passendes Plätzchen finden dürfte. Der Korpus selbst ist mitsamt den Füßen aus einem Guss gefertigt und fühlt sich hochwertig an, wenngleich es sich hierbei lediglich um einen massiven ABS-Kunststoff handelt. Böse Zungen nennen es auch Plastik, was dem Radio 3sixty aber nicht gerecht wird. Teufel zeigt mal wieder, dass man auch Kunststoff durchaus hochwertig verarbeiten kann.

Die Front wird von zwei großen runden Drehreglern dominiert, die der Lautstärke und der Menü-Navigation dienen und sich ohne Widerstand drehen lassen. Umgeben werden die Regler von einer Acrylglasplatte, die großflächig in die Front eingelassen wurde. Da stellt sich mir eine Frage: Wieso? Ist natürlich Geschmacksache, aber ich habe den Klavierlack-/Hochglanz-Trend noch nie verstanden und erst recht nicht, wenn der Rest des Korpus matt gehalten ist. Wollte man so verhindern, dass das mittig untergebrachte Display im ausgeschalteten Zustand kaum zu erkennen ist? Ziel erreicht, aber dafür ist eben die große Acrylglasplatte sichtbar. Ehrlich: Ich habe keine Ahnung. Aber vielleicht Ticke ich ja auch einfach nur völlig anders und es wird genau das von den Käufern gewünscht. Aber gut, so fiel die Design-Entscheidung nunmal aus und damit Ende des kleinen Ragealarms.

Zurück zur Front, die neben den Drehreglern und dem Display noch weitere Buttons beherbergt, eine ganze Vielzahl aufgereiht nebeneinander unterhalb des besagten Hochglanzareal. Viele Buttons für ein Radio – natürlich musste man die Vielzahl an Features irgendwie bedienbar machen, aber dazu gleich noch etwas genaueres. Auf der Rückseite geht es dann jedoch deutlich unauffälliger zu, hier hat man neben einer Teleskopantenne (ausgefahren etwa 75 Zentimeter) auch die Anschlüsse für das Stromkabel, einem Klinkenstecker und einem USB-Anschluss unterbracht. Letzterer dient als Ladebuchse für Smartphones, Tablets und Co. und liefert bis zu 1,5 Ampere Strom. Ganz nette Sache, auch wenn ein in die Oberseite integriertes Qi-Ladepad stärker gewesen wäre, dürfte allerdings schwer bis gar nicht zu integrieren sein.

Denn unter dem „Deckel“ mit seinem blickdichten Akustikstoff verbirgt sich das Herzstück des Radio 3sixty. Oder besser gesagt die Herzstücke. Zwei Hochmitteltöner mit jeweils 50 Millimeter hat Teufel hier untergebracht, die dank 360-Grad-Kegel den Sound in alle Richtungen leiten. Und im Gegensatz zum Low-Budget-Lautsprecher Element T6 von Tronsmart handelt es sich in diesem Falle um einen wirklichen 360 Grad Sound, das aber nur so am Rande. Neben den beiden Breitbandlautsprecher hat man dem „Kofferradio 2.0“ auch noch einen großen Bassreflexkanal und einen Subwoofer mit einem Durchmesser von 90 mm spendiert. Beide befinden sich offen und somit sichtbar an der Unterseite der schwarzen Box – und ohne zu viel Spoilern zu wollen, hat sich das Downfire-Prinzip von Teufel auch hier mal wieder bewährt.

Einrichtung, Bedienung & Features

Beim ersten Einschalten meldet sich der Einrichtungsassistent des Radio 3sixty zu Wort und möchte sich zunächst mit eurem WiFi-Netzwerk verbinden. Kann je nach Passwort recht umständlich und nervig sein – glücklicherweise unterstützt das 3sixty auch WPS, was die Schoose enorm erleichtert. Danach stehen euch dann schon sämtliche Funktionen zur Verfügung, einmal ganz stupide aufgelistet: Klassisches Radio via FM, Digitalradio über DAB+, Internet-Radiosender, Bluetooth, Spotify Connect und eine Weckfunktion. Viele Funktionen, die allesamt irgendwie unterbracht werden müssen. Mein erster Gedanke: Hey, da bietet sich eine App zur Einrichtung und Steuerung ja geradezu an, immerhin haben wir 2018. Aber möööp – ist nicht. Offizielle Aussagen gibt es nicht, wenngleich ich persönlich nicht glauben kann, dass man sich darüber keine Gedanken gemacht hat oder etwas in der Hinterhand hat.

Aber zum jetzigen Stand läuft die gesamte Einrichtung und Bedienung über die Drehregler und die Buttons direkt am Radio. Dies wirkt zwar recht altbacken, geht allerdings ganz gut von der Hand und hat auch seinen Charme. Die Buttons haben einen angenehmen Druckpunkt. Die Drehregler lassen sich frei drehen und reagieren fast schon zu gut, denn gerade beim Betätigen des rechten Select-Reglers (lässt sich drehen und zur Bestätigung der Auswahl drücken) passierte es mir recht oft, dass ich wieder einen Eintrag nach oben oder unten rutschte. Aber man gewöhnt sich mit der Zeit dran. Der Volume-Regler dient wie es der Name schon verrät nur zur Änderung der Lautstärke, die untere Buttonleiste beherbergt Funktionen wie An/Aus, Wechsel der Audio-Quelle, Platzhalter für gespeicherte Sender, den Wecker und jeweils Schalter zum Vor- und Zurückspringen. Über den Menü-Button gelangt ihr nicht nur in die Systemeinstellungen des Radio 3sixty, sondern erreicht auch weitere Funktionen und Optionen der verschiedenen Funktionen des Küchenradios 2.0.

Digitalradio via DAB+ und FM-Radio

Neben dem klassischen, anlogen FM-UKW-Radio kommt das Radio 3sixty auch mit DAB+ daher. Die Vorteile: Dank Mehrfachbelegungen eines Frequenzblocks gibt es eine größere Auswahl an Sendern (sofern diese über DAB ausstrahlen) und es ist kein manueller Sendersuchlauf notwendig. Darüber hinaus liefert DAB+ zusätzliche Infos wie zum Beispiel den Sendernamen und Titel beziehungsweise Interpret des aktuell gespielten Songs mit. Der wohl wichtigste Unterschied: Im Gegensatz zum FM-UKW wird der Klang in CD-Qualität übertragen, das altbekannte Rauschen ist verschwunden. Einige Sender bieten eine Dynamikkontrolle (DRC) an, die leise Passagen anhebt und laute Passagen abschwächt – kann bei Nichtgefallen auch deaktiviert werden. Im Radio-Betrieb können für DAB und FM zwecks Schnellzugriff je fünf Sender auf die Stationstasten gelegt werden.

Internet-Radiosender

Neben dem klassischen Radio kann das Radio 3sixty auch über das Internet Tausende von Radiosendern und Podcasts empfangen – sofern eine WLAN-Verbindung besteht. Hierbei setzt Teufel auf das Radioportal Frontier Silicon Internet, welches eine eine Liste der verfügbaren Stationen bereitstellt, die bereits in verschiedene Kategorien (z.B. Jazz, Country, Pop…) unterteilt ist. Eine Suche von Sendern oder Podcasts in diesen Listen ist über das Radio möglich, aufgrund der Bedienung aber nicht ganz so flott erledigt. Glücklicherweise lassen sich auch hier bis zu fünf Sender/Podcasts auf die Stationstasten legen und später einfach mit einem Tastendruck aufrufen. Wer seine Favoriten verwalten oder eigene Senderlisten erstellen möchte, der muss sich auf der Internetradio-Plattform registrieren und das Radio 3sixty mit einem generierten Zugriffscode mit seinem Account verknüpfen.

Netzwerk-Player

Auch in Zeiten von Spotify und Co. gibt es noch eine Menge Nutzer, die ihre Musik lokal vorliegen haben, zum Beispiel auf einem NAS. Auch dies ist mit dem Radio 3sixty möglich, sofern euer NAS UPnP/DLNA unterstützt (oder auch der Router beziehungsweise eine Netzwerkfestplatte). In diesem Falle könnt ihr das Radio mit dem DLNA-Server verbinden und könnt dann munter durch die Musikordner stöbern. Schade: Es werden lediglich MP3- und WAV-Dateien unterstützt, FLAC-Formate kennt das 3sixty nicht. Dafür aber ließen sich theoretisch auch Playlists erstellen, die Titel von unterschiedlichen DLNA-Servern beinhalten. Macht in der Praxis über das kleine Display nur wenig Spaß – die meisten dürften aber nur einen Server besitzen und dort Playlists angelegt haben, daher nebensächlich.

Spotify Connect

Spotify Connect ist eine praktische Sache, die bereits von vielen Herstellern gerne implementiert wird. Der Clou: Statt einfach nur die Musik vom Smartphone via Bluetooth an einen Lautsprecher zu übertragen, greifen die Geräte die Musik selbst von Spotify ab. Das Smartphone fungiert nur noch als eine Art Fernbedienung, wobei ihr die Steuerung der Wiedergabe auch über das Radio selbst vornehmen könnt. Der Vorteil: Das Smartphone muss sich nicht in Bluetooth-Reichweite des Lautsprechers befinden beziehungsweise überhaupt mit diesem verbunden sein.  Quasi ein „Spotify-Player Lite“. Voraussetzungen: Das Wiedergabegerät, in diesem Falle das Radio 3sixty, muss mit dem Internet verbunden sein und ihr müsst einen Premium-Account von Spotify besitzen. Letzteres ist keine Gängelung seitens Teufel, sondern wird von Spotify vorausgesetzt. Die schlichte Übertragung von via Spotify abgespielter Musik via Bluetooth ist aber natürlich auch ohne einen Premium-Account möglich…

Bluetooth

…und auch hier gibt es nur wenig Kritik. Das Koppeln geht flott von der Hand, leider bietet das Radio 3sixty kein NFC an, mit dem sich zum Beispiel Android-Smartphones schnell mit einem Bluetooth-Lautsprecher verbinden ließen. Die Verbindung ist ausreichend stabil, man muss sich auch nicht gezwungenermaßen im selben Raum befinden – sofern auch das Abspielgerät über eine ausreichend stabile Bluetooth-Verbindung verfügt. Wie fast alle Teufel-Geräte unterstützt auch das 3sixty aptX: ein Audio­co­dier­ver­fahren von Qualcomm, dass eine kabellose Übertragung in CD-Qualität erlaubt. iOS bezie­hungsweise die iPhones unter­stützten diesen Codec allerdings nicht, weswegen ich zum hörbaren Unter­schied leider nichts sagen kann. Vermutung: Der Unterschied dürfte beim Streaming via Spotify oder von MP3s nicht sonderlich groß ausfallen. ¯\_(ツ)_/¯

Musik via Klinke und USB

Wer es noch klassischer mag als die Musik-Übertragung via Bluetooth, der kann auch ein beliebiges Abspielgerät via 3,5mm-Klinkenstecker an das Radio klemmen. Mit einem kommenden Update lassen sich darüber hinaus auch Musikdateien direkt von einem angeschlossenen USB-Stick oder einer USB-Festplatte wiedergeben – aber auch hier werden leider nur MP3s und WAVs unterstützt. Gerade letzteres kann je nach Zweck eine nette Sache sein und war bereits etwas, was ich bezüglich des BOOMSTER (2017) erwähnt habe, denn zum Beispiel auf einer Party möchte man das Smartphone sicherlich nur ungerne immer in Nähe des Lautsprechers aufbewahren. Nun bietet das Radio 3sixty etliche andere Alternativen, verkehrt ist die USB-Unterstützung aber nicht – dürfte ja nun auch nichts kosten, da ein Anschluss ja eh verbaut wurde.

Wecker

Mit dem Radio 3sixty könnt ihr euch auch musikalisch wecken lassen. Bis zu zwei Wecker können gespeichert werden, wobei ihr neben der Weckzeit auch festlegen könnt, ob diese für alle Wochentage, nur die Werktage oder nur fürs Wochenende gelten sollen. Zur Auswahl stehen neben dem Radio via Internet, DAB+ oder FM-UKW (mit Sender-Auswahl) und Spotify Connect auch ein recht nerviger Summer, der sicherlich auch die tiefsten Schläfer wachrüttelt. Die Lautstärke lässt sich glücklicherweise ebenfalls einstellen, sodass ihr nicht um 6 Uhr mit der Party-Lautstärke vom Wochenende aus dem Bett gerockt werdet.

Einschlaf-Funktion

Das Gegenstück zum Wecker: die Einschlaf-Funktion aka „Schlummern“ (ja, die Funktion wurde von Teufel so benannt). Mit dieser schaltet sich das Radio 3sixty nach einer vorgegebenen Zeit von allein aus – kennt man ja. Zur Auswahl stehen 15, 30, 45 oder 60 Minuten, eine freie Eingabe oder eine Option á la „Nach diesem Track“ gibt es leider nicht – wäre gerade bei Hörspielen oder Hörbüchern praktisch. Schade hierbei: Die Option versteckt sich in den Systemeinstellungen und ist daher etwas umständlich erreichbar. Ein schnellerer Zugriff, zum Beispiel direkt im Hauptmenü der Quellenoptionen wäre etwas komfortabler.

Klanglich hui oder pfui?

Features sind bei einem stationären Gerät nicht unwichtig, aber mit einem Mullu-Mullu-Sound würde man auch keinen Blumentopf gewinnen. Vor allem dann nicht, wenn der Teufel-Schriftzug prominent auf dem Gerät prangt. Und nein, auch hier gibt sich das Radio 3sixty keine Blöße. Teufel setzt hierbei auf ein 2-Wege-System mit einem (Downfire-)Tieftöner und zwei Breitbandlautsprechern. Laut Teufel liegt der maximale Schallpegel bei 95 dB, es steckt also genug Bumms (genauer gesagt 30 Watt RMS) in dem kleinen Kofferradio, um einen Raum recht ordentlich zu beschallen. In seinem Werkszustand empfand ich die erste Lautstärkestufe und die Sprünge auf Stufe 2 und 3 als etwas zu laut – war schon mehr als ein seichtes Gedudel im Hintergrund. Hier bessert Teufel aber ebenfalls mit einem Software-Update nach: Statt 24 wird es zukünftig 32 Schritte geben, wodurch auch die unteren Stufen leiser werden.

Klanglich gibt es am Radio 3sixty nur wenig auszusetzen. Klar: Gegen einen dedizierten Lautsprecher wie den erwähnten BOOMSTER (2017) lassen sich aufgrund des Akustik-Prinzips (2-Wege vs. 3-Wege) ein paar feine Unterschiede heraushören. Für ein Küchenradio ist der Sound des 3sixty aber überdurchschnittlich gut, wirklich negative Eindrücke kommen nicht auf. Ganz typisch für Teufel-Lautsprecher ist eine leichte Anhebung des Basses, ohne aber übertrieben oder zu dominant zu wirken – insgesamt würde ich den Sound noch als ausgewogen bezeichnen. Das Radio 3sixty kann mit den unterschiedlichsten Musik-Genre befeuert werden und auch bei Podcasts oder Nachrichten liefert das Radio eine einwandfreie Vorstellung ab. Positiv auffallend und sehr gefällig ist der „Dynamore Surround“, also der namensgebende 360-Grad-Klang. Dank der über Hochmitteltönern verbauten 360-Grad-Kegel wird der Sound in alle Richtungen geleitet, was eine gewisse Räumlichkeit verschafft und dafür sorgt, dass der Sound rein subjektiv von jedem Punkt im Raum sehr ähnlich tönt.

Was es sonst noch so gibt…

  • Zeitaktualisierung: Das Radio 3sixty kann die angezeigte Uhrzeit automatisch über das DAB-Radio, dem FM-Radio (per RDS) oder auch übers Internet abgleichen. Im Falle von Letzterem müsst ihr lediglich die Zeitzone und Sommer-/Winterzeit festlegen.
  • Updates: Wie im Text bereits erwähnt kann die Software des Radio 3sixty (automatisch) über WLAN aktualisiert werden, wodurch es zukunftssicher sein dürfte. Das kommende Update (Anpassung der Lautstärkestufen, USB-Wiedergabe und Klangregelung für Bass & Treble) zeigt, dass Teufel auf Kritik und Kundenwünsche reagiert.
  • Stromverbrauch: Da das Radio immer an der Steckdose hängt, ist für viele sicherlich der Stromverbrauch nicht uninteressant. Ich habe mal mein Messgerät drangeworfen: Teufel gibt an, dass das Radio im Standby 0,8 Watt verbraucht. Gemessen habe ich stattdessen 1,7 bis 1,9 Watt wenn das Display ausgeschaltet ist. Auf Lautstärke 5 zeigt das Messgerät rund 5,0 Watt bei DAB+ beziehungsweise Spotify an. Gehen wir mal von 5 Stunden Musik am Tag aus, kommen wir auf zirka 21,61 kWh pro Jahr. Macht bei einem durchschnittlichen Strompreis von 29,16 Cent/kWh etwa 6,30 Euro. Abweichungen natürlich je nach Lautstärke, Qualität der WiFi-Verbindung und so weiter möglich.
  • Keine Kopfhörer: Das Radio 3sixty bietet keine Möglichkeit, Musik über einen Kopfhörer genießen zu können – weder ist ein Klinken-Ausgang verbaut, noch lassen sich Kopfhörer oder Lautsprecher via Bluetooth mit dem Radio verbinden. Wäre aber gar nicht so abwegig, denn Partner A könnte so im Bett noch ein Hörspiel hören, während Partner B in Ruhe schlafen kann..

Fazit des Versprochenen

Insgesamt hat Teufel mit dem Radio 3sixty ein gutes Produkt auf den Markt gebracht, dass die gemachten Versprechen allesamt einhält: ein (Achtung: Subjektivität) sehr schickes Design, solide Materialienwahl, einwandfreie Verarbeitung und ein kraftvoller 360 Grad-Sound, der für die Abmessungen und Bauart des Radios überdurchschnittlich gut ist. Natürlich gibt es gerade bei höheren Lautstärken (wir sprechen hierbei von den letzten 2, 3 Stufen) ein paar Schwächen in Form von recht spitzen Klängen, ich in dieser Größe aber schon so einige Geräte gesehen, die weniger abliefern und letztlich kann man es sicherlich in die „Jammern auf hohem Niveau“-Schublade packen. Darüber hinaus bietet das Radio etliche verschiedene Zuspielmöglichkeiten wie Spotify Connect, Bluetooth, klassisches Radio via DAB+ und FM-UKW und Internet-Radio, sodass für jede Nase etwas dabei sein dürfte. Im Grunde ist es als einfaches Radio viel zu schade und hat Potential zu deutlich mehr…

Und noch ein weiteres Fazit…

…welches ich vom oberen Fazit ein wenig abtrennen möchte. Warum? Teufel liefert mit dem Radio 3sixty ein Gerät, dass an die beworbenen Features allesamt einen Haken macht. Lediglich ein kleiner Akku wäre noch nett gewesen, so könnte man das Radio auch schnell mal mit in den Garten oder auf die Terrasse nehmen. Aber Nutzer, die eine moderne Variante eines Radios suchen, werden zweifelsohne glücklich. Gleichzeitig habe ich dennoch sanfte Bauchschmerzen, denn seitens Teufel hat man mit der ersten Produktgeneration das Potential noch nicht völlig ausgereizt. Das Radio 3sixty von Teufel weder als „smartes“ Gerät positioniert, noch so beworben. Der folgende Absatz ist daher vielmehr als Wunschdenken zu verstehen und nur bedingt als produktrelevante Kritik. Denn mit ein wenig Phantasie hätte man aus dem Radio 3sixty noch deutlich mehr machen können.

Hierbei meine ich gar nicht die für mich fehlende 3sixty-App. Auch einen Sprachassistenten empfinde ich nicht als unbedingt notwendig. Immerhin unterstützt z.B. Alexa auf 3rd-Party-Geräten nicht alle Befehle und es gibt auch genug skeptische Nutzer da draußen. Vielmehr wirkt ein stationäres Gerät, welches nur im Standalone-Modus betrieben werden kann, für mich im Jahre 2018 etwas angestaubt. Teufel bietet (vormals unter der Marke Raumfeld) bereits ein eigenes Multiroom-System an, in dass das Radio 3sixty als zentrales Gerät (und Alternative oder Ergänzung zur Multiroom-App) wunderbar hineingepasst hätte. Oder auch eine Unterstützung für Airplay- oder Chromecast-Lautsprecher, die (zumindest das demnächst kommende AirPlay 2) ebenfalls multiroom-fähig sind. Dazu noch ein feiner Alexa-Skill und man hätte ein Gerät (mal vom preislichen Faktor abgesehen), dass sowohl im Standalone-Einsatz als auch im vernetze(re)n Zuhause viel Potential mitbringen würde…

Amazon oder Teufel Online-Shop? Die Frage stellen sich sicherlich viele. Der Vorteil eines Kaufs im Teufel-eigenen Online-Shop: Ihr bekommt den Lautsprecher nicht nur aus erster Hand, sondern bekommt dazu auch noch die Möglichkeit, den BOOMSTER acht Wochen lang Probehören zu können.

Dieser Artikel wurde mir vom Hersteller als Testmuster zur Verfügung gestellt. Mehr Infos

Artikel teilen

Kaufempfehlung*

  • Motorola Moto G4 Play Smartphone (12,7 cm (5 Zoll), 16 GB, Android, Dual-SIM) schwarz [Exklusiv bei Amazon]
  • Neu ab EUR 159,00
  • Auf Amazon kaufen*

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe eine Antwort

⚠ Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklärst du dich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.