TrueCrypt-Warnung auf offizieller Webseite: „TrueCrypt ist nicht sicher, Entwicklung eingestellt“

Marcel Am 29.05.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:24 Minuten

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Wie viele andere Nutzer auch setze ich zum Verschlüsseln von Daten auf externen Speichermedien schon seit Jahren gerne auf das Open-Source-Tool TrueCrypt. Nun aber das große Rätselraten, denn ruft man aktuell die offizielle Webseite von TrueCrypt auf, so wird man auf truecrypt.sourceforge.net umgeleitet. Dort findet man dann einen dicken Warnhinweis vor: „Die Nutzung von Truecrypt ist unsicher, da nicht behobene Sicherheitslücken vorhanden sein können“.

Weiter heißt es, dass die Entwicklung von TrueCrypt pünktlich zum Support-Ende von Windows XP eingestellt worden sei und man unter Windows doch bitte auf BitLocker umsteigen solle – eine bebilderte Anleitung wird direkt mitgeliefert. Was genau hier vor sich gegangen ist und was das ganze soll ist ein großes Rätselraten, zumal die aktuellste Version von TrueCrypt noch mit einem gültigen Schlüssel der „TrueCrypt Foundation“ signiert wurde, aber anscheinend keine Möglichkeit mehr besitzt, neue Container anlegen zu können.

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Nun kann es natürlich sein, dass Angreifer sich Zugang zu den TrueCrypt-Servern verschafft haben, an eine derartige Möglichkeit glaube ich persönlich aber irgendwie nicht so recht, dafür ist der Hinweis schon zu lange auf der Seite zu finden. Aufgrund der entfernten Container-Erzeugung in der aktuellsten Version passt wohl eher die Theorie, dass die US-Behörden gegen TrueCrypt vorgegangen sind. Im Falle des sicheren Mail-Anbieters LavaBit vor einigen Monaten war es ähnlich: US-Behörden hatten die Herausgabe der privaten Schlüssel verlangt und gerichtlich durchgesetzt – daraufhin hat der Anbieter seine Dienste beendet.

Durch die so genannten National Security Lettern können die Anbieter dabei verpflichtet werden, Stillschweigen über diese Aktion zu bewahren. Würde natürlich passen: Man wird dazu gezwungen, eine Hintertür einzubauen (könnte natürlich der Warnhinweis sein), entfernt in der jüngsten Version die Möglichkeit, neue Container zu erzeugen und stellt dann die Entwicklung ein. Aber ist eben derzeit alles Spekulation, ich bin mal gespannt, ob sich der Nebel hier in absehbarer Zeit noch etwas legen wird…

via Stadt Bremerhaven Heise

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