Unibox: Neuer E-Mail-Client für OS X, ein erster Blick in die Beta

Marcel Am 15.09.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:29 Minuten

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Vor einiger Zeit schon ist mit Unibox ein weiterer Mail-Client für Mac OS X in einer privaten Beta gestartet, nach Airmail schon der zweite Mail-Client für den Mac, welcher mich bereits in der Beta völlig überzeugen konnte. Was macht Unibox so besonders? In erster Linie die Art der Mail-Darstellung, welche sich ein wenig an Chatprogramme wie iMessage orientiert und die „Kontakte in den Mittelpunkt“ stellen möchte.

In der linken Spalte lassen sich also sämtliche E-Mails vorfinden, fein säuberlich nach Kontakten gruppiert. Was auf dem Promo-Screenshot natürlich recht schick aussieht, verliert ein wenig den optischen Reiz, wenn man viele Mails von Leuten in seiner Box hat, die man nicht in seinen Kontakten (Unibox greift dabei auf die Kontakte.app von OS X zu) hat oder die anderweitig (zum Beispiel über Gravatar) kein Kontaktbild mitsenden. Sieht aber dennoch schick aus, so ist das ja nicht.

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Wie man eben sehen kann gibt es im rechten Bereich dann sämtliche Nachrichten, sowohl eingehende, als auch ausgehende, chronologisch geordnet.  Über der Nachrichtenliste finden sich dann drei Buttons, mit denen man zwischen dem Nachrichtenverlauf, einer Listendarstellung aller Anhänge und einer etwas schicken Iconübersicht der Anhänge durchwechseln kann:

Auch eine Suche ist natürlich eingebaut, diese findet ihr – sofern diese euch noch nicht ins Auge gefallen ist – oben rechts.

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E-Mails können direkt „Inline“ an neue Empfänger geschrieben oder beantwortet werden, Anhänge können dabei entweder über den entsprechenden Button oder aber einfach via Drag’n’Drop der Mail hinzugefügt werden:

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Standardmäßig zeigt Unibox sämtliche E-Mails an, die sich in dem Konto befinden, die einzelnen Ordner lassen sich natürlich wechseln, ebenso lässt sich auf die Gmail-Label zugreifen und Mails mit eben diesen versehen. Die Ansicht „Unibox“ ist eben standardmäßig aktiv, doch dazu gleich noch ein paar warme Worte.

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Wer sich den Mail-Client das erste Mal anschaut, der wird feststellen, dass der klassische Posteingang fehlt – stattdessen werden unter „Unibox“ eben sämtliche Mails angezeigt – was unter Umständen schnell etwas unübersichtlich werden kann. E-Mails lassen sich von hier zwar auch löschen, wer dennoch einen „klassischen“ Posteingang angezeigt bekommen möchte, der kann diesen in den Einstellungen aktivieren:

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Und bevor ich es vergesse: Unibox kann mit jedem Mailkonto genutzt werden, welches auf dem IMAP-Protokoll aufsetzt. Gmail und andere Dienste können zwar automatisch konfiguriert werden, es lässt sich jedoch jede Adresse auch manuell einrichten. Dabei kann man Unibox natürlich auch mit mehr als einem Account nutzen, gar kein Problem.

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Außerdem lassen sich die IMAP-Ordner mit den lokalen Ordnern angleichen, Signaturen für jede E-Mail-Adresse anlegen und ein paar Dinge mehr. Power-User werden hier vielleicht die fehlenden Aliase bemängeln, mir persönlich fehlen solche Dinge allerdings nicht.

Alles in allem ein sehr schicker E-Mail-Client für OS X, auch wenn das ein oder andere „Spezial-Feature“ wie die angesprochenen Aliase fehlt. Die Oberfläche ist sehr schick, die Mails werden übersichtlich dargestellt. Was ich mir persönlich noch wünschen würde, wäre eine bessere Gmail-Integration, wie ein schnelleres „belabeln“ der einzelnen Mails oder einen schnelleren Zugriff auf ebendiese. Aber noch befindet sich Unibox in einer Beta und die Entwickler haben eine Verbesserung der Gmail-Unterstützung bereits angekündigt – aber auch abseits davon ist es bereits jetzt ein toller Mail-Client. Und das sag ich als jemand, der eigentlich völlig auf die Weboberfläche im Browser umgestiegen ist. Wer sich Unibox ebenso einmal anschauen möchte, der kann sich hier für die Beta anmelden.

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