Vivaldi 5.5: Neues Aufgaben-Panel, Snap-Funktion für Windows 11 und mehr

Marcel Am 05.10.2022 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:08 Minuten

Vivaldi ist inzwischen weit mehr als nur ein Browser, der inzwischen in alter Opera-Manier auch einen integrierten Mail-Client, sowie einen Kalender und Feed-Reader an Bord hat. Durch diverse Web-Panel in der Seitenleiste für populäre Dienste wie WhatsApp, Twitter und Co. erübrigen sich für einige Nutzer offene Tabs oder Anwendungen, noch dazu gibt es viele Datenschutz-Einstellungen und gefühlt gibt es kaum noch ein Element, dass sich nicht benutzerspezifisch anpassen lässt. Ob man nun möglichst viele Desktop-Anwendungen im Browser nutzen möchte, sei einmal dahingestellt, das muss letztlich jeder für sich entscheiden; immerhin bieten die Entwickler drei verschiedene „Ausbaustufen“ an, sodass man bei Nichtbedarf gar nicht erst mit einem Überumfang oder den zusätzlichen Anwendungen für Kalender, Mail und Feeds belästigt wird. Nun hat das norwegische Entwickler-Team ihren weg weitergeführt und neue Produktivitätswerkzeuge implementiert.

Mit der Version 5.5 führt Vivaldi ein neues Aufgaben-Panel ein, zumindest für jenen Teil der Nutzerschaft, die zuvor Mail, Kalender und Feed Reader – sprich Vivaldi Fully Loaded – aktiviert haben. Und was das Panel macht, ist anhand des Namens fast schon selbsterklärend: Es lassen sich Aufgaben hinterlegen, die zusätzlich zum Titel auch mit Informationen zu Fälligkeit, Ort, Erinnerungen, Beschreibungen und Wiederholungen versehen werden können. Aufgaben mit Fälligkeitsdatum werden in der Hauptansicht des Kalenders an der entsprechenden Stelle angezeigt, Aufgaben ohne eine zeitliche Information wiederum in der Agenda-Übersicht. Nach der Integration des Kalenders eigentlich eine naheliegende Erweiterung und wer seine Kalender innerhalb Vivaldi verwaltet, der wird die Aufgabenverwaltung sicherlich willkommen heißen. Wie bereits erwähnt: Muss man mögen.

Darüber hinaus wurde das Onboarding für Mail und Kalender verbessert, genauer gesagt den Workflow für die Einrichtung von Konten. Waren bei einigen beliebten Diensten wie zum Beispiel Fastmail detaillierte Informationen erforderlich, werden die Serverdetails bei vielen bekannteren Anbietern nun automatisch von vorkonfiguriert, sodass nur noch die Anmeldedaten eingegeben werden müssen. Außerdem haben die Entwickler einige Änderungen am Mail-Modul vorgenommen, mit denen gefälschte und gefährliche Mails besser erkannt werden sollen; fortan erhalten die Nutzer eine Warnung, wenn die Server-Adresse einer Mail nicht mit der eines Antwort-Empfängers übereinstimmt. Professionelle Phishing-Versuche wird man auf diese Weise nicht vermeiden können, einen nicht unbedingt kleinen Teil an gefälschter Mails dürfte aber erkannt werden.

Abgesehen von den Neuerungen an den Zusatzmodulen des Browsers gibt es aber auch für den eigentlichen Kern ein paar Updates. Unter Windows 11 wird nun die Swap-Funktion des Systems unterstützt, mit der sich die Größe eines oder mehrerer Fenster beim Ziehen automatisch anpassen lassen. Sechs Layouts stehen zur Verfügung, mit denen bis zu vier Fenster gleichzeitig angepasst und auf dem Bildschirm angeordnet werden können. Ebenso lässt sich wählen, welchen Platz die aktuelle Anwendung in einem Layout einnehmen soll. Und zu guter Letzt betonen die Entwickler, dass man große Teile der Adressfeldlogik umgeschrieben habe und damit eine spürbar bessere Performance erreicht hat – vor allem Schnelltipper sollen von den Optimierungen profitieren. Das gesamte Changlog mit allen Änderungen findet ihr an dieser Stelle.

Vivaldi für Windows, macOS und Linux

Quelle Vivaldi

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