Airmail 3 für OS X veröf­fent­licht, bringt viele Neuerungen der iOS-App auch auf den Mac

Am 23.05.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:43 Minuten

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Zwar rüstet auch Apple die hauseigene Mail.app mit jedem OS-X-Update weiter auf, dennoch gibt es viele Nutzer, die mit der Apple-App noch immer nicht wirklich warm werden. Werden nach Alter­na­tiven gefragt, wird häufig Airmail an erster Stelle genannt – und das meiner Meinung nach auch gar nicht mal zu Unrecht: Eine moderne und schicke Oberfläche, viele unter­stützte Mail-Konten mit „Unified Inbox“, eine Snooze-Funktion, viele, viele weitere Funktionen und Anpas­sungs­mög­lich­keiten und regel­mäßige Updates. Dauert zwar ein wenig, bis man Airmail komplett für sich einge­richtet hat, dann aber macht die App schlicht Laune – seit einigen Wochen übrigens auch auf dem iPhone und iPad.

Nun haben die Entwickler Airmail auf die Version 3 angehoben und damit neue Funktionen und Features spendiert, die man an der iOS-App bereits zu schätzen gelernt hat, wie zum Beispiel die intel­li­genten Ordner oder VIP-Postein­gänge (quasi Smart Folders für bestimmte Kontakte) und -Benach­rich­ti­gungen. Ein großer Pluspunkt in der Bedienung sind auch die neuen Aktionen, mit denen man bestimmte Arbeits­ab­läufe direkt in die Toolbar unter­bringen oder auch mittels Wisch­geste ausführen kann. Neben vielen Airmail-eignenen Aktionen (wie zum Beispiel einen Button zum Abbestellen eines Newsletters) hat man auch zahlreiche Dienste integriert, unter anderem Wunderlist, Dropbox, Fanta­s­tical, 2Do, Todoist, OmniFocus, BusyCal und weitere. 

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Zu den weiteren Neuerungen gehören noch flexibler anpassbare Tastatur-Shortcuts für nahezu alle erdenk­lichen Aktionen, eine neue Kalender-Integration mit denen sich aus E-Mails Termine erstellen lassen, die Suche durch­sucht Konten nun auch Online, Mails lassen sich mit einem Gmail- und Exchange-Konten zu einem späteren Zeitpunkt versenden und Gmail-Nutzer können nun auch die sortierten Innboxen (Primär, Social, Newsletter und Co.) in Airmail nutzen. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche kleinere Verbes­se­rungen (zum Beispiel am Quick-Reply-Editor und der Thread­dar­stellung von Konver­sa­tionen) und Fehler­kor­rek­turen.

Bereits in Version 2.x war Airmail eine sehr umfang­reiche Mail-App, die eigentlich kaum Wunsche offen gelassen hat – die Version 3 ergänzt das ganze nochmals um ein paar praktische Funktionen und noch mehr Anpas­sungs­mög­lich­keiten an die eigenen Bedürf­nisse und den eigenen Workflow. Mit runden zehn Euro nicht unbedingt ein Schnapper, wer aber eine Ablehnung gegenüber der Mail.app von Apple verspürt und seine Mails etwas produk­tiver abarbeiten möchte, für den ist der Zehner gut inves­tiert. Und ja: Airmail bietet natürlich einen Push-Service an, hierbei wandern Daten über einen Dritt­server. Anders nicht machbar, wer Sorge um seine Daten hat, kann die Pushbe­nach­rich­ti­gungen aber natürlich auch deakti­vieren.

Airmail 3
Entwickler: Bloop S.R.L.
Preis: 9,99 €
  • Airmail 3 Screenshot
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