Opera: Nativer Adblocker ab sofort in Desktop-App und Opera Mini für Android

Am 04.05.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:59 Minuten

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Wie Opera heute bekannt gegeben hat, ist der vor einigen Wochen vorge­stellte Browser-eigene Werbe­blocker nun in der finalen Version des Desktop-Browsers und in Opera Mini für Android enthalten.

Opera ist zwar schon seit etlichen Jahren eine bekannte Größe im Browser­markt, über einen verschwindend geringen Markt­anteil von knappen 2% (Desktop) bezie­hungs­weise 5% (Mobile) kam man aber dennoch nie heraus. Dennoch strotz Opera vor allem in den letzten Monaten mit einem ordent­lichen Tempo und vielen inter­es­santen Ideen und Ansätzen, die man sicherlich auch gerne in anderen Browsern sehen würde und sicherlich mittel­fristig auch sehen wird. Mit der am heutigen Morgen veröf­fent­lichten Version 37 von Opera für Windows, OS X und Linux haben nun zwei dieser Ideen Einzug in die finale Version gefunden: der native Werbe­blocker und das „Video pop out“-Feature für HTML5-Videos. 

Der direkt in Opera integrierte Adblocker setzt auf die Listen aus dem Hause EasyList und kann beim ersten Start vom Nutzer aktiviert werden – danach wird eben alles rausge­blickt, was nicht zum eigent­lichen Inhalt der Webseite gehört, natürlich mit der Option, Ausnahmen definieren zu können (umgekehrt wäre sicherlich schöner gewesen). Opera betont hierbei, dass der native Adblocker eine deutlich bessere Perfor­mance liefert, als die einschlä­gigen Erwei­te­rungen – außerdem lassen sich so um bis zu 40 Prozent schneller laden. Wer also unbedingt auf einen Werbe­blocker setzen möchte und Opera nutzt, der bekommt dies eben aus einer Hand. 

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Feature #2 hört auf den Namen „Video pop out“ und ist letztlich nichts anderes, als eine Bild-in-Bild-Funktion für den Browser, Opera ist damit aber der erste Browser, der eine solche Funktion nativ in den Desktop-Browser integriert. Videos bekommen einen neuen Button verpasst, über den sich das Video in einem eigenen Videofenster öffnen und abspielen lässt – während­dessen könnt ihr wie gewohnt weiter surfen. Das ganze funktio­niert aller­dings nur mit Videos, die mittels des <video>-Containers von HTML5 einge­bettet wurden, was aller­dings bei fast allen Portalen wie YouTube, Vimeo, MyVideo und Co. der Fall ist. 

Beide Funktionen sind wie gesagt schon vor einigen Wochen im Beta- bezie­hungs­weise Developer-Channel verteilt worden, können nun aber eben von allen Opera-Nutzern genutzt werden, der integrierte VPN hingegen ist noch dabei. Außerdem gab es auch eine kleine Überra­schung: denn auch die Android-Version von Opera Mini hat den Werbe­blocker spendiert bekommen, dort kann er in den Einstel­lungen für den Turbo-Modus aktiviert werden. Vor allem mobil eine praktische Sache, schnellere Ladezeiten plus zusätz­liche 90% der Daten­kom­pri­mierung von Opera Turbo. Leider hat Opera noch kein Wort über eine Integration in die iOS-App verloren, früher oder später wird der native Adblocker aber sicherlich auch hier folgen. 

Opera for Desktop herun­ter­laden

Webbrowser Opera Mini
Entwickler: Opera
Preis: Kostenlos

Quelle Opera Blogs