Synology DiskStation Manager (DSM) 5.0 Beta veröffentlicht: Die wichtigsten Neuerungen

Marcel Am 23.01.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:04 Minuten

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Auf der diesjährigen CES 2014 hat Synology die neuste Version 5.0 des DiskStation Manager für die hauseigenen NAS-Systeme vorgestellt, darauf startete ein kleiner Launch-Marathon mit Events rund um den Globus. Nun hat man – passend zur Ankündigung auf den besagten Events – die Beta-Version des DSM 5.0 auf die Server gebracht, welche von jedem mutigen Nutzer nun heruntergeladen und installiert werden kann. Dabei sollte man aber immer im Hinterkopf behalten: Ihr solltet wissen was ihr tut, eine Sicherung eurer Daten erstellt haben und natürlich bedenken, dass es sich dabei lediglich um eine Beta-Version handelt, Fehler sind also nicht ausgeschlossen – auf produktiven Systemen sollte man derlei Spielereien nicht unbedingt machen. Ich hab hier noch ein nicht verwendetes System herumstehen, habe einmal die besagte DSM 5.0 Beta draufgeworfen und mir diese einmal etwas angeschaut – hier ein kleiner Überblick über die wichtigsten Neuerungen für Privatnutzer.

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Neue Optik: Erst einmal dürfte natürlich die neue Optik ins Auge fallen, welche sich deutlich frischer und moderner präsentiert. Statt dem bisherigen Hauptmenü gibt es hier nun eine Launchpad-ähnliche Darstellung der installierten Pakete samt den am häufigsten verwendeten Diensten der DiskStation. Kleiner Nebeneffekt der neuen Oberfläche: Diese lässt sich nun auch deutlich komfortabler auf Geräten mit Touchscreens wie zum Beispiel Tablets bedienen. Die „Taskbar“ erinnert dabei etwas an die Superbar von Windows 7/8: Sie dient nicht nur als Wechselmöglichkeit für die geöffneten Anwendungen, sondern auch als Programmstarter.

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Widgets: Neu hinzugekommen sind Widgets, die sich frei auf dem Desktop platzieren lassen – auch wenn die Daten selbst nicht wirklich neu sind. So lassen sich zum Beispiel die benötigten Ressourcen, die Speicherbelegung, Änderungsprotokolle und so weiter und so fort anzeigen. Einmal auf den Desktop gepinnte Widgets lassen sich auch ausblenden und in die „Taskbar“ werfen.

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QuickConnect: QuickConnect selbst ist kein neues Featured des DiskStation Managers, wird aber wesentlich prominenter platziert. Mittels QuickConnect lässt sich auch von unterwegs auf die DiskStation zugreifen, ohne dabei auf umständliche Routerkonfiguration oder Portweiterleitungen setzen zu müssen – habe ich in diesem Artikel ja bereits einmal genauer beschrieben. Nun wird direkt bei der Einrichtung bereits auf QuickConnect hingewiesen und die Möglichkeit geboten, ein entsprechendes Konto nutzen zu können.

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Paketzentrum: Das Paketzentrum wurde ebenfalls ordentlich aufgemöbelt. Größte Neuerung: Pakete lassen sich nun auch automatisch aktualisieren. Standardmäßig ist diese Funktion deaktivert, lässt sich jedoch über die Einstellungen ganz einfach aktivieren – wahlweise auch nur für bestimmte Pakete.

Texteditor: Oftmals wurden die Rufe nach einem Texteditor lauter, mit der fünften Version findet dieser nun Einzug in das System. Neben der Möglichkeit, einfache Texte bearbeiten zu können, findet man auch etliche verschiedene Programmier- und Scriptsprachen zwecks Syntax Highlighting vor.

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Cloud Sync: Das wohl am meisten erwartete neue Feature – die DiskStation ist nun auch Ordner auf der DiskStation mit eurer Dropbox, dem Google Drive oder der Baidu Cloud synchronisieren. Cloud Sync ist dabei ein eigenständiges Paket aus der Paketverwaltung und ist nicht an die eigentliche Cloud Station gebunden.

Cloud Station: Auch die bisherige Cloud Station hat ein paar neue Funktionen bekommen. So können Dateien beziehungsweise die Links zu den Dateien nun direkt aus den Client-Apps heraus geteilt werden, ebenso bekommen die Clienten für Windows, OS X und Co. die Möglichkeit, ohne Umwege auf den Versionsverlauf einer Datei zugreifen zu können. Größte Änderung aber dürfte wohl die Tatsache sein, dass zwei NAS-Systeme (zum Beispiel Zuhause und im Büro) miteinander über die Cloud Station synchronisiert werden können.

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Apps für Samsung Smart TVs und mobile Geräte: Apps für iOS, Android und Windows Phone gibt es nun schon eine ganze Weile und sind sicher nichts neues – diese aber wurden ebenso überarbeitet und bieten nun durchgehend eine QuickConnect-Unterstützung und eine leicht überarbeitete Oberfläche. Bislang sind diese aber noch nicht verfügbar. Ebenso angekündigt: Mittels der „DS video“-App gibt es in Kürze auch eine App für SmartTVs aus dem Hause Samsung, mit dem sich Videos über die Video Station direkt und ohne Streamingkiste auf den Fernseher bringen lassen.

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Chromecast-Support: Die mobilen Audio- und Video-Apps der DiskStation bekommen mit der Unterstützung für den Chromecast-Stick aus dem Hause Google eine weitere Neuerung spendiert. Bislang ließen sich die Inhalte lediglich über AirPlay oder DLNA streamen, nun gibt es mit dem günstigen Streaming-HDMI-Stick eine weitere Möglichkeit – auf dass dieser dann auch mal offiziell in Deutschland vertrieben wird.

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Weitere Neuerungen? Der DiskStation Manager 5.0 bietet volle Cache-Lese- und Schreibunterstützung für SSDs, wodurch die Leistung des NAS nochmals ordentlich hochgeschraubt werden kann – sofern man auf SSDs, statt auf klassische HDDs setzt. Aber auch ohne zusätzliche Hardware ist ein deutlicher Leistungsschub spürbar, da die Speichernutzung der DiskStation optimiert wurde, was sich eben vor allem in der Video Station oder der Photo Station spürbar auswirkt.

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Das also einmal zu den wichtigsten und größten Neuerungen. Klingt im Grunde alles recht unspektakulär, die Summe macht es aber aus und vor allem die Performance konnte man spürbar verbessern – zumal es neben den von mir genannten Punkten auch noch weitere Neuerungen gibt, die für Privatanwender aber wohl weniger interessant sein dürften, eine recht vollständige Liste gibt es drüben bei den Jungs und Mädels von Synology.

Wer sich selbst einmal einen Eindruck verschaffen möchte, der kann dies eben wie gesagt ab sofort machen – wie immer natürlich auf eigenes Risiko, Beta bleibt Beta bleibt Beta, auch wenn Synology in der Vergangenheit bereits Beta-Versionen abgeliefert hat, die stabiler sind als finale Versionen anderer Entwickler. Für alle, die lieber noch ein paar Monate warten wollen (ich tippe mal auf einen finalen Release zur CeBit im März), hier noch ein paar Screenshots munter aus dem System.

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