Synology QuickConnect: Die DiskStation ohne umständliche Routerkonfiguration übers Internet erreichbar machen

Marcel Am 07.01.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:10 Minuten

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In den letzten Wochen hatte ich bereits einige kurze Einleitungen in die tollen Dienste einer DiskStation. Denn ein NAS aus dem Hause Synology kann  viel mehr, als einfach nur stupide in der Ecke zu stehen und einfach nur Daten aufzunehmen. So kann man Videos und Musik direkt von der DiskStation oder den Apps heraus streamen, seine Fotos ablegen und verwalten, auch als iTunes-Server oder als Download Station kann das NAS dienen. Doch im Zusammenhang mit der Verwaltung von Audio, Videos und Fotos ist sicherlich noch eine Sache ganz interessant und wird immer wichtiger: Der Verfügbarkeit im mobilen Bereich, also auch dann, wenn ihr einmal nicht in euren heimischen Gefilden verweilt. Möchte man seine DiskStation auch über’s Web erreichbar machen, kann man sich natürlich eine dynamische DNS besorgen, die entsprechenden Ports im Router freigeben und so weiter und so fort – im Falle der DiskStations bietet Synology jedoch seit einigen Versionen bereits eine viel einfachere Möglichkeit: QuickConnect.

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Was versteckt sich dahinter? Im Groben ist dies nichts anderes als eine Weiterleitung. Eure DiskStation sendet eure IP immer wieder an die Synology-Server, welche diese dann eben mit eurer QuickConnect-ID verknüpfen und anstehende Zugriffe an die IP weiterleiten. Sprich: Es läuft kurz über die Server Dritter, sobald die Verbindung jedoch steht und ihr als Client von eurer DiskStation „abgeholt“ wurdet, steht eine direkte Verbindung. Schnell und einfach. Wie aber aktivieren wir dieses QuickConnect? Im ersten Schritt müssen wir dazu WebDAV aktivieren – was wir natürlich über die Systemeinstellungen eurer DS und den gleichnamigen Punkt erreichen können.

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Im darauf folgenden Fenster aktivieren wir das Häkchen bei „WebDAV aktivieren“ – wer mag, der kann auch zusätzlich noch den Punkt „WebDAV HTTPS-Verbindungen aktivieren“ ankreuzen. Ist keine Pflicht, aber natürlich empfehlenswert – man sollte, sofern verfügbar, immer auf HTTPS setzen. Die restlichen Einstellungen könnt ihr euch gegebenenfalls gerne einmal anschauen, grundsätzlich reicht das Häkchen jedoch aus. Bevor wir wieder zurück gehen, müssen die die geänderten Einstellungen natürlich mit einem Klick auf „Übernehmen“ sichern.

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Damit wäre auch schon der erste Teil erledigt, für den zweiten Teil öffnen wir wieder einmal die DS-Systemeinstellungen und wählen dort den Punkt „QuickConnect“ aus.

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Auch hier bekommen wir nicht sonderlich viele Optionen geboten, wir finden eben im unteren Teil unsere Quick-Connect-ID vor, welche wir über den Button „Anpassen“ auch durch unsere gewünschte ID (z.B. „Mustermann441975“) austauschen können. Ebenfalls können wir hier die Dienste auswählen, welche wir über QuickConnect nutzen wollen – sollte zum Beispiel die „Audio Station“ oder ein anderer Punkt bei euch nicht auftauchen, dann ist dieser eben schlichtweg nicht aktiv.

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Auch hier betätigen wir wieder den Button „Übernehmen“ und schon ist das ganze erledigt. Öffnen wir nun zum Beispiel die „DS audio“-App, so können wir hier statt der lokalen IP einfach unsere Quick-Connect-ID eingeben und schon werden wir – vorausgesetzt Benutzername und Passwort sind korrekt – mit unserer DiskStation verbunden und erhalten so auch von unterwegs heraus Zugriff auf unsere Daten, Musik, Videos, Fotos und Co. Wesentlich simpler als komplizierte Portweiterleitungsregeln im Router und Co, oder nicht?

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