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Die Produkt­ka­te­gorie „Kopfhörer mit Bluetooth“ nehmen immer mehr an Fahrt auf und das nicht nur bei Fitness-Freunden. Mit dem iPhone 7 hat Apple eine Weiche gestellt, die zwar zum jetzigen Zeitpunkt noch einige kritische Stimmen hervorruft, dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass auch andere Hersteller mit ihren folgenden Flagschiffen auf den Zug aufspringen werden. Bluetooth ist eben die Zukunft und meiner Meinung nach ist es an der Zeit, den Jahrzehnte alten Standard „Klinken­stecker“ so langsam aber sicher in Rente zu schicken – im privaten Bereich. In den vergan­genen Monaten habe ich schon den ein oder anderen Bluetooth-Kopfhörer auspro­biert, nun habe ich auch die Gelegenheit bekommen, das erste Bluetooth-In-Ear-Modell aus dem Hause Teufel – genauer gesagt die MOVE BT – anzuhören. Die Erwar­tungen sind bei Teufel natürlich immer recht hoch, ob die MOVE BT diese erfüllen können, könnt ihr in den folgenden Zeilen nachlesen. 

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Zubehör: What’s inside the box?

Der Teufel MOVE BT kommt in einer Teufel-typischen, schwarzen Verpa­ckung daher, in der sich neben den Kopfhörern selbst und dem üblichen Papierkram auch ein Micro-USB-Kabel, ein Kabelclip, eine etwa 9,5 x 11,5 x 2,5 Zenti­meter große Trans­port­tasche, sowie ein Röhrchen mit mehreren Paaren Silikon-Ohrstöpsel und -Auflagen in unter­schied­lichen Größen befinden. Die Trans­port­tasche ist zwar sehr gut verar­beitet und macht einen robusten Eindruck, sie hätte für meinen Geschmack aber gerne nochmal ein gutes Stück kleiner ausfallen dürfen. Aber nun ja, kann man eben nichts machen – immerhin ist sie dabei, hätte man auch locker als optio­nales Zubehör für’n Zwanni loswerden können.

Der erste Eindruck der MOVE BT

Bei den MOVE BT handelt es sich um handels­üb­liche In-Ear-Kopfhöhrer, die nicht gänzlich kabellos sind, sondern die mit einem dünnen Kabel (etwa 60 Zenti­meter) mitein­ander verbunden sind – empfinde ich als nicht tragisch, im Gegensatz zu den Apple AirPods dürften sie so deutlich seltener verloren gehen. Bei der Auswahl der Materialien hat man sich für eine Mischung aus Aluminium und Kunst­stoff entschieden und auch wenn sich der Alu-Teil natürlich um einiges besser anfühlt als das kleinere Plaste-Teil, so sind die Kopfhörer alles in allem Teufel-typisch sehr gut und hochwertig verar­beitet. Was aber auffällt: Die Ohrste­ckern fallen im Vergleich zu kabel­ge­bun­denen Ohrste­ckern etwas größer aus, da man in diesen eben auch den Akku unter­bringen musste. 

Wie für Kopfhörer üblich besitzen natürlich auch die MOVE BT eine Kabel­fern­be­dienung und im Gegensatz zu Klinken­stecker-Kopfhöhrern muss man bei den Bluetooth-Varianten nicht darauf achten, dass man nun die richtige Version für iOS oder Android kauft, beide Systeme werden gleich unter­stützt. An der Fernbe­dienung findet man neben einer Taste für Lauter und Leiser auch eine Multi­funk­ti­ons­taste vor; die Buttons besitzen zwar einen angenehmen Druck­punkt, könnten für mich aber etwas weniger Druck benötigen. Außerdem findet sich an der kleinen Kunst­stoff-Box auch eine kleine Status-LED, ein Mikrofon (auf der Rückseite) und der MicroUSB-Anschluss (schade, dass man nicht schon auf USB-Type-C setzt) zum Laden des Akkus vor, letztere ist hinter einer kleinen Gummiab­de­ckung versteckt. 

Im Gesamt­paket machen die MOVE BT also schonmal einen soliden und schmucken Eindruck, dennoch gibt es drei Dinge, die nicht meinen Geschmack treffen. Die Kabel­zu­führung an den Ohrhörern dürfte etwas schlichter sein, auch wenn Teufel betont, dass man Kabel­brüche so besser verhindern kann. Außerdem passt die Plaste-Kabel­fern­be­dienung irgendwie so gar nicht zum restlichen Eindruck und vor allem zu Teufel. Und zu guter Letzt hätte ich statt des effen Aufdrucks des Teufel-T an der Front ein ausge­stanztes (Alu-)Element bevorzugt. Aber: Jammern auch hohem Niveau, außerdem muss man sich ja auch noch etwas für die MOVE BT II in ein oder zwei Jahren aufsparen.

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Trage­komfort: Wear or fear?

Trotz dessen, dass die Ohrstecker ein wenig größer ausfallen, lassen sie sich sehr angenehm tragen – auch das vergleichs­weise höhere Gewicht von 6 Gramm pro Ohrstecker (im Vergleich: Die Apple EarPods wiegen gut die Hälfte) fällt nicht negativ auf. Die MOVE BT sind – wie auch andere BT-Kopfhörer – darauf ausgelegt, am Nacken entlang getragen zu werden. Diesbe­züglich dürfte das Kabel dann aber auch gerne mal 10 bis 15 Zenti­meter kürzer ausfallen, damit nicht so viel Kabel herum­hängt. Ist aber Geschmack­sache und das „Problem“ hatte ich bereits bei Sudio VASA BLÅ, währen der gute Gilly das Kabel als zu kurz empfand. Kann man sich aber nach einiger Zeit mit arran­gieren, zur Not gibt es ja auch noch den beilegten Clip, mit dem sich das Kabel an der Kleidung fixieren lässt. 

Insgesamt aber wie gesagt ein sehr angenehmes Tragen, auch über mehrere Stunden. Voraus­setzung hierfür ist aber natürlich, dass ihr die richtigen Aufsätze für euch gefunden habt. Sind die gewählten Aufsätze (übrigens sowohl für den Hörgang, als auch austauschbare Mittel­stücke) zu klein oder zu groß, haben die Kopfhörer nicht nur weniger Halt und drücken unter Umständen, sondern auch der Sound macht natürlich weniger Spaß. Daher ein Tipp meiner­seits: Nehmt euch einmal 30 Minuten Zeit um alle Größen und Kombi­na­tionen (es lassen sich ja nicht nur die Stöpsel austau­schen) auspro­bieren und sich nicht darauf verfes­tigen, dass man nun immer zwei gleich große Paare nutzen muss – bei mir fällt eine Seite immer etwas größer aus.

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Kling und Klang meets Akku

Der (eigentlich) wichtigste Punkt bei einem Kopfhörer: Der Klang. Etwas, mit dem ich mich immer ein wenig schwer tue – ich habe kein besonders ausge­prägtes, audio­philes Gehör, meine Musik­quelle heißt Spotify. Außerdem sind technische Werte für das Labor und das Spec-Sheet schön, Musik ist aber letztlich ein rein subjek­tives Empfinden. Dennoch einmal kurz der Vollstän­digkeit halber: Die MOVE BT besitzen eine Empfind­lichkeit von 100 dB und eine Nennim­pendanz von 16 Ohm – die Frequenz­be­reiche gehen von 20 bis 20.000 Hz. Die verbauten Breit­band­laut­sprecher werden von einem Neodym-Magneten angetrieben und besitzen einen Durch­messer von 5 Milli­meter. Fachleute wissen an dieser Stelle schon so einiges über die Kopfhörer, ich für meinen Teil lege das Daten­blatt weg und schalte die Musik ein.

Teufel verspricht für das Setting der MOVE BT einen „linear abgestimmten Sound mit leichter Bassbe­tonung“. Hierbei liegt die Betonung aber auf leicht, denn nach dem Satz habe ich ein wenig mehr erwartet, insgesamt ist der Sound doch recht neutral gehalten, auch die Höhen und Mitten sind ausge­wogen und klar. Diese Ausge­wo­genheit spiegelt sich auch im Bassdruck wieder, der bei meinem Modell kaum bis gar nicht existent ist – wird einige erfreuen, ich mag es aber mit etwas mehr „Vibra­tionen“ im Ohr. Ansonsten ist er aber dennoch dynamisch-kraftvoll und es gibt keinen „musika­li­schen Matsch“: Stimmen sind Stimmen, Gitarren sind Gitarren, alles klar und diffe­ren­ziert. Bei maximaler Lautstärke übersteuern die MOVE BT bei basslas­tigen Songs ein wenig, hier reicht es aber schon aus, die Lautstärke um den berühmtem letzten Strich zu senken. 

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Durch die Abstimmung der MOVE BT hat Teufel auch erreicht, dass sich die Kopfhörer als gute Allrounder präsen­tieren. Beim Durch­hören diverser Spotify-Playlists zeigten die Kopfhörer bei keinem Genre gravie­rende Schwächen. Rockige Sounds befür­worten natürlich den hervor­ge­ho­benen Bass, aber auch andere Genre – sei es HipHop, Reggae, Soul, Dance oder was es sonst noch so gibt – präsen­tieren sich mit den MOVE BT als in sich stimmiges Hörgefühl. Kurzum: Die Klang­qua­lität der Kopfhörer ist in Ordnung, die Abstimmung wie immer eine Frage des subjek­tiven Geschmacks – und schaut man mal auf die Verkaufs­zahlen der Beats-Kopfhöhrer ist ein präsenter Bass gerne in den Ohren. Aber hey: Dafür bietet Teufel ja die bekannten acht Wochen Probe­hören an. 

Übrigens steht und fällt der Klang natürlich (wie erwähnt) mit der Wahl der richtigen Aufsätze, ansonsten wirkt der Sound schnell etwas leer und flach. Hat man aber mal die richtigen Aufsätze erwischt, wird nicht nur der Sound und der Halt besser, sondern auch die Umgebungs­ge­räusche werden sehr gut gedämpft. Kabel­ge­räusche (aka Mikro­fonie) konnte ich keine vernehmen, auch die Bluetooth-Verbindung war sehr schnell aufgebaut und konstant stabil, selbst wenn das iPhone mal ein paar Meter weg lag. Die Akkulaufzeit gibt Teufel mit rund 20 Stunden an, erreicht habe ich bei mehrma­ligen durch­läufen auf „erster roter iPhone-Stufe“) gute 16. Einmal leer, müssen die MOVE BT dann etwa zwei Stunden an der Steckdose geparkt werden. 

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Notizen. Did I miss something?

  • Besserer Sound: Die MOVE BT unter­stützten aptX, ein Audio­co­dier­ver­fahren (inzwi­schen von Qualcomm), welches eine kabellose Übertragung in CD-Qualität erlaubt. iOS bezie­hungsweise die iPhones unter­stützten diesen Codec aller­dings nicht, insgesamt gibt es nur vergleichs­weise wenig Smart­phones mit Android, die aptX unter­stützen, weswegen ich zum hörbaren Unter­schied leider nichts sagen kann.
  • Zur Kabel­fern­be­dienung: Ein längerer Druck auf die mittlere Taste (3 Sekunden) schaltet die Kopfhörer ein und aus, ein einfacher kurzer Tap startet oder pausiert die Wiedergabe. Haltet ihr die Lauter- und Leiser-Taste zwei Sekunden lang gedrückt, wird der Song übersprungen bezie­hungs­weise wiederholt.
  • Freisprech­ein­richtung: Die MOVE BT haben eine (inzwi­schen obliga­to­rische) Freisprech­ein­richtung eingebaut, das Mikrofon befindet sich wie erwähnt auf der Rückseite der Kabel­fern­be­dienung. Qualität? Ausrei­chend in Ordnung: Die Kopfhörer geben euren Gesprächs­partner ordentlich wieder, ihr selbst seid ebenfalls laut und deutlich genug zu verstehen.
  • Schutz vor Wasser? Jain. Die MOVE BT sind „nur“ nach IP54 zerti­fi­ziert. Heißt: Gegen Staub und „allsei­tiges Spritz­wasser“. Regen­schauer, Spritzer im Schwimmbad oder auch Schweiß sind nicht schädlich, komplett ins Wasser sollten die Kopfhörer aber eben nicht. Für Kopfhöher aber ausrei­chend.
  • Sport­tauglich? Auch nur bedingt – hier kommt es auf den Sport an. Joggen ist (mit den richtigen Aufsätzen) möglich, ohne dass die Ohrstöpsel heraus­fallen. Andere Dinge bei denen schnellere und ruckar­tigere Bewegungen durch­ge­führt werden (zum Beispiel Zumba) können schnell Probleme machen.
  • Nettes Gimmick: Das Röhrchen mit den Ohrstöpseln dient nicht nur zur Aufbe­wahrung der nicht genutzten Aufsätze, sondern kann auch als Reini­gungs­hilfe dienen. Einfach lauwarmes Wasser in die Tube geben und kräftig schütteln – schon sind die Silikon-Polster sauber.

Fazit & tl;dr

Mit den MOVE BT hat Teufel nun also den ersten Bluetooth-In-Ear-Kopfhöhrer im Programm und liefert eine ordent­liche Premiere ab. Im Gesamtbild gibt es weder bei der Verar­beitung der Kopfhörer, noch beim Trage­komfort etwas auszu­setzen. Dennoch gibt es bei einigen Details Luft nach oben und ich hätte mir bei zwei, drei Dingen gewünscht, dass man sich etwas mehr an den MOVE PRO orien­tiert hätte. Mag aber mein subjek­tives Empfinden sein. Das kleine Röhrchen als Reini­gungs­hilfe nutzen zu können ist ein nettes Gimmick, die Trans­port­tasche schützt die Kopfhöher auch dann, wenn sie einmal nicht in Benutzung sind – nutze ich übrigens ohne das Inlay. 

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Aber auch im Inneren können die Teufel MOVE BT überzeugen. Dies fängt mit der stabilen Bluetooth-Verbindung an, geht über eine sehr starke Akkulaufzeit und hört beim gefäl­ligen Sound auf. Die MOVE BT sind klanglich sicherlich nicht die stärksten Bluetooth-Kopfhörer auf dem Markt, dafür aber sehr ausge­wogen – auch wenn Teufel eine „leichte Bassbe­tonung“ erwähnt, die aber kaum auffällig ist und irgendwie hat man den „fühlbaren Bass“ vergessen. Trotz dieser kleinen Abzüge in der B-Note bekommt man mit den Teufel MOVE BT einen sehr starken musika­li­schen Allrounder und ein sehr stimmiges Gesamt­paket. I like. 

Info

Amazon oder Teufel Online-Shop? Die Frage stellen sich sicherlich viele. Der Vorteil eines Kaufs im Teufel-eignenen Online-Shop: Ihr bekommt die Bluetooth-Kopfhörer nicht nur aus erster Hand, sondern bekommt dazu auch noch die Möglichkeit, die MOVE BT ausgiebige acht Wochen lang Probe­hören zu können.