😮 Workflow-App für iOS: Übernahme durch Apple und ab sofort kostenlos

Marcel Am 23.03.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:04 Minuten

Mit der Workflow-App haben die Entwickler aus dem Hause DesConnect eine kleine Wunderwaffe geschaffen, die auch schon häufiger hier im Blog zu Gast war. Wer die App nicht kennen sollte: Mithilfe der App lassen sich verschiedene Aktionen automatisieren, ein wenig vergleichbar mit dem Wenn-Dann-Dienst IFTTT. Workflow ermöglicht aber noch um einiges komplexere Aufgaben, denn neben einer Vielzahl an unterstützten Apps, verknüpfbaren Aktionen und einer IFTTT-Anbindung gibt es auch recht umfangreiche Wenn-Dann-Schleifen, Auswahllisten, Variablen und derlei Dinge. Der Vergleich mit einer Programmiersprache ist zwar wiederum viel zu weit hergeholt, aufgrund der möglichen Komplexität und Verzweigungen aber doch irgendwo passend. Ein paar Beispiele und meine am häufigsten genutzten Workflows habe ich schon einmal hier und hier aufgelistet – teilweise haben die Workflows die ein oder andere „One-Trick-App“ auf meinem iPhone und iPad ersetzt.

Nun hat sich laut TechCrunch Apple die Dienste der Workflow-Entwickler Ari Weinstein, Conrad Kramer und Nick Frey gesichert, was mich kurz mit offenem Mund dastehen hat lassen. Zwar betonte Apple, dass die App weiterhin im App Store verbleiben und weiter mit Updates versorgt werden soll (und nun sogar kostenlos angeboten wird), es werden jedoch ein paar Erinnerungen an die Siri-Übernahme Anno 2010 wach. Auch dort war es so, dass die Siri-App nach der Übernahme durch Apple zunächst weiter im App Store verblieb und erst mit der Integration von Siri in iOS 5 aus diesem entfernt wurde. Zwar gibt es seitens Apple keine Aussage darüber, was genau man mit der Übernahme bezwecken möchte und ob man mit Workflow ähnlich verfahren oder die App doch nur über den App Store anbieten wird, ähnlich den Apps der iWork-Suite, GarageBand und Co.

The Workflow app was selected for an Apple Design Award in 2015 because of its outstanding use of iOS accessibility features, in particular an outstanding implementation for VoiceOver with clearly labeled items, thoughtful hints, and drag/drop announcements, making the app usable and quickly accessible to those who are blind or low-vision.Apple

Die Gedankenspiele die sich diesbezüglich auftun sind aber riesig, man stelle sich nur mal ein Workflow mit tiefergehendem Zugriff auf Systemfunktionen mittels privater APIs oder gar einer Siri-Anbindung vor. iOS hat oft den Ruf, keine „Pro-Nutzer“ zu erreichen (sic!), mit Workflow hat Apple nun aber genügend Know-How und Visionen in petto, mit denen man Kritiker ein wenig stummschalten könnte. Ob man die ersten Früchte bereits mit der erwarteten Vorstellung von iOS 11 im Juni sehen wird? Ich denke eher nicht – eine Integration benötigt Zeit und die Entwicklung von iOS 11 dürfte zumindest bereits an einem Feature Freeze angelangt sein. Was ich mir aber vorstellen kann, dass man Workflow bis dahin mit mehr Berechtigungen ausstattet oder die App „so wie sie ist“ vorinstallierten wird.

Was man aber auch so geplant hat, Hauptsache Apple lässt das große Potential rund um Workflow nicht einfach so ungenutzt verpuffen… Das wäre richtig scheiße.

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