Adobe Acrobat Reader für iOS & Android kann nun auch Dokumente scannen

Am 18.11.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:35 Minuten

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Mit dem PDF-Format hat Adobe einen Meilen­stein in seinem Lebenslauf stehen, ohne die Landschaft rund um digitale Dokumente wie Rechnungen und dergleichen gar nicht möglich wäre. Damit einher­gehend ist auch Adobe Acrobat, der dazuge­hö­rigen Suite um PDFs erstellen zu können. Kostet „ein wenig“ mehr, weswegen man damals™ den kosten­losen Acrobat Reader veröf­fent­licht hat, anders wäre aus dem PDF sicherlich nicht der Standard geworden, den wir heute kennen. Nun denn, genug Geschichte – kommen wir einmal zum aktuellen Thema: dem Acrobat Reader in der mobilen Version für iOS und Android. Ebenfalls kostenlos, ebenfalls zum Betrachten von PDF-Dokumenten. Schon seit einiger Zeit kann der Reader auch Dokumente mit Notizen versehen, nun hat Adobe der App ein weiteres Update spendiert. 

Adobe Acrobat Reader: PDFs kommentieren
Adobe Acrobat Reader
Entwickler: Adobe
Preis: Kostenlos+

Denn mit dem Update auf die Version 16.11.22 für iOS bezie­hungs­weise 16.3.2 für Android hat Adobe dem kosten­losen Acrobat Reader auch ein Scan-Feature gegönnt, mit dem sich Dokumente auf Papier nun schnell und einfach digita­li­sieren lassen. Dabei werden die Dokumente automa­tisch erkannt, auch die Perspektive und die Ränder werden zuver­lässig korri­giert. Dann aber hört es auch schon auf, denn in Sachen Farbdar­stellung hagelt es (zumindest in meinen Versuchen) Minus­punkte. Zwar gibt es noch den ein oder anderen Filter, dieser macht das Ergebnis aber nicht wirklich besser – ist natürlich immer eine Frage des Lichts, die bekannten Scanner-Apps schlagen sich hier aber deutlich besser und erzeugen wirkliche Dokumente mit weißem Hinter­grund.

Für mich ein viel größeres K.O.-Kriterium: Die gescannten Dokumente werden nicht durch eine OCR-Texter­kennung gejagt, sind also nicht durch­suchbar. Ein No-Go, immerhin sollten sich digita­li­sierte Dokumente auch bei nicht ganz so sauberer Ordner­struktur irgendwie wider auffinden lassen. Klar kann man die Scans nochmals durch eine Texter­kennung jagen, ist aber irgendwie nicht ganz Sinn der Sache, oder? Daher: Schöne Idee, immerhin könnte sich der ein oder andere Nutzer so eine zusätz­liche App sparen. Die Umsetzung lässt dann aber zu wünschen übrig, hier hätte ich von Adobe doch deutlich mehr erwartet. ;) Und weil es gerade passt, gibt es hier noch einen kleinen Lesehinweis, wie meine Umsetzung des Papier­losen Büros ausschaut.

Quelle Adobe via APPge­fahren